TV-Serie
Beschreibung
Hannibal Barkas wird im Anime Drifters als älterer Mann dargestellt, der seinem Leben als historischer karthagischer Feldherr am Ende entnommen wurde, nicht in seiner Blütezeit. Sein körperliches Erscheinungsbild spiegelt dieses hohe Alter wider, gekennzeichnet durch einen langen weißen Bart und wallendes weißes Haar. Er trägt zudem eine schlichte Stoff-Augenklappe über seinem linken Auge, was ihm das Aussehen eines wettergegerbten, erfahrenen Kommandeurs verleiht. Trotz der Gebrechlichkeit seines Alters gebietet seine Präsenz Aufmerksamkeit und Respekt.

Auf den ersten Blick scheint Hannibal unter den erheblichen Nachteilen seines hohen Alters zu leiden, darunter Altersschwäche, Demenz und sogar Inkontinenz. Er wirkt oft verwirrt oder in seiner eigenen Welt verloren und hat eine bemerkenswerte Vorliebe für Himbeeren, was die Elfen, die ihn pflegen, dazu bringt, ihn den „Himbeer-Opa“ zu nennen. Doch diese senile Fassade verbirgt einen Geist, der immer noch einer der brillantesten taktischen Genies der Geschichte ist. Er besitzt eine sehr ruhige Persönlichkeit, und in Krisenmomenten klärt sich sein Blick und seine strategische Brillanz kommt zum Vorschein, was einen hochintelligenten und gefassten Strategen offenbart.

Hannibals Rolle innerhalb der Gruppe der Drifters ist in erster Linie die eines unschätzbaren militärischen Beraters, meist für den Kriegsherrn Oda Nobunaga. Da seine Demenz seine Sprache und sein Verhalten die meiste Zeit scheinbar sinnlos erscheinen lässt, kommuniziert er seine Strategien auf indirektem Wege. Er vermittelt seine Einsichten durch scheinbar zufällige Körperbewegungen oder einfache Handlungen, wie das Verstreuen und Zerdrücken von Himbeeren auf dem Boden, was Oda Nobunaga schnell als tiefgründige und siegbringende Strategien interpretiert. Zum Beispiel wurde seine Geste, verstreute Himbeeren zu sammeln und zu zerdrücken, als Plan gedeutet, die verstreuten feindlichen Kräfte an einem Punkt zu sammeln, um sie zu vernichten. Er zeigt auch eine unglaubliche Fähigkeit, die einzigartigen Fähigkeiten seiner Verbündeten sofort einzuschätzen und spontan einen Plan zu entwickeln, wie etwa den Vorschlag, eine Möglichkeit zu schaffen, Treppen zu bauen, um eine Festung zu infiltrieren, indem man einen erfahrenen Bogenschützen mit einem magischen Amulett kombiniert. Wenn seine Demenz nachlässt und er vollständig bei Bewusstsein ist, ist seine Autorität als Meisterstratege absolut.

Eine der bedeutendsten Beziehungen für Hannibal ist die zu seinem historischen Erzfeind Scipio Africanus, dem römischen Feldherrn, der ihn besiegte. In der neuen Welt von Drifters sieht man die beiden ehemaligen Feinde zunächst heftig streiten, wobei Hannibal Scipio beschuldigt, seine berühmten Taktiken aus der Schlacht von Cannae in der Schlacht von Zama plagiiert zu haben. Trotz ihrer intensiven Rivalität schätzen sie einander unglaublich sehr und sind durchaus in der Lage, ihre Vergangenheit beiseitezulegen, um als Verbündete zusammenzuarbeiten, um Schlachten zu gewinnen. Interessanterweise ist Hannibals Geisteszustand eng mit Scipios Anwesenheit verbunden. Wenn er von Scipio getrennt ist, wird Hannibal tiefer deprimiert und seniler, was auf eine tiefe, wenn auch ungewöhnliche Abhängigkeit von dem Mann hindeutet, der einst sein größter Feind war.

Hannibals Entwicklung im Laufe der Geschichte ist weniger eine persönliche Veränderung als vielmehr eine Offenbarung seines wahren Wesens unter seinem geschwächten Zustand. Während er ein alter Mann bleibt, der mit den Schwächen seines Körpers und Geistes zu kämpfen hat, zeigt die Erzählung durchgängig, dass sein militärischer Scharfsinn mit der Zeit nicht nachgelassen hat. Die anderen Charaktere, insbesondere der junge Krieger Shimazu Toyohisa, erkennen den wilden, berechnenden Blick in seinem Auge, der ihn als wahren Meister des Krieges auszeichnet, und vergleichen ihn mit dem eines legendären Feldherrn. Seine Hauptmotivation ist einfach die Fortsetzung seiner Identität als General; selbst in einer seltsamen neuen Welt besteht er darauf, dass der Sieg immer möglich ist, und bietet sein Genie an, um ihn sicherzustellen. Seine bemerkenswerteste Fähigkeit ist daher sein unübertroffener taktischer Verstand, der es ihm erlaubt, komplexe Kampfsituationen zu durchschauen und selbst aus einem Zustand offensichtlicher Demenz entscheidende, schlachtentscheidende Ratschläge zu geben.