TV-Serie
Beschreibung
Misuzu Kamio ist die zentrale Heldin der Erzählung. Sie ist ein Teenager-Mädchen, das mit ihrer Tante Haruko Kamio, die sie als ihre Mutter betrachtet, in einer kleinen Küstenstadt lebt. Misuzu ist fröhlich und freundlich, aber auch etwas unreif und tollpatschig für ihr Alter. Sie hat eine tiefe Faszination für Dinosaurier, die bis in ihre Kindheit zurückreicht, so sehr, dass sie einst glaubte, Küken seien junge Dinosaurier. Diese Besessenheit zeigt sich in ihrer häufigen Verwendung des unsinnigen Ausdrucks „Gao“, den sie ausstößt, wenn sie sich bedrängt fühlt oder kurz vor dem Weinen steht, obwohl Haruko sie dafür tadelt. Äußerlich hat sie sehr langes blondes Haar, das sie normalerweise zu einem Pferdeschwanz gebunden trägt, und tiefblaue Augen.

Misuzus Persönlichkeit ist von einer tiefen Einsamkeit geprägt. Es fällt ihr schwer, Freunde zu finden, da sie an einer mysteriösen Erkrankung leidet: Immer wenn sie jemandem nahekommt, beginnt sie unkontrolliert zu weinen. Diese Erkrankung, die von Ärzten als eine Form geistiger Instabilität diagnostiziert wird, hat sie ihr Leben lang isoliert. Trotzdem bewahrt sie eine optimistische und aufrichtige Haltung und sehnt sich nach echter Verbundenheit und einem normalen Sommer mit Freunden. Ihre Hauptmotivation ist es, Freundschaft und Liebe zu erfahren, auch wenn ihr dies körperliche und emotionale Schmerzen bereitet.

Ihre Rolle in der Geschichte ist die der Reinkarnation von Kannabi no Mikoto, der geflügelten Jungfrau aus einer tausend Jahre alten Legende. Diese Verbindung ist die Quelle ihres Fluchs: Als Nachfahrin dieses geflügelten Wesens ist sie dazu verdammt, zunehmende Schmerzen und Schwäche zu erleiden, wann immer sie enge Bindungen eingeht, was schließlich im Tod gipfelt. Die Erzählung folgt ihren Bemühungen, eine Beziehung zu dem reisenden Puppenspieler Yukito Kunisaki aufzubauen, den sie am ersten Sommertag trifft und sofort einlädt, bei ihr zu Hause zu bleiben. Ihre Freundschaft vertieft sich, aber ihr Zustand verschlechtert sich, was Yukito zwingt, vorübergehend zu gehen. Misuzu wird später bettlägerig und benötigt einen Rollstuhl, wobei sie in einen kindlichen Zustand zurückfällt. Ihr leiblicher Vater erscheint, um sie mitzunehmen, aber sie lehnt ab, nennt Haruko „Mama“ und entscheidet sich zu bleiben. In der letzten Folge bittet sie darum, zum Strand zu gehen, wo sie mühsam auf Haruko und Yukito zugeht und sie als ihr Ziel bezeichnet. Sie bricht zusammen und stirbt in Harukos Armen, wodurch der uralte Fluch endet.

Zu den wichtigsten Beziehungen gehört ihre Bindung zu Haruko, die sie seit ihrer Kindheit aufgezogen hat und schließlich versucht, sie offiziell zu adoptieren. Harukos Liebe und Opferbereitschaft sind Misuzus emotionaler Anker. Ihre Beziehung zu Yukito ist sowohl eine Quelle der Freude als auch ein Beschleuniger ihres Leidens; er wird ihr erster echter Freund und ihre Liebe, und seine Anwesenheit hilft ihr, sich ihrem Schicksal zu stellen. Misuzus leiblicher Vater erscheint nur kurz und repräsentiert die Last ihrer Vergangenheit, aber sie lehnt ihn letztendlich zugunsten von Haruko ab.

Misuzu besitzt keine übernatürlichen oder kämpferischen Fähigkeiten. Ihre bemerkenswerten Eigenschaften sind die fluchbedingten Phänomene: unkontrollierbares Weinen beim Knüpfen von Bindungen, wiederkehrende Träume von der geflügelten Jungfrau und ein fortschreitender, letztlich tödlicher körperlicher Verfall. Im Laufe der Geschichte entwickelt sie sich von einem hoffnungsvollen Mädchen, das Kameradschaft sucht, zu einer tragischen Figur, die ihr Schicksal akzeptiert. Ihre größte Stärke ist ihre beharrliche Entschlossenheit, sich mit anderen zu verbinden und das Leben in vollen Zügen zu leben, selbst wenn jede Bindung sie dem Tod näher bringt.
Besetzung