OVA
Beschreibung
Lloyd Asplund ist eine Nebenfigur im Anime Code Geass: Lelouch of the Rebellion Special Edition Black Rebellion. Er ist ein britannischer Aristokrat mit dem Titel eines Earls und leitet das Advanced Special Envoy Engineering Corps, das später in Camelot umbenannt wird. Als hochbegabter Wissenschaftler und Ingenieur ist Lloyd der Hauptentwickler des Knightmare Frames der siebten Generation, bekannt als Lancelot, einer der fortschrittlichsten Kriegsmaschinen der Serie. Er ist Ende zwanzig zur Zeit der Black Rebellion und hat am Imperial Colchester Institute studiert, bevor er zum Militär ging. Seine Forschungsabteilung arbeitet mit Sondergenehmigung von Prinz Schneizel, was ihr erlaubt, außerhalb der üblichen militärischen Vorschriften zu operieren.

Lloyds Persönlichkeit ist die eines exzentrischen Genies. Er bezeichnet sich selbst offen als Soziopathen und behauptet, kein echtes Interesse an romantischen oder emotionalen Bindungen zu haben. Er neigt dazu, Menschen als austauschbare Teile einer Maschine zu betrachten, anstatt als Individuen – eine Perspektive, die er besonders auf den Piloten seines Lancelot, Suzaku Kururugi, anwendet, den er als Komponente der Waffe ansieht. Trotz dieser kalten Fassade zeigen subtile Momente in der Geschichte, dass er sich um die ihm Nächsten sorgt, insbesondere um seine Assistentin Cécile Croomy, auch wenn es ihm unangenehm ist, über persönliche Gefühle zu sprechen. Sein Verhalten ist oft entspannt, verspielt und kindisch, doch er kann scharfsinnige Einsichten und Panik zeigen, wenn er mit extremen Umständen konfrontiert wird. Seine Hauptmotivation ist eine tiefe, fast obsessive Hingabe an wissenschaftlichen Fortschritt und technologische Innovation, die er als das einzige Bestreben betrachtet, das sein Herz berührt.

Innerhalb der Black Rebellion-Handlung dreht sich Lloyds Rolle um die Erschaffung des Lancelot und seine Wahl von Suzaku als dessen Piloten. Er stellt die Maschine dem britannischen Militär vor und unterstützt ihren Einsatz im Kampf gegen die Streitkräfte von Zero. Nach der Black Rebellion wird seine Abteilung in die größere Camelot-Organisation eingegliedert, und er wird Suzakus technischer Ingenieur. Später arbeitet er mit Cécile und Nina Einstein zusammen, um Gegenmaßnahmen gegen die F.L.E.I.A.-Waffe zu entwickeln, und baut eine spezielle Lancelot-Variante für C.C. Im weiteren Handlungsbogen jenseits der Special Edition schließt er sich freiwillig Lelouch vi Britannias neuem Regime an und bemerkt, dass er und Cécile zu Zahnrädern in einer Maschine geworden sind, ohne es zu merken, und er nimmt am Zero Requiem-Plan teil.

Wichtige Beziehungen prägen einen Großteil seines Charakters. Mit Cécile Croomy teilt er eine enge berufliche Partnerschaft, die sich zu einer subtilen Bindung entwickelt, wobei sie oft als ausgleichender Einfluss wirkt. Er verlobt sich mit Milly Ashford, obwohl die Verlobung anscheinend eher von seiner Faszination für den alten Knightmare Frame Ganymede motiviert ist als von romantischer Zuneigung. Er arbeitet eng mit Suzaku zusammen, betrachtet ihn als wesentlichen Teil des Lancelot und erkennt gleichzeitig die Bedeutung seines Piloten an. Prinz Schneizel gewährt ihm operative Unabhängigkeit, was seine wissenschaftliche Arbeit mit den politischen Ambitionen der britannischen Kaiserfamilie verbindet. Später kooperiert er mit Lelouch und Suzaku bei der Durchführung des Zero Requiem und zeigt damit die Bereitschaft, sich einer Sache jenseits der reinen Wissenschaft anzuschließen.

Lloyds bemerkenswerte Fähigkeiten liegen in seinem außergewöhnlichen Talent für fortgeschrittene Technik und Waffendesign. Er ist verantwortlich für die Entwicklung des Lancelot, des Hadron Cannon und verschiedener Flugsysteme für Knightmare Frames. Sein analytischer Verstand ermöglicht es ihm, hochmoderne Technologie zu erschaffen und Kampfstrategien zu entwickeln, obwohl seine emotionale Distanziertheit seine Effektivität als Anführer unter Druck manchmal einschränkt. Im Laufe der Geschichte entwickelt Lloyds Charakter eine subtile Schicht von Menschlichkeit, die sich von einem rein distanzierten Erfinder zu jemandem wandelt, der zu einem größeren, komplexeren Plan beiträgt, doch seine grundlegende Sichtweise auf Menschen als austauschbare Komponenten bleibt ein prägendes Merkmal.