TV-Serie
Beschreibung
Léonard de Vinci tritt in den letzten beiden Episoden von Lupin III: Part IV als primärer Antagonist auf. Bei dieser Figur handelt es sich nicht um den historischen Leonardo da Vinci selbst, sondern um einen vollständig ausgebildeten Klon, der von MI6-Wissenschaftlern erschaffen wurde. Der britische Geheimdienst nutzte genetische und psychologische Techniken, um die Persönlichkeit und das Erscheinungsbild des Renaissance-Genies zu rekonstruieren, indem er seine Erinnerungen und seinen Intellekt in einen geklonten Körper verpflanzte. Nach seiner Erschaffung entzog sich da Vinci der Kontrolle des MI6 und verfolgte seine eigene Agenda.

Da Vincis Hintergrund liegt in seinem Ursprung als wissenschaftliches Experiment begründet, aber seine Identität wird durch das umfangreiche Wissen und die künstlerische Vision des historischen da Vinci geprägt. Er besitzt denselben genialen Intellekt, der Kunst, Ingenieurwesen und Wissenschaft umfasst, aber er passt diese Fähigkeiten an die moderne Technologie an. Seine Persönlichkeit ist von einer kalten, berechnenden Ambition und dem Glauben geprägt, dass er die Welt durch drastische Maßnahmen verbessern kann. Er ist nicht offenkundig bösartig, sondern sieht sich selbst als eine notwendige Kraft für die globale Ordnung, die seine Handlungen als Mittel zur Erreichung von Harmonie rechtfertigt.

Seine Hauptmotivation in der Geschichte ist es, ein großes Kunstwerk mit dem Titel „World Harmony“ in der Republik San Marino zu enthüllen. Dieses Stück ist kein einfaches Gemälde, sondern ein hochentwickeltes Gerät, das, wenn es aktiviert wird, die gesamte Bevölkerung der italienischen Halbinsel in einen tiefen komatösen Zustand versetzt. Da Vincis Ziel ist es, diese Massenimmobilisierung als einen Schritt zur Neugestaltung der Gesellschaft zu nutzen, indem er seine eigene Vision von Frieden und Kontrolle durchsetzt. Er betrachtet das Chaos und die Konflikte der modernen Welt als Fehler, die korrigiert werden müssen, und glaubt, dass sein Intellekt allein eine Lösung orchestrieren kann.

In der Erzählung dient da Vinci als letztes Hindernis für Lupin und seine Crew. Nach dem Koma-Ereignis erwacht Lupin in San Marino und stellt sich dem Renaissance-Klon direkt. Der Konflikt wird zu einem Kampf der Intelligenz und Action, während Lupin versucht, da Vincis Plan zu stoppen und die Auswirkungen von „World Harmony“ rückgängig zu machen. Die Rolle der Figur ist die eines Mastermind-Antagonisten, dessen Schema sowohl technologisch fortschrittlich als auch philosophisch motiviert ist.

Da Vincis Schlüsselbeziehungen sind gegnerisch. Er interagiert hauptsächlich mit Lupin und erkennt den Dieb als würdigen Gegner an, der seiner Klugheit ebenbürtig ist. Er hat keine persönlichen Bindungen zu den anderen Mitgliedern von Lupins Team, obwohl sie alle gegen ihn sind. Es gibt keine emotionale Entwicklung für da Vinci; er bleibt in seinem Zweck verankert, bis sein Plan letztendlich vereitelt wird. Sein Charakter wird als Produkt der Ambitionen des MI6 enthüllt, aber er übertrifft seine Schöpfer und wird zu einer Bedrohung aus eigenem Recht.

Zu seinen bemerkenswerten Fähigkeiten gehört ein genialer Intellekt, der es ihm ermöglicht, komplexe Geräte zu entwerfen und zu bauen, wie zum Beispiel die Mittel, um einen kontinentweiten Koma herbeizuführen. Er besitzt auch umfangreiches Wissen aus der Renaissance, kombiniert mit einem modernen Verständnis von Technologie und Psychologie. Er ist ein fähiger Manipulator und Stratege, der in der Lage ist, die moderne Infrastruktur für sein Vorhaben zu nutzen. Anders als der historische da Vinci operiert er mit den Ressourcen und der Geheimhaltung einer verdeckten Organisation, bewahrt jedoch die künstlerische Note und die grandiose Vision, die der ursprünglichen Figur zugeschrieben werden.