OVA
Beschreibung
Kishō Arima ist eine zentrale Figur in den Ereignissen von Tokyo Ghoul: Jack, wo er als jugendliches Wunderkind dargestellt wird, das bereits tief in die Welt der Ghul-Ermittlungen eingebunden ist. In dieser Prequel-Geschichte ist er ein großer, schlanker junger Mann mit dunkelblauen Haaren – ein Merkmal, das sich von seinem späteren weißen Haar unterscheidet –, der normalerweise seine Schuluniform und eine Brille trägt. Er trägt ständig einen großen Gitarrenkoffer auf dem Rücken, der als versteckter Behälter für seine Quinque dient und seinen wahren Zweck vor seinen Mitschülern verbirgt. Sein jugendliches Aussehen täuscht über seinen Status als Ghul-Ermittler des Rangs 3 hinweg, eine Position, die persönlich vom Vorsitzenden der Kommission zur Bekämpfung von Ghulen aufgrund seiner außergewöhnlichen Talente arrangiert wurde.

Arimas Persönlichkeit während seiner Highschool-Zeit, während sie den Kern der ruhigen Gelassenheit bewahrt, die man in seinem späteren Leben sieht, ist bemerkenswert weniger kalt und stärker in ein soziales Umfeld integriert. Er bewahrt einen apathischen Gesichtsausdruck und eine bemerkenswert unerschütterliche Haltung, selbst wenn er gefährlichen Ghulen gegenübersteht. Er spricht mit leiser, gemessener Stimme und geht seine Aufgaben mit einer logischen und berechnenden Denkweise an. In einem seltenen Moment persönlicher Offenbarung gesteht er seinem Klassenkameraden Taishi Fura, dass sein Haupthobby die Ghul-Ausrottung sei, was seinen singulären Fokus von klein auf unterstreicht. Trotz seiner scheinbar perfekten Fassade als Austauschschüler, der seine Lehrbücher bereits auswendig gelernt hat, zeigt er ein wehmütiges Bewusstsein für seine eigenen Umstände, indem er zugibt, dass er noch nie ein normales Leben erlebt hat und den bloßen Schulbesuch als wirklich angenehm empfindet.

Seine Motivationen in dieser frühen Geschichte sind unkompliziert: seine zugewiesene Mission zu erfüllen, einen bestimmten Ghul namens Lantern zu eliminieren, der im 13. Bezirk operiert. Er wird nicht von persönlicher Tragödie oder einer Vendetta getrieben, sondern von einem Pflichtgefühl und der einfachen Tatsache, dass er in dieser Arbeit hervorragend ist. Diese Mission bildet die Kernhandlung von Tokyo Ghoul: Jack. Arima schreibt sich undercover als Austauschschüler an der Seishin-Oberschule ein, um sich seinem Ziel zu nähern. Seine Ermittlungen führen ihn dazu, Taishi Fura vor einem Ghul-Angriff zu retten, und die beiden gehen anschließend eine ungewöhnliche Partnerschaft ein, um Lantern zu jagen. Ihre Aktivitäten, bei denen zwei Oberschüler systematisch Ghule jagen und töten, ziehen schnell die Aufmerksamkeit der Unterwelt des Bezirks auf sich.

Wichtige Beziehungen in dieser Phase von Arimas Leben sind zentral für die Erzählung. Seine primäre Beziehung ist die zu Taishi Fura, der sein Klassenkamerad und Partner wird. Ihre Dynamik ist ein klassischer Kontrast der Persönlichkeiten: Arima ist das ruhige, analytische Blau zu Furas impulsiverem und emotionalerem Rot, und trotz ihrer häufigen trivialen Streitereien entwickeln sie ein starkes Gefühl gegenseitiger Abhängigkeit. Eine weitere bedeutende Beziehung ist die zu Minami Uruka, einem Mädchen, das sich in ihre Ermittlungen einmischt und für das Fura Gefühle entwickelt. Arima bleibt ihr gegenüber jedoch von Anfang an distanziert und misstrauisch und folgert zu Recht, dass sie tatsächlich der Ghul Lantern ist, der versucht, ihn zu manipulieren. Dieser Verrat bestätigt sein übermäßiges Bewusstsein und seine Unfähigkeit, leicht zu vertrauen.

Innerhalb des begrenzten Umfangs von Jack ist Arimas Entwicklung subtil. Er ist bereits ein voll ausgebildeter Ermittler in Bezug auf seine Fähigkeiten, aber die Geschichte zeigt einen Schimmer der Person hinter dem Titel. Seine Partnerschaft mit Fura bietet ihm seine erste echte, wenn auch unkonventionelle, gleichaltrige Freundschaft. Die Erfahrung scheint seinen einsamen Weg zu bestärken, da er letztendlich ohne großes Aufheben von der Schule wechselt, sobald die Mission abgeschlossen ist, und zu seinem nächsten Auftrag übergeht. Diese Darstellung deutet darauf hin, dass, obwohl er noch nicht der völlig emotionslose Sensenmann seines späteren Rufs geworden ist, seine grundlegende Natur und sein Werdegang bereits fest etabliert sind.

Selbst als Teenager sind Arimas Fähigkeiten atemberaubend und grenzen an Übermenschliches. Er besitzt immense körperliche Stärke, einschließlich monströser Geschwindigkeit, Beweglichkeit und Reflexe, die es ihm ermöglichen, Angriffen leicht auszuweichen und mehrere erwachsene Ghule im Kampf zu besiegen. Seine Ermittlungsfähigkeiten sind ebenso scharf, da er ein übermäßiges Bewusstsein demonstriert, winzige Details aufnimmt und Minamis wahre Identität als Lantern lange vor der Enthüllung ableitet. Seine charakteristische Waffe in dieser Zeit ist eine Koukaku-Typ-Quinque namens Yukimura 1/3, die die Form eines langen, dünnen Schwerts annimmt. Er trägt es versteckt in seinem Gitarrenkoffer und ist sehr geschickt im Umgang damit, wobei er seine Fähigkeit zur Verlängerung nutzen kann, um Ziele aus der Ferne zu treffen. Selbst in diesem jungen Alter und mit einer einzigen Quinque ist er im Kampf ungeschlagen und hat eigenhändig über dreißig Ghule getötet.