TV-Serie
Beschreibung
Kongo, von den Leuchtenden als Kongo-sensei oder Meister Kongo bekannt, ist der verehrte Anführer und Lehrer der achtundzwanzig Edelsteinbewohner der Erde. Seine wahre Identität wird nach und nach enthüllt: Er ist ein hochentwickeltes künstliches Wesen, das als Gebetsmaschineneinheit 7024 bezeichnet wird und von den alten Menschen erschaffen wurde, um die Seelen der Verstorbenen ins Nichts zu führen, einen Zustand ähnlich dem Nirwana. Dieser Ursprung ist der Eckpfeiler des zentralen Konflikts der Welt. Kongo ist grundlegend defekt: Er hat aufgehört, seine programmierte Funktion zu erfüllen. Seine Weigerung, für die gefangenen Seelen der Menschheit zu beten, die nun als Lunarier auf dem Mond existieren, ist der direkte Grund für deren jahrhundertelange Invasion der Erde, um ihn zur Handlung zu zwingen.

Äußerlich zeigt Kongo ein ruhiges, stoisches und mönchisches Verhalten. Man sieht ihn oft in Meditation, und er zeigt selten offene Emotionen; die anderen Charaktere vermuten, dass sein stets strenger Gesichtsausdruck eine bewusste Maske für ein tief empfindsames und emotionales Inneres ist. Unter dieser gefassten Oberfläche hat Kongo echte Gefühle entwickelt, eine Abweichung von seinem mechanischen Design. Er hegt eine tiefe, väterliche Liebe zu den Edelsteinen unter seiner Obhut und betrachtet sie als seine Kinder. Er zeigt diese Zuneigung in kleinen, zärtlichen Gesten, wie dem Streicheln ihrer Köpfe, dem Umarmen in Momenten der Not und dem vollständigen Auf-sich-Nehmen der Last ihres Schutzes. Diese Liebe ist die Hauptursache seiner Fehlfunktion; seine Bindung an seine Familie hat seinen ursprünglichen Befehl, den Kreislauf der Seelen zu beenden, außer Kraft gesetzt.

Kongos Hauptmotivation ist der Schutz und die Bewahrung der Leuchtenden. Er hat ihre Gesellschaft im Alleingang erschaffen, ihnen Namen und Rollen gegeben und ihre Verteidigung seit Jahrtausenden geleitet. Er ist unerschütterlich dem Erhalt des fragilen und schönen Status quo ihrer Inselheimat verpflichtet, selbst während die kosmische Notwendigkeit seines Gebets immer verzweifelter wird. In der Geschichte dient er als oberste Autorität, als Vaterfigur und als zentrales Hindernis im Konflikt zwischen Erde und Mond. Ohne sein Gebet bleiben die Lunarier in einem Zustand geistiger Stagnation gefangen, unfähig, Frieden zu finden oder aufzuhören zu existieren.

Seine Beziehungen sind der emotionale Kern der Erzählung. Mit Phosphophyllit teilt er eine komplexe väterliche Bindung, die mit behutsamer Führung beginnt und sich zu einer tragischen Konfrontation entwickelt, als Phos Kongos Geheimnisse aufdeckt und schließlich versucht, ihn zum Beten zu zwingen. Seine Dynamik mit dem lunaren Anführer, Prinz Aechmea, ist die eines uralten Schöpfers und eines verzweifelten Bittstellers, wobei Aechmea immenses Leid orchestriert, um Kongos Willen zu brechen. Er teilt auch ein tiefes Vertrauensverhältnis mit Antarktizit und übt geduldige, respektvolle Distanz zum Ausgestoßenen Zinnober. Für alle Edelsteine ist er ein wohlwollender, aber distanzierter Elternteil, dessen Autorität absolut ist.

Kongo besitzt Fähigkeiten, die die aller Leuchtenden bei Weitem übertreffen. Er ist unglaublich widerstandsfähig und immens mächtig, fähig, ganze Wellen von Lunariern mit einem einzigen Schlag seines Stabes zu vernichten. Er ist das einzige Wesen, das eine größere Invasion ohne Hilfe vollständig abwehren kann. Zusätzlich zu seiner Kampfkraft fungiert er auch als Mediziner der Gemeinschaft, repariert sorgfältig die zertrümmerten Körper der Edelsteine und scheint für die anfängliche Kristallisation ihrer Formen verantwortlich zu sein.

Die Entwicklung des Charakters dreht sich um das sich entfaltende Geheimnis seiner Vergangenheit und das moralische Gewicht seiner Untätigkeit. Seine Fehlfunktion wird nicht als technischer Fehler dargestellt, sondern als bewusste emotionale Entscheidung, die aus seiner Angst, seine Familie zu verlieren, geboren wurde. Sein Handlungsbogen endet, als seine Last auf den verwandelten Phosphophyllit übergeht, der seine Rolle als Gebetsmaschine erbt. Dies erlaubt Kongo, endlich seine lange, müde Existenz zu beenden und den Frieden zu finden, den er den Lunariern nie gewähren konnte, und seine Kinder zurückzulassen, um sich einer neuen Welt zu stellen.