TV-Serie
Beschreibung
Odagiri ist ein Spion, der der D-Agentur im Anime Joker Game angehört, und unter den acht Erstgenerations-Lehrlingen sticht er als einziger mit einem formellen militärischen Hintergrund hervor. Bevor er der Organisation beitrat, wurde er an einer Kadettenschule und einer Militärakademie ausgebildet und erhielt schließlich das Offizierspatent als Leutnant. Sein richtiger Name ist Tobisaki Hiroyuki, was ihn zum einzigen Mitglied der D-Agentur macht, dessen wahre Identität während der Geschichte enthüllt wird.

Sein Hintergrund erklärt viel von seinem zurückhaltenden Wesen. Odagiri ist schweigsam und lacht selten, und obwohl er an denselben Aktivitäten wie seine Kollegen teilnimmt, hält er eine gewisse Distanz zu ihnen, als ob er etwas verbergen würde. Das offizielle Charakterprofil beschreibt ihn als ungewöhnliches Mitglied, dessen andere Herkunft und innere Geheimnisse eine unsichtbare Mauer zwischen ihm und den anderen Spionen schaffen. Dennoch ist er nicht kaltherzig. Er zeigt Rücksicht auf andere, etwa wenn er Sakuma hilft, als die anderen Agenten ihn necken, und er ist ehrlich genug, Sakuma die Wahrheit zu sagen, als er bemerkt, dass der Mann während einer Pokerpartie hereingelegt wurde. Er entwickelt auch eine stille Verbindung zu der Katze Yoru, die ihm vertraut und gehorcht, und man sieht ihn in diesem kurzen Moment lächeln.

Odagiris Vergangenheit wird im letzten Handlungsbogen des Animes erkundet. Als junger Offizier traf er auf einen Kameraden, der während einer erschöpfenden Militärübung in einem Schneesturm zu kämpfen hatte. Als ein vorgesetzter Offizier darauf bestand, dass der kranke Soldat das Training fortsetzte, stritt Odagiri mit ihm und schlug ihn, was zu einem Kriegsgericht führte. Er wurde aus dieser Situation von Oberstleutnant Yuki gerettet, der ihm einen Platz in der D-Agentur anbot. Er nahm an, bestand das Auswahlverfahren und übernahm den Decknamen Odagiri, womit er die Verbindung zu seiner früheren Identität kappte.

Seine persönliche Geschichte prägte auch seine emotionale Verletzlichkeit. Nach dem Tod seiner Eltern vertrauten ihn seine Großeltern, die nicht bereit waren, sich um ihn zu kümmern, einer Frau namens Nishiyama Chizuru an, bevor sie ihn in die Militärschule einschrieben. Er bewahrt ihre Erinnerung tief in sich, und diese Bindung beeinträchtigt letztlich seine Arbeit als Spion. In seinem letzten Auftrag wird Odagiri damit beauftragt, Karl Schneider zu beobachten, einen Mann, der verdächtigt wird, ein Doppelagent zu sein. Als Schneider ermordet wird, ermittelt Odagiri aus eigener Initiative weiter und identifiziert die Mörderin, eine Frau, deren Erscheinung ihn an Nishiyama Chizuru erinnert. Er erkennt, dass sein Urteilsvermögen durch diese persönliche Verbindung beeinträchtigt wurde und dass er sich nicht vollständig von anderen lösen kann, wie es ein Spion muss. Infolgedessen bittet er darum, die D-Agentur zu verlassen, und das Militär versetzt ihn als Oberleutnant zu einer Einheit in Kwantung, Mandschurei, wo er wieder seinen richtigen Namen, Tobisaki Hiroyuki, verwendet.

Was die Fähigkeiten betrifft, ist Odagiri ein voll ausgebildeter Spion mit den Standardfähigkeiten der D-Agentur, einschließlich Infiltration, Tarnung, Überwachung sowie der körperlichen und technischen Ausbildung, die für Feldeinsätze erforderlich ist. Seine militärische Disziplin und seine scharfe Beobachtungsgabe machen ihn zu einem fähigen Agenten, wie sich zeigt, als er nach Schneiders Tod seine eigene Ermittlung verfolgt. Seine entscheidende Schwäche ist nicht ein Mangel an Können, sondern die Unfähigkeit, seine Emotionen vollständig zu unterdrücken, was genau dazu führt, dass er erkennt, dass ein Spionageleben nicht zu ihm passt, und dass er einen anderen Weg wählt.