TV-Serie
Beschreibung
Kii Hiragi ist eine prominente Nebenfigur, die einen scharfen Kontrast zu dem Chaos um sie herum darstellt. Sie ist vor allem als die leidgeprüfte Kindheitsfreundin und Klassenkameradin der Protagonistin Yoshiko Hanabatake bekannt. Da sie im selben Viertel aufgewachsen ist und Yoshiko seit Jahren kennt, ist Kii für den Großteil ihres Lebens der unerklärlichen und unerbittlichen Idiotie ihrer Freundin ausgesetzt gewesen – eine Tatsache, die ihre eigene Persönlichkeit und ihre täglichen Erfahrungen tiefgreifend geprägt hat.

Was die Persönlichkeit betrifft, ist Kii durch ihr ernstes, verantwortungsbewusstes und zutiefst frustriertes Wesen gekennzeichnet. Sie ist eine außergewöhnlich fleißige Schülerin, die konstant zu den Besten ihrer Klasse gehört und ihre akademischen Pflichten ernst nimmt. Nach außen hin vermittelt sie das Bild eines gefassten und strebsamen Mädchens, doch dies ist eine zerbrechliche Fassade, die durch Yoshikos Eskapaden ständig zerstört wird. Ihr wahres Wesen ist das eines gewalttätigen, jähzornigen „Straight Man“, der auf Absurditäten mit sofortiger, unverhältnismäßiger und oft brutaler körperlicher Gewalt reagiert. Diese Explosion der Frustration ist ihr primärer Bewältigungsmechanismus, da sie häufig zu kräftigen Tritten, Ohrfeigen und Tackles greift, um Yoshiko für ihre dümmsten Aussagen oder Handlungen zu disziplinieren. Trotz ihres explosiven Temperaments sorgt sie sich aufrichtig um Yoshiko, die sie weniger als Freundin, sondern eher als ein Problemkind betrachtet, für das sie leider verantwortlich ist.

Kii’s Hauptmotivation ist es, ein Gefühl von Normalität, Ordnung und akademischer Exzellenz in ihrem Leben aufrechtzuerhalten – ein Ziel, das Yoshiko fast unmöglich zu erreichen macht. Sie wird von einem tiefsitzenden Wunsch angetrieben, Yoshiko erfolgreich zu sehen oder zumindest zu verhindern, dass sie völliges Chaos anrichtet. Dies äußert sich in einem ständigen, müden Versuch, ihre Freundin zu führen, zu korrigieren oder ihr mit Gewalt etwas Vernunft einzubläuen. Ihre Rolle in der Geschichte ist fast ausschließlich die des reaktiven „Straight Man“ zu Yoshikos „Boke“ (Narr). Während Yoshiko durch pure Dummheit Chaos verursacht, liefert Kii die gewalttätige, verzweifelte Pointe. Sie ist oft die Erste, die auf die logischen Fehler in Yoshikos Plänen hinweist, und diejenige, die für Yoshikos Mangel an gesundem Menschenverstand bezahlt.

Ihre bedeutendste Beziehung ist die zu Yoshiko Hanabatake, eine komplexe Mischung aus tiefer Zuneigung, Verärgerung und einem Gefühl tragischer Verpflichtung. Sie wird auch häufig im Umgang mit der anderen Hauptfigur, Akkun, dem ständig mürrischen Vizepräsidenten des Schülerrats, gezeigt. Kii und Akkun finden sich oft als widerwillige Verbündete in ihrem gemeinsamen Leiden wieder und bilden ein kleines, widerstrebendes Team normaler Menschen, die versuchen, den Sturm zu überleben, der Yoshiko ist. Sie verbindet ihre gegenseitige Verzweiflung, obwohl Kii oft genauso frustriert über Akkuns schroffe Persönlichkeit ist wie über Yoshikos Idiotie.

Es gibt im Laufe der Serie wenig bedeutende emotionale Entwicklung für Kii, da ihr Charakter weitgehend statisch ist – dies ist beabsichtigt. Die Komödie lebt von ihren unerschütterlichen, vorhersehbaren und explosiven Reaktionen. Ihre Situation vertieft sich jedoch in dem Sinne, dass ihr Schicksal besiegelt ist: Sie ist für immer als unwillige Betreuerin eines Mädchens gefangen, das niemals seine Lektion lernen wird. Ihre bemerkenswerten Fähigkeiten sind fast ausschließlich physischer und kampforientierter Natur, eine direkte Folge ihrer lebenslangen Frustration. Sie besitzt übermenschliche Beinkraft und ist zu Tritten fähig, die Menschen durch die Luft schleudern können. Ihre allgemeine körperliche Leistungsfähigkeit übersteigt bei weitem das, was man von einer Spitzenschülerin erwarten würde, was sie effektiv zur Vollstreckerin des gesunden Menschenverstandes in einer Welt macht, in der der gesunde Menschenverstand keine Macht hat.