OVA
Beschreibung
Lloyd Asplund ist ein britannischer Adliger mit dem Titel eines Earls, der als brillanter Wissenschaftler und Ingenieur im Heiligen Britannischen Reich dient. Er leitet die fortschrittliche Forschungsabteilung, die zunächst als A.S.E.E.C. bekannt ist und später zum Camelot-Ingenieurkorps wird. Seine berühmteste Leistung ist die Erschaffung des Lancelot, des weltweit ersten Knightmare Frames der siebten Generation, einer Maschine, die die Grenzen der bestehenden Kampftechnologie erweitert. Groß und schlank mit lavendelfarbenem Haar entspricht sein Erscheinungsbild seinem aristokratischen Status. Er besuchte das Imperial Colchester Institute, bevor er zum Militär ging, und seine Forschungsabteilung arbeitet dank der Erlaubnis von Prinz Schneizel mit ungewöhnlicher Unabhängigkeit, sodass er außerhalb der standardmäßigen Befehlskette arbeiten kann.

Lloyds Persönlichkeit ist die eines exzentrischen Genies, das sich offen als Soziopathen bezeichnet. Er zeigt ein stets entspanntes, verspieltes und fast kindliches Auftreten und macht oft bizarre oder flapsige Bemerkungen, die in starkem Kontrast zur Ernsthaftigkeit seiner Umgebung stehen. Er bekundet kein Interesse an Liebe oder emotionalen Bindungen und behauptet, dass die Wissenschaft das Einzige sei, für das er ein Herz habe. Seine Weltanschauung behandelt Menschen als Komponenten einer größeren Maschine, austauschbar und entbehrlich, und er spricht häufig über Menschen im Hinblick auf ihren Nutzen für seine Projekte. Er wählte Suzaku Kururugi als Piloten für den Lancelot, weil er dessen Potenzial erkannte, aber seine Kommentare reduzieren Suzaku oft auf nicht mehr als ein Teil der Maschine. Sein analytischer Verstand durchdringt Sentimentalität, und manchmal macht er Beobachtungen, die direkt ins Zentrum der menschlichen Natur treffen, gerade weil er sie aus einer distanzierten, klinischen Perspektive betrachtet. Er ist weitgehend unwissend in weltlichen Angelegenheiten und fühlt sich unwohl, wenn persönliche Informationen an ihn herangetragen werden, und vermeidet Diskussionen über seinen emotionalen Zustand vollständig. Trotz seiner kalten Rhetorik gibt es Momente, die darauf hindeuten, dass er mehr Besorgnis für die Menschen um ihn herum hegt, als er zugibt, und er kann in Panik geraten, wenn er mit unerwarteten persönlichen Umständen konfrontiert wird.

Seine Hauptmotivation ist das Streben nach technologischem Fortschritt. Er ist völlig in Entwicklung und Innovation vertieft, angetrieben von dem Wunsch, die Grenzen des Möglichen zu erweitern. Er zeigt wenig Loyalität gegenüber einer politischen Ideologie, sondern konzentriert sich stattdessen auf die Maschinen selbst und die Daten, die sie produzieren. Er wird nicht von Bosheit motiviert, sondern von einer echten, kindlichen Faszination für seine Arbeit. In der zweiten Staffel, nach der Schwarzen Rebellion, wird seine Abteilung in Camelot eingegliedert, und er wird Suzakus persönlicher technischer Ingenieur. Er schließt sich bereitwillig Lelouchs neuem Regime an, nachdem Lelouch den Thron bestiegen hat, und bemerkt ohne Sentimentalität, dass er und Cécile zu Zahnrädern in einer Maschine geworden sind, ein Zustand, den er anscheinend bequem akzeptiert. Er verliert seinen Titel als Earl infolge von Lelouchs Umstrukturierung, aber das scheint ihn nicht zu kümmern. Er wird ein Mitarbeiter am Zero Requiem, Lelouchs und Suzakus Plan, die Welt durch orchestrierten Hass und Opfer zu vereinen.

Wichtige Beziehungen definieren seine Rolle in der Erzählung. Cécile Croomy ist seine Assistentin und Mit-Ingenieurin, und sie ist die Person, die ihn am häufigsten auf sein unhöfliches oder herzloses Verhalten hinweist. Ihre berufliche Partnerschaft ist eng, und sie spielt eine Rolle dabei, seltene Einblicke in seine weichere Seite zu enthüllen. Er verlobt sich mit Milly Ashford, obwohl dies mehr durch sein Interesse am Ganymed-Knightmare-Frame motiviert zu sein scheint, der an der Ashford-Akademie zurückgelassen wurde, als durch romantische Zuneigung. Seine Beziehung zu Suzaku ist die eines Ingenieurs zu einem Testpiloten, wobei Lloyd Suzaku in erster Linie als den optimalen Devicer für den Lancelot betrachtet. Er unterhält eine Arbeitsbeziehung zu Prinz Schneizel, der ihm operative Freiheit gewährt. In den letzten Phasen arbeitet er mit Nina Einstein und Cécile zusammen, um Gegenmaßnahmen gegen die F.L.E.I.J.A.-Waffe zu entwickeln und den Lancelot Frontier für C.C. zu bauen. Er zeigt Interesse daran, Lelouchs Geass zu studieren, aber Jeremiah Gottwald warnt ihn vor dieser Forschungsrichtung.

Lloyds bemerkenswerte Fähigkeiten liegen vollständig in seinem wissenschaftlichen und ingenieurtechnischen Genie. Er ist verantwortlich für einige der fortschrittlichsten technologischen Entwicklungen der Serie, darunter den Lancelot, seine Flugsysteme, den Hadronenbeschleuniger und Modifikationen am Gawain. Sein Verstand ist analytisch und erfinderisch, was es ihm ermöglicht, komplexe Maschinen zu bauen und Kampfstrategien aus technischer Sicht zu entwickeln. Sein Mangel an Empathie und seine Tendenz, Menschen als austauschbare Teile zu betrachten, schränken jedoch seine Effektivität in Führungsrollen ein, die menschliche Verbindungen erfordern. Seine Entwicklung im Laufe der Serie ist subtil. Er gibt seine grundlegende Perspektive nie auf, zeigt aber ein wachsendes Gefühl der Kameradschaft mit Cécile und erscheint neben ihr in Viletta Nus Hochzeitsfoto, was auf eine Vertiefung seiner menschlichen Verbindungen hindeutet. Am Ende ist er ein ruhiger, aber wesentlicher Teil der Maschinerie geworden, die das Zero Requiem ermöglicht, eine Rolle, die er ohne Tamtam oder moralische Bedenken akzeptiert.