TV-Serie
Beschreibung
Kyūtarō Ōba wird zunächst als eine unbedeutende Figur innerhalb der Kifūken-Schule eingeführt, ein Schwertkämpfer, der deren Verwaltungsaufgaben erledigt und unscheinbar sowie unauffällig wirkt. Im Verlauf der Serie entpuppt er sich als der Hauptgegner und ist selbst ein Shokujinki, genau die Art von menschenfressendem Monster, das zu jagen die Kifūken geschworen haben. In seiner Jugend wurde Ōba als unschuldiger und gutherziger Mensch dargestellt. Doch das Miterleben des brutalen Blutbads, das eine andere Figur auf der Suche nach Macht anrichtete, traumatisierte ihn tiefgreifend und formte seine Persönlichkeit grundlegend um, was ihn auf einen Pfad der Grausamkeit und Manipulation führte.

Ōbas genaue Beweggründe bleiben im Laufe der Geschichte etwas unklar. Er behauptet, dass seine Taten von dem Wunsch getrieben sind, seinen unehelichen Sohn Bon Jōji Ōba zu beschützen, einen sanften Riesen, der aufgrund seiner Größe ein Außenseiter ist. Ōba sagt, er wolle, dass sein Sohn stark ist und nicht von anderen verspottet wird. Ein weiterer Antrieb scheint ein rücksichtsloser Ehrgeiz nach Macht und Kontrolle zu sein. Zusätzlich hegt Ōba eine langjährige, unausgesprochene Anziehung zu Harumi, der älteren Schwester von Yuka Kamitsuki. Diese Anziehung schwärt mit der Zeit und verformt sich zu einer krankhaften und obsessiven Fixierung; nach Harumis Tod bewahrt er ihre abgetrennten Arme auf und erschafft mehrere Klone ihres Körpers in einem grotesken Versuch, sie zu besitzen.

In der Geschichte positioniert sich Ōba zunächst als hilfreicher Berater von Kazuma Momota, dem jungen und ehrgeizigen neuen Anführer der Kifūken. Er ermutigt Kazumas aggressive Modernisierung der Organisation, während er im Geheimen ein größeres Komplott schmiedet. Seine Rolle ist die eines verborgenen Puppenspielers, der Ereignisse aus dem Schatten manipuliert, um seine eigenen Ziele zu verfolgen. Er setzt Kazuma absichtlich Substanzen aus, die die latenten Shokujinki-Instinkte in ihm auslösen, wodurch er den jungen Anführer von innen heraus korrumpiert und zerstört. Sein ultimativer Plan beinhaltet die Machtübernahme und die Neugestaltung der Welt nach seiner verdrehten Vision.

Ōbas wichtigste Beziehungen sind zentral für seinen Charakter. Seine Beziehung zu seinem Sohn Bon ist komplex; Ōba behauptet, seine Grausamkeit sei zu Bons Bestem, doch Bon selbst lehnt die Methoden seines Vaters ab und hilft letztlich den Protagonisten, ihn aufzuhalten. Seine Besessenheit von Harumi definiert seinen Abstieg in die Verderbtheit. Er interagiert auch antagonistisch mit dem Protagonisten Toshihiko Momota, den er als Hindernis für seine Pläne zu vernichten sucht, sowie mit Yuka, der er schrecklichen Experimenten unterzieht.

Im Laufe der Serie durchläuft Ōba eine Verwandlung von einem ruhigen Verwalter zu einem monströsen und berechnenden Schurken. Seine frühere Unschuld wird durch Trauma und Besessenheit vollständig zerstört. Als Shokujinki besitzt er die Fähigkeiten, die seiner Art gemein sind, darunter immense Stärke, die Fähigkeit, sich in eine bestialische Gestalt mit verheerenden Klauen zu verwandeln, und das Bedürfnis, Menschenfleisch zu verzehren. Er ist zudem hochintelligent und betrügerisch, wobei er seine Verwaltungsposition und sein unbedrohliches Auftreten nutzt, um seine wahre Natur und seine langfristige Strategie zu verbergen. Seine bemerkenswertesten Fähigkeiten sind nicht nur physischer Natur, sondern auch seine Fertigkeit in der Manipulation und sein tiefes Verständnis sowohl der Kifūken als auch der Shokujinki, das er nutzt, um seine Pläne zu schmieden.