TV-Serie
Beschreibung
Hiyori Iki ist eine Mittelschülerin, deren Leben nach einem Verkehrsunfall eine unerwartete Wendung nimmt. Als sie versucht, einen seltsamen jungen Mann davor zu retten, von einem Bus angefahren zu werden, wird sie selbst fortgeschleudert. Diese Nahtoderfahrung führt dazu, dass sich ihre Seele teilweise von ihrem Körper löst, und sie zu einem Halb-Ayakashi wird – einem Wesen, das mit einem Fuß in der Welt der Lebenden und mit dem anderen in der Ufernahen, dem Reich der Geister und Phantome, steht. Dieser Zustand äußert sich in einem katzenartigen Schwanz, der ihren umherschweifenden Geist mit ihrem bewusstlosen physischen Körper verbindet, was zu unberechenbaren außerkörperlichen Episoden führt, die sie ihre Nickerchen-Attacken nennt.

Hiyori zeichnet sich durch ihren starken Gerechtigkeitssinn und ihre fürsorgliche, fast mütterliche Art aus. Sie ist stur, energiegeladen und beschützt diejenigen, die sie als ihre Freunde betrachtet, mit aller Kraft, wobei sie oft deren Wohl über ihre eigenen Pflichten und Verpflichtungen stellt. Obwohl sie im Allgemeinen ein liebenswerter und reinherziger Mensch ist, hat sie ein sehr hitziges Temperament, besonders wenn sie durch Yatos Eskapaden provoziert wird. Sie ist auch konfrontativ und zögert nicht, ihre Meinung zu sagen, wenn sie etwas für falsch hält. Abgesehen von ihrer übernatürlichen Situation ist Hiyori ein normales Mädchen mit einer außergewöhnlichen Begeisterung für professionelles Wrestling und Videospiele. Ihre aufrichtige und bodenständige Persönlichkeit macht sie zum emotionalen Anker ihres sozialen Umfelds, sowohl in ihrem menschlichen Leben als auch in der göttlichen Welt, in die sie hineingestolpert ist.

Ihre anfängliche Hauptmotivation ist es, einen Weg zu finden, wieder ein völlig normaler Mensch zu werden – ein Wunsch, von dem sie hofft, dass der rücksichtslose Gott Yato ihn erfüllen kann. Je mehr sie jedoch in sein Leben und seine Kämpfe verwickelt wird, desto mehr verschieben sich ihre Ziele. Sie entwickelt ein tiefes Engagement, Yato dabei zu helfen, seinen eigenen Traum zu verwirklichen, ein weit verehrter Glücksgott zu werden, und den geplagten Geist Yukine zu beschützen, der Yatos Regalia, also seine Waffe, wird. Ihre Rolle in der Geschichte ist zentral, da sie der Einstiegspunkt des Publikums in die Welt der Götter und Phantome ist. Sie dient als emotionaler Kern und der praktische Klebstoff, der den chaotischen Gott Yato und den gequälten jungen Geist Yukine zu einer funktionierenden Familie zusammenhält.

Ihre bedeutendsten Beziehungen sind die zu diesen beiden. Anfangs ist ihre Verbindung zu Yato eine geschäftliche, aber sie vertieft sich schnell zu einer engen Freundschaft, die auf gegenseitigem Vertrauen und Fürsorge basiert. Oft ist sie die Reifere von beiden, die seine wilden Pläne auf den Boden der Tatsachen zurückholt und seine Ambitionen unterstützt, selbst die kindischsten. Im Laufe der Zeit entwickelt sich diese Bindung weiter, und schließlich gesteht sie sich ein, dass sie sich in ihn verliebt hat. Gegenüber Yukine nimmt Hiyori eine deutlich schwesterliche oder mütterliche Rolle ein. Sie ist geduldig und ermutigend, hilft ihm bei seinen Studien und verteidigt ihn gegen Yatos Härte. Sie spielt eine entscheidende Rolle bei seiner Ablution, einem Ritual zur Reinigung einer verdorbenen Regalia, und rettet ihn davor, sich in ein monströses Ayakashi zu verwandeln. Dafür ist Yukine ihr zutiefst dankbar und sieht sie als einen seiner wichtigsten Menschen. Sie pflegt auch ein normales Leben mit ihren engen menschlichen Freunden Yama und Ami, die sie während ihrer häufigen Nickerchen-Attacken unterstützen.

Im Laufe der Serie macht Hiyori eine bedeutende Entwicklung durch. Sie beginnt als Mädchen, das lediglich versucht, ein Problem zu beheben, das ihr widerfahren ist, aber sie verwandelt sich in eine aktive, mutige und selbstaufopfernde Teilnehmerin einer gefährlichen übernatürlichen Welt. Sie bringt sich bereitwillig in Gefahr, um ihre Freunde zu retten, und ihr unerschütterlicher Glaube an Yato gibt ihm Stärke und einen Sinn, den er nie zuvor hatte. Ihr Zustand bessert und verschlechtert sich im Laufe der Zeit, und sie sieht sich der sehr realen Möglichkeit gegenüber, all ihre Erinnerungen an ihre Freunde zu verlieren – ein Schicksal, gegen das sie mit aller Willenskraft kämpft.

Als Halb-Ayakashi hängen ihre bemerkenswerten Fähigkeiten mit der Trennung ihrer Seele zusammen. In ihrer Geisterform zeigt Hiyori übermenschliche Stärke und Beweglichkeit, die weit über die eines normalen Menschen hinausgeht. Sie kann auch Götter, Regalias und Phantome sehen und mit ihnen interagieren, die für Lebende normalerweise unsichtbar sind. Trotz ihrer körperlichen Stärke hat sie keine formelle Kampftechnik und greift normalerweise mit wilden, kraftvollen Schlägen an, wobei sie oft Bewegungen einbaut, die von ihrer Liebe zum professionellen Wrestling inspiriert sind. Ihr physischer menschlicher Körper, der während dieser Episoden unbeaufsichtigt bleibt, ist bewusstlos und verwundbar, bis ihre Seele zurückkehrt.