TV-Serie
Beschreibung
Cardia Beckford ist die zentrale Figur der Geschichte. Zu Beginn lebt sie isoliert in einem verlassenen Herrenhaus am Rande einer Steampunk-Version des London des 19. Jahrhunderts. Ihr Körper ist die Quelle eines mächtigen, tödlichen Giftes, das alles, was ihre Haut berührt, sofort verrotten oder schmelzen lässt, mit der einzigen Ausnahme ihres eigenen Haares. Aufgrund dieser Krankheit wurde sie von der Gesellschaft gemieden und als Monster gefürchtet. Sie hat keine Erinnerungen an ihr Leben vor mehr als zwei Jahren und ist scheinbar nur mit bruchstückhaftem Wissen im Herrenhaus erwacht. Ihre Hauptmotivation ist es, ihren Vater Isaac Beckford zu finden, den Mann, der ihren Zustand verursacht hat und von dem sie glaubt, dass er den Schlüssel zu ihrer verlorenen Vergangenheit besitzt.

Cardias Persönlichkeit ist anfangs von ihrer tragischen Isolation geprägt. Da sie jahrelang ohne bedeutungsvollen menschlichen Kontakt verbracht hat, zeigt sie nur sehr wenige Emotionen, und ihr Verhalten wird oft mit dem einer Puppe verglichen. Ihr Mangel an sozialer Interaktion führt dazu, dass sie Schwierigkeiten hat, Allgemeinwissen, Modetrends, Witze und romantische Gefühle zu verstehen, was dazu führen kann, dass sie auf seltsam wörtliche oder naive Weise reagiert. Trotz ihrer zurückhaltenden Fassade ist sie nicht kalt. Sie ist zutiefst beunruhigt darüber, als Monster bezeichnet zu werden, und hat große Angst davor, diejenigen zu verletzen, die ihr nahe kommen. Diese Unsicherheit verbirgt eine von Natur aus freundliche und liebenswürdige Art, die zum Vorschein kommt, wenn sie beginnt, anderen zu vertrauen.

Als Protagonistin ist Cardia der Katalysator für die gesamte Erzählung. Ihr Leben ändert sich, als die britische Armee versucht, sie gefangen zu nehmen, nur um dann vom Gentleman-Dieb Arsène Lupin gestohlen zu werden. Sie begibt sich dann auf eine Reise mit Lupin und einer Gruppe anderer bemerkenswerter Individuen, darunter der Vampir Saint-Germain, der Erfinder Impey Barbicane, der Arzt Victor Frankenstein und der ehemalige Vampirjäger Abraham Van Helsing. Ihre Hauptrolle in der Gruppe wandelt sich von einer zurückhaltenden, isolierten Figur zu einem aktiven Mitglied, das entschlossen ist, zu lernen und beizutragen. Während sie anfangs Schutz benötigt, wird sie allmählich proaktiver und lernt Selbstverteidigung, Mechanik und andere Fähigkeiten von ihren Begleitern. Ihre sekundäre Rolle ist oft die eines emotionalen Ankers; ihre eigenen Erfahrungen der Ausgrenzung ermöglichen es ihr, tiefes Mitgefühl für andere Ausgestoßene zu zeigen, denen sie begegnet.

Im Laufe der Geschichte sind Cardias Beziehungen die Haupttreiber ihrer persönlichen Entwicklung. Ihre Bindung zu Arsène Lupin ist entscheidend, da er der erste Mensch ist, der sie wie ein normales Mädchen und nicht wie ein Monster behandelt, was ihr hilft, ihre Welt zu öffnen. Victor Frankenstein übernimmt die Rolle eines Betreuers und Forschers, der sich der Untersuchung ihres Zustands widmet und ihr speziell behandelte Kleidung zur Verfügung stellt, die ihrer Korrosion widersteht. Impey Barbicane hilft ihr, sich selbst als mehr als eine Waffe zu sehen, indem er ihr praktische Fähigkeiten beibringt und ihr Freundschaft ohne Angst anbietet, während Saint-Germain Schutz und ein tiefes Verständnis für ihre Einsamkeit bietet. Abraham Van Helsing hilft ihr trotz seiner stoischen Art, sich mit ihrer Identität abzufinden. Eine bedeutende Beziehung wird auch zu Finis angedeutet, einer Figur, die behauptet, ihr jüngerer Bruder zu sein, und die ihr Verständnis ihrer eigenen Menschlichkeit in Frage stellt.

Cardia macht eine bedeutende Entwicklung durch, je mehr Zeit sie mit ihren Begleitern verbringt. Sie wandelt sich von einer fast emotionslosen, isolierten Figur zu einer jungen Frau, die in der Lage ist, echte Freude auszudrücken, zu lächeln und tiefe Freundschaften zu schließen. Sie lernt, ihre Angst, eine Last zu sein, mit dem Wunsch zu helfen, in Einklang zu bringen, und bringt sich oft in Gefahr, um andere zu schützen. Ein wichtiger Teil ihrer Entwicklung besteht darin, sich der Wahrheit über ihre Existenz zu stellen und zu entdecken, dass sie möglicherweise kein Mensch, sondern ein Homunkulus ist, ein künstliches Wesen, das von ihrem Vater erschaffen wurde, was zunächst ihr Selbstbild zerstört. Im Laufe der Zeit lernt sie, diese Wahrheit zu akzeptieren und ihre eigene Identität anzunehmen, und geht über das bloße Bedürfnis hinaus, ein Heilmittel für ihr Gift zu finden, um stattdessen ein Leben zu suchen, in dem sie so akzeptiert werden kann, wie sie ist. Ihr größter persönlicher Wunsch bleibt einfach, aber kraftvoll: einen anderen Menschen berühren zu können, ohne dessen Tod zu verursachen.

Cardias bemerkenswerteste Fähigkeit ist ihr tödliches Gift, das sowohl ein Fluch als auch eine Form des Schutzes ist. Ihre Berührung kann jedes organische oder anorganische Material bei Kontakt korrodieren und zerstören, was sie zu einer unglaublich gefährlichen Person im Kampf macht. In ihrer Brust ist das Horologium eingelassen, ein juwelenartiges Gerät, das die Quelle ihres Giftes ist und im Wesentlichen als ihr Herz fungiert. Als Homunkulus verleiht ihr dieses Artefakt nicht nur ihre tödliche Berührung, sondern auch verbesserte körperliche Fähigkeiten, wie erhöhte Widerstandsfähigkeit und die Fähigkeit, sich schneller von Verletzungen zu erholen als ein normaler Mensch. Trotz ihrer zerstörerischen Kraft setzt sie es selten offensiv gegen Lebewesen ein und verlässt sich oft auf nicht-tödliche Taktiken wie das Werfen von Rauchbomben, um zu entkommen.
Besetzung