TV-Serie
Beschreibung
Arataka Reigen ist eine zentrale Figur in Mob Psycho 100, bekannt dafür, das Beratungsbüro für Geister und derlei Dinge zu leiten. Er ist ein selbsternannter Psychiker und der selbsternannte Mentor des Protagonisten Shigeo „Mob“ Kageyama. Reigen ist ein Mann von durchschnittlicher Größe mit kurzen, hellen Haaren und dunklen Augen, der typischerweise einen scharfen grauen Geschäftsanzug mit einer rosa Krawatte trägt und ein professionelles Image vermittelt.

Reigens bestimmendes Merkmal ist, dass er über keinerlei echte psychische Fähigkeiten verfügt. Im Kern ist er ein charismatischer Hochstapler, der seine Intelligenz, seinen Scharfsinn und seine überzeugenden Redekünste einsetzt, um die Probleme seiner Kunden zu lösen. Sein Geschäftsmodell beruht darauf, Mobs immense Kraft auszunutzen, um echte Exorzismen durchzuführen, die Reigen als seine eigene Arbeit ausgibt. Trotz dieser grundlegenden Unehrlichkeit handelt Reigen nach einem überraschenden moralischen Kodex. Er glaubt aufrichtig daran, Menschen zu helfen, und bietet seine Dienste zu geringen Kosten an, wobei er oft psychische oder körperliche Leiden – wie Verspannungen oder persönliche Ängste – durch praktische Mittel wie fachkundige Massagen und Lebensratschläge löst, die er seine „speziellen Techniken“ nennt.

Bevor er sein Beratungsbüro eröffnete, war Reigen ein typischer Büroangestellter, der aus Langeweile und dem Wunsch, etwas in der Welt zu bewirken, kündigte. Sein Leben änderte sich, als ein junger Mob ihn um Hilfe bei der Kontrolle seiner Kräfte bat. Reigen sah eine Gelegenheit und stellte den Jungen als Teilzeitangestellten ein, wobei er ihn als seine Geheimwaffe gegen echte Geister einsetzte. Seine Hauptmotivation ist eine komplexe Mischung aus Selbsterhaltung, dem Wunsch nach Bestätigung als „jemand Besonderes“ und einer aufrichtigen, väterlichen Fürsorge für Mobs Wohlbefinden. Er rät Mob häufig, wie wichtig Freundlichkeit ist, und hält ihn davon ab, seine Kräfte gegen andere Menschen einzusetzen, wobei er als bodenständiger moralischer Kompass fungiert.

Im Laufe der Geschichte entwickelt sich Reigens Rolle von einem einfachen Betrüger zu einem echten Mentor und Beschützer. Er ist unglaublich geschickt darin, gefährliche Situationen nur mit seinen Worten und körperlichen Reflexen zu meistern. Während des Claw-Arcs infiltriert er erfolgreich das Hauptquartier der Terrororganisation und überzeugt durch bloße psychologische Manipulation und Bluffen einen Raum voller mächtiger Psychiker, sich zu ergeben. Seine Beziehungen sind zentral für seinen Charakter. Seine Bindung zu Mob ist die bedeutendste; obwohl auf einer Lüge aufgebaut, wird sie zu einer tiefen, gegenseitigen Mentorschaft, in der Reigen emotionale Unterstützung bietet, während Mob die Kraft liefert. Er knüpft auch wichtige Beziehungen zu anderen Charakteren, darunter der Geist Dimple und sein späterer Kollege Serizawa, für die er eine unterstützende und rehabilitierende Figur ist.

Reigen durchläuft eine bemerkenswerte Entwicklung, insbesondere während eines öffentlichen Skandals, in dem seine betrügerische Natur der Nation offenbart wird. Diese Krise zwingt ihn, sich seiner eigenen Leere und Schuldgefühle wegen der Täuschung Mobs zu stellen. In einem entscheidenden Moment des Wachstums gesteht er Mob seine Lügen vollständig und gibt zu, dass er keine psychischen Kräfte hat und ihn die ganze Zeit ausgenutzt hat. Mob vergibt ihm jedoch und bestätigt, dass Reigen immer noch ein guter Mensch ist, was ihre echte Verbindung jenseits der anfänglichen Täuschung festigt.

Obwohl er keine übernatürlichen Kräfte hat, besitzt Reigen eine bemerkenswerte Reihe praktischer Fähigkeiten. Er ist in Kampfkünsten bewandert, hält einen grünen Gürtel in Shaolin-Kung-Fu und hat effektive physische Moves wie den „Anti-Psychiker-Dropkick“ und den „Cheeseburger-Tornado“ gezeigt. Er ist ein Meister der sozialen Manipulation, des Kaltlesens und der psychologischen Beeinflussung und kann sich aus fast jeder misslichen Lage herausreden. Weitere bemerkenswerte Fähigkeiten sind fachkundige Massagetherapie, Kenntnisse in Bildbearbeitungssoftware (die er „Grafik-Exorzismus“ nennt) und eine überraschend hohe Toleranz für Risiken und Stress in kritischen Momenten.