Film
Beschreibung
Lupin III, der Meisterdieb und Protagonist des Anime-Films „Das Gold von Babylon“ aus dem Jahr 1985, ist der Enkel des legendären französischen Diebes Arsène Lupin. In dieser Geschichte wird er in einer Weise dargestellt, die näher an der ursprünglichen Manga-Version von Monkey Punch liegt: ein cleverer, aber manchmal tollpatschiger, lärmender und stets verkleideter Verbrecher mit einem schelmischen Sinn für Humor. Er trägt eine pinke Jacke, eine Abweichung von seiner üblicheren roten Kleidung, was diesen Film optisch abhebt. Sein Hintergrund als Edelgauner wurzelt in einer lebenslangen Jagd nach unmöglichen Schätzen, und in diesem Abenteuer hat er es auf das sagenumwobene Gold von Babylon abgesehen, einen riesigen Hort, der von einer göttlichen Entität versteckt worden sein soll.

Was seine Persönlichkeit betrifft, ist Lupin dreist, selbstbewusst und unendlich verspielt. Er hat Freude daran, seine Feinde zu überlisten, seien es rivalisierende Gangster oder der beharrliche Inspektor Zenigata. Er ist auch ein Meister der Verkleidung, der oft andere imitiert – einschließlich seiner eigenen Verbündeten Fujiko Mine – um Informationen zu sammeln oder Ärger zu entkommen. Trotz seiner rücksichtslosen Fassade zeigt er einen scharfen Verstand, der in der Lage ist, uralte Hinweise und mit Fallen gespickte Ruinen zu entschlüsseln. Seine Motivationen werden durch den Nervenkitzel der Jagd und die pure Freude am Stehlen des Unerreichbaren angetrieben, obwohl er auch eine Schwäche für schöne Frauen und unwahrscheinliche Verbündete zeigt.

In der Geschichte ist Lupin die treibende Kraft hinter der Jagd nach dem babylonischen Schatz. Er führt sein übliches Team – den Scharfschützen Daisuke Jigen, den stoischen Samurai Goemon Ishikawa und die verführerische Betrügerin Fujiko Mine – über Kontinente hinweg, von New York bis Bagdad. Er muss sich mit zwei Mafiabossen, Marciano und Kowalski, auseinandersetzen, die ebenfalls das Gold suchen, sowie mit Zenigata und einer Truppe eifriger Polizistinnen. Eine Schlüsselbeziehung ist die zu Rosetta, einer betrunkenen alten Frau, die wiederholt ihre Liebe zu ihm bekundet und kryptische Hinweise gibt; sie entpuppt sich später als außerirdische Botin, was Lupin mit seiner charakteristischen Nonchalance aufnimmt. Seine Dynamik mit Fujiko ist geprägt von gegenseitiger Manipulation und Anziehung, da beide versuchen, einander um den Schatz zu überlisten.

Lupin durchläuft in diesem Film kaum eine konventionelle Charakterentwicklung und bleibt von Anfang bis Ende derselbe unverbesserliche Trickbetrüger. Seine Rolle entwickelt sich jedoch weiter, während er nach und nach die wahre Natur des Schatzes entschlüsselt: den goldenen Turm von Babel, der schließlich von einem UFO ins All gehoben wird. Im Höhepunkt entscheidet er sich, den Turm zu zerstören, anstatt ihn wegnehmen zu lassen, sodass das Gold auf die Stadt herabregnet – eine Entscheidung, die seine Vorliebe für Chaos widerspiegelt, anstatt jemand anderem den Preis zu überlassen. Zu seinen bemerkenswerten Fähigkeiten gehören außergewöhnliche Beweglichkeit, Schießkunst, Schlossknacken und der Einsatz fortschrittlicher Gadgets sowie ein Talent für Improvisation und Flucht. Er führt auch das Zantetsukan, ein Schwert, das fast alles durchschneiden kann, das er im finalen Gefecht einsetzt, um den Kandelaber zu durchtrennen, der den Turm kontrolliert. Im gesamten Film bleibt Lupin ein respektloser, einfallsreicher Antiheld, dessen oberste Loyalität seiner eigenen Unterhaltung und dem nächsten großen Coup gilt.