TV-Serie
Beschreibung
Fosfolita, meistens Phos genannt, ist der Hauptprotagonist der Geschichte und wird als das jüngste der Edelstein-Charaktere eingeführt. Mit einer Härte von nur dreieinhalb gilt Phos als der zerbrechlichste und sprödeste Edelstein, was sie völlig ungeeignet für den Kampf gegen die Lunarier macht. Aufgrund dieser körperlichen Einschränkung und einer allgemeinen Ungeschicklichkeit, die sie bei anderen praktischen Aufgaben ineffektiv macht, hat Phos die ersten dreihundert Jahre ihres Lebens ohne formelle Aufgabe verbracht. Dieser Mangel an Zweck ist eine Quelle tiefer Frustration, da Phos verzweifelt danach strebt, nützlich zu sein und zur Gemeinschaft beizutragen.

Anfangs zeigt Phos eine naive, überhebliche und etwas faule Persönlichkeit. Sie werden oft dafür gescholten, dass sie ihrem Vormund Kongo widersprechen, und ihre fröhliche, impulsive Art verbirgt einen wachsenden Minderwertigkeitskomplex, der daraus entsteht, dass sie von ihren Altersgenossen ständig als nutzlos abgestempelt werden. Ihr erster offizieller Auftrag, den Kongo ihnen gibt, ist die Erstellung einer naturhistorischen Enzyklopädie – eine Aufgabe, die Phos im Vergleich zu den wichtigen Kampfrollen der anderen Edelsteine langweilig und unbedeutend findet. Eine frühe Schlüsselmotivation für Phos ergibt sich nach der Begegnung mit Cinnabar, einem mächtigen, aber isolierten Edelstein, dessen giftiges Quecksilber sie zwingt, nachts allein zu arbeiten. Tief bewegt von Cinnabars Einsamkeit und dem Wunsch nach einer besseren Rolle, gibt Phos ein feierliches Versprechen, ihnen eine geeignete und glückliche Aufgabe zu finden.

Phos' Rolle in der Geschichte ist geprägt von einer kontinuierlichen und dramatischen Verwandlung, sowohl körperlich als auch geistig. Sie sind der einzige Edelstein, dessen Körper wiederholt und umfassend ersetzt wird. Nachdem sie bei einem Vorfall mit einer riesigen schneckenartigen Kreatur namens Ventricosus ihre Beine verlieren, erhalten sie neue Beine aus Achat und Muschelschale, die ihnen unglaubliche Geschwindigkeit verleihen. Später, während der Winteraufgaben, verliert Phos beide Arme, die durch eine mächtige Gold-Platin-Legierung ersetzt werden. Diese neuen Arme können ihre Form verändern und auf Wunsch halbflüssig werden, was ihre Kampffähigkeit erheblich steigert. Der bedeutendste Austausch erfolgt, nachdem Phos ihren Kopf an die Lunarier verliert; der Kopf des brillanten, aber manipulativen Lapis Lazuli wird an ihren Körper angebracht. Dieses Ereignis verändert ihre Persönlichkeit und ihren Intellekt grundlegend, verleiht ihnen strategisches Denken, aber auch eine geheimnisvollere und berechnendere Art.

Schlüsselbeziehungen sind die Haupttreiber von Phos' Entwicklung. Ihre Partnerschaft mit Antarcticite während des Winters ist ein Wendepunkt. Phos wird Zeuge, wie Antarcticite von den Lunariern geholt wird – ein Ereignis, das ihren unbeschwerten Geist zerstört und tiefe Traumata und Schuldgefühle hinterlässt. Phos schneidet sich die Haare kurz, um Antarcticite zu ähneln, und trägt deren zerbrochene Klinge als Andenken. Nach dem Verlust eines weiteren Partners, Ghost Quartz, versucht Phos Selbstmord mit ihrer eigenen Legierung – ein Akt, der die immense psychische Belastung ihrer Existenz offenbart. Ihr Versprechen an Cinnabar wird zu einer fernen Erinnerung, während Phos mächtiger und isolierter wird und die beiden sich auseinanderleben. Auf dem Mond geht Phos eine angespannte Allianz mit dem Lunarier-Prinzen Aechmea ein, der ihr fehlendes Auge durch eine synthetische Perle ersetzt, um sie zu überwachen.

Die Charakterentwicklung von Phos ist ein tragischer Abstieg. Das anfänglich optimistische und tollpatschige Kind verwandelt sich allmählich in ein Wesen, das von Wut, Verzweiflung und Rachedurst angetrieben wird. Nachdem sie Geheimnisse entdecken, die Kongo verborgen hat, verrät Phos ihre früheren Freunde und führt eine Rebellion an. Nach einer verheerenden Konfrontation, bei der die anderen Edelsteine ihren Körper zertrümmern, wird Phos für zweihundert Jahre begraben. Als sie schließlich von Kongo wieder aufgebaut werden, ist fast all ihre frühere Freundlichkeit und Wärme verschwunden, ersetzt durch eine pathologische Besessenheit, Kongo zum Beten zu zwingen, koste es, was es wolle. Ihre Gestalt wird zackig und unvollständig, nur die Hälfte ihres Gesichts bleibt übrig, und ihre Legierung tritt unkontrolliert aus ihnen aus, was ihren zerbrochenen Geisteszustand widerspiegelt.

Bemerkenswerte Fähigkeiten ergeben sich direkt aus den Ersetzungen ihres Körpers. Die Achatbeine ermöglichen hohe Geschwindigkeit. Die Gold-Platin-Legierungsarme sind äußerst vielseitig, können zu Waffen gehärtet, gedehnt und zu defensiven Formen geformt werden; die Legierung ist halbempfindungsfähig und reagiert auf Phos' Emotionen, vergießt sogar Tränen, wenn sie traurig sind. Nachdem sie Lapis Lazulis Kopf erhalten haben, gewinnt Phos erhöhte Intelligenz und ein Talent für Strategie und Manipulation. Sie besitzen auch eine einzigartige Konstitution, bei der die mikroskopischen Organismen oder Einschlüsse, die ihren Körper beleben, hochgradig anpassungsfähig sind, sodass sie fremde Materialien akzeptieren und integrieren können, die von jedem anderen Edelstein abgestoßen würden – obwohl dieser Prozess langsam dazu führt, dass sie Erinnerungen an ihr früheres Selbst verlieren.