TV Special
Beschreibung
Hosuke Sharaku ist der Protagonist der Geschichte, eine Figur, die durch eine tiefgreifende und auffällige Doppelnatur geprägt ist. Er wird als junger Mittelschüler dargestellt, doch diese gewöhnliche Fassade verbirgt ein außergewöhnliches Erbe. Sharaku ist der letzte überlebende Nachkomme eines uralten und geheimnisvollen Volkes, das als die Dreitäugigen bekannt ist – eine hochintelligente und fortschrittliche Zivilisation, die für viele Wunder der antiken Welt verantwortlich war. Dieses Erbe manifestiert sich als drittes Auge auf seiner Stirn, ein Organ, das die Quelle immenser Macht und einer drastisch anderen Persönlichkeit ist.

In seinem täglichen Leben erscheint Sharaku als ein scheinbar unschuldiger, kindlicher und etwas naiver Junge. Da seine unkontrollierbaren und bösartigen Kräfte als Gefahr für die Welt um ihn herum angesehen werden, wird sein drittes Auge mit einem kreuzförmigen Verband versiegelt. Wenn das Auge bedeckt ist, hat Sharaku keine Erinnerung oder kein Bewusstsein für seine wahre Natur oder seine Fähigkeiten. In diesem Zustand wird er oft als schwach dargestellt und von seinen Mitschülern wegen seines einfältigen und vertrauensseligen Wesens gemobbt. Man könnte ihn sogar als dumm oder ahnungslos beschreiben, was einen starken Kontrast zu dem Genie darstellt, das in ihm schlummert.

Der entscheidende Aspekt von Hosuke Sharaku tritt in dem Moment ein, in dem der Verband abgezogen wird und sein drittes Auge zum Vorschein kommt. Wenn es entsiegelt wird, durchläuft er eine vollständige Verwandlung in den „Dreitäugigen“, eine Gestalt, die auch als „Böser Prinz“ bezeichnet wird. In diesem erwachten Zustand manifestiert er außergewöhnliche psychische Kräfte, darunter Telekinese und Vorahnung. Seine Intelligenz wird astronomisch, sodass er alte Schriften entziffern, komplexe Technologien verstehen und ausgeklügelte Pläne schmieden kann. Neben diesem Genie tritt eine teuflische und gewalttätige Persönlichkeit hervor. In dieser Form wird Sharaku feindselig gegenüber der menschlichen Zivilisation und plant möglicherweise, die Welt zu erobern, da er sich als rechtmäßigen Erben des Vermächtnisses der Dreitäugigen betrachtet. Wenn sein drittes Auge geöffnet ist, kann er außerdem einen roten, speerartigen Stab namens Roter Kondor beschwören, eine mächtige Waffe, die auf einen bestimmten Satz in der Sprache seiner Vorfahren reagiert.

Sharaku‘s Motivationen sind eng mit seiner Identität als Letzter seiner Art verbunden. Er wird von dem Bedürfnis angetrieben, mehr über seine Herkunft, die Geschichte der Dreitäugigen und das Schicksal ihrer fortschrittlichen Zivilisation zu erfahren. Dies führt ihn oft dazu, geheimnisvolle Ruinen und antike Artefakte auf der ganzen Welt zu untersuchen, von Japan bis zu Orten wie der Osterinsel und Mexiko. Das Erwachen seines dritten Auges wird von dem Wunsch angetrieben, seine geerbten Kräfte zu nutzen, um die Größe seines Volkes wiederzubeleben, während sein versiegelter Zustand sich lediglich ein friedliches Leben wünscht. Der Konflikt besteht nicht nur zwischen Sharaku und der Außenwelt, sondern auch in ihm selbst, da seine beiden Persönlichkeiten grundlegend gegensätzlich sind.

Im Laufe der Geschichte wird er von einer kleinen Gruppe wichtiger Personen unterstützt, die ihn verstehen oder sich um ihn kümmern. Die wichtigste ist seine Mitschülerin Chiyoko Wato. Wato fungiert als seine engste Freundin, Beschützerin und moralische Ankerin. Sie ist ein willensstarkes, burschikoses Mädchen, das Sharakus Tobsuchtsanfälle stoppen kann; sie ist oft die Einzige, die sich ihm in seinem erwachten Zustand erfolgreich nähern und den Verband erneut anlegen kann, um sein drittes Auge zu versiegeln. Er lebt bei seinem Adoptivvater, Dr. Kenmochi, einem Professor, der Sharaku als Säugling nach einer geheimnisvollen Begegnung mit seiner leiblichen Mutter aufnahm. Dr. Kenmochi ist derjenige, der ursprünglich den Verband auf Sharaku legte, um die Menschheit vor seiner Macht zu schützen, und ist sich der Gefahr bewusst, die sein Sohn darstellt. Eine weitere unterstützende Figur ist Higeoyaji, der schnauzbärtige Besitzer eines örtlichen Ramen-Ladens, der sich oft um Sharaku kümmert, wenn sein Vater nicht da ist.

Die Entwicklung der Figur hängt von der Oszillation zwischen diesen beiden Zuständen ab. Während seine primäre narrative Funktion die eines Helden ist, der Probleme löst, wird er ebenso leicht zum Urheber genau der Krisen, die er lösen muss. Im Laufe seiner Abenteuer bleibt der Konflikt zwischen seinem unschuldigen und seinem bösen Ich eine ständige Spannung, wobei Chiyoko Wato als Brücke zwischen seinen beiden Identitäten dient. Seine Erfahrungen bei der Erkundung von Ruinen und der Konfrontation mit Überresten seiner eigenen Zivilisation zeichnen nach und nach ein klareres Bild davon, wer er ist, selbst wenn er sich an die meisten dieser Ereignisse nicht erinnern kann, sobald sein drittes Auge wieder versiegelt ist. Er verkörpert die Idee, dass der unscheinbarste und sogar gemobbte Mensch hinter seiner Fassade überraschende und weltverändernde Macht verbergen könnte.
Besetzung