TV Special
Beschreibung
Barasuisho ist ein Originalcharakter, der für die Anime-Adaption von Rozen Maiden erschaffen wurde und speziell in der zweiten Staffel, Rozen Maiden: Träumend, sowie im Prequel-OVA, Rozen Maiden: Ouvertüre, auftritt. Sie ist kein Charakter aus dem ursprünglichen Manga. Barasuisho gibt sich als die siebte Puppe der Rozen Maidens aus, doch dies ist eine Täuschung. In Wahrheit ist sie eine falsche Puppe, eine Schöpfung von Enju, einem verbitterten und eifersüchtigen Lehrling des legendären Puppenmachers Rozen. Getrieben von einem Minderwertigkeitskomplex und dem Wunsch, seinen Meister zu übertreffen, erschuf Enju Barasuisho als sein ultimatives Meisterwerk, das dazu bestimmt war, Rozens echte Puppen zu besiegen und sein eigenes Können zu beweisen. Ihre gesamte Existenz ist eine Fälschung, die dazu geschaffen wurde, das Aussehen der wahren siebten Rozen Maiden, Kirakisho, nachzuahmen, basierend auf Enjus Erinnerung an das Design.

Was das Aussehen betrifft, hat Barasuisho langes, lockiges hellviolettes oder silbrig-weißes Haar und scharfe gelbe Augen, die einen kalten Eindruck vermitteln. Sie trägt ein kunstvolles, mehrschichtiges Kleid in verschiedenen Lavendel- und Lilatönen, das an eine Blütenknospe erinnert. Ihr markantestes Merkmal ist eine mit Rosen verzierte Augenklappe, die ihr linkes Auge bedeckt, obwohl sich später herausstellt, dass ihr Auge darunter völlig normal und unversehrt ist.

Barasuishos Persönlichkeit ist geprägt von einer beunruhigenden Ruhe und einem scheinbaren Mangel an Emotionen. Sie ist schweigsam, spricht oft in kurzen, abgehackten Sätzen und hat die eigentümliche Angewohnheit, die Worte anderer Puppen, wie zum Beispiel Shinku, auf eine Weise nachzuahmen oder zu wiederholen, die sowohl spöttisch als auch entwaffnend ist. Sie zeigt keine Bevorzugung oder Empathie gegenüber den anderen Puppen und behandelt sie lediglich als Hindernisse, die beseitigt werden müssen. Diese eisige Fassade ist jedoch eine Tarnung, die eine tiefere Instabilität verbirgt. Wenn ihre Augenklappe entfernt wird, zeigt sie eine verletzlichere und emotionalere Seite, vergießt sogar Tränen, was darauf hindeutet, dass die Augenklappe als eine Art Siegel für ihre wahren Gefühle dienen könnte, das es ihr ermöglicht, die ihr aufgetragenen gewalttätigen Aufgaben auszuführen. Trotz ihrer Kälte gegenüber ihren Schwestern hegt sie eine tiefe, fast verzweifelte Loyalität und Zuneigung zu ihrem Schöpfer Enju, den sie als Vater bezeichnet. Ihre Motivationen sind untrennbar mit ihm verbunden; sie ist angetrieben, das Alice-Spiel zu gewinnen, alle Rosa Mystica zu sammeln und die ultimative Puppe zu werden, einzig um Enjus Ehrgeiz zu erfüllen und ihm Genugtuung zu verschaffen.

In der Geschichte fungiert Barasuisho als die Hauptantagonistin und wirkt als Katalysator, der das ruhende Alice-Spiel wieder in Gang setzt. Sie manipuliert aktiv andere Puppen wie Suiginto und Souseiseki, indem sie deren Wünsche und Loyalitäten ausnutzt, um den Konflikt neu zu entfachen. Um Shinku in eine Falle zu locken, verwendet sie sogar Suigintos künstlichen Geist Meimei, da sie selbst keinen eigenen Geist besitzt. Im Laufe der Serie demonstriert sie überwältigende Macht, besiegt und setzt mehrere Rozen Maidens außer Gefecht, darunter Suiseiseki, Kanaria und schließlich Shinku, und sammelt deren Rosa Mysticae. Ihre bedeutendste Beziehung ist die zu ihrem Schöpfer Enju, der den anderen Puppen zunächst als Rozen selbst erscheint. Ihre Hingabe zu ihm ist absolut, und seine Anerkennung ist ihre einzige wahre Belohnung. Nachdem sie Shinku besiegt und alle sieben Rosa Mysticae gesammelt hat, im Glauben, Enju stolz gemacht zu haben, beginnt ihr Körper zu zerbröckeln, unfähig, die immense Macht, die sie absorbiert hat, zu halten. In ihren letzten Momenten ignoriert sie Enjus verzweifelte Bitten, die Rosa Mysticae freizugeben, und ruft stattdessen weiter nach ihm, während sie in seinen Händen zersplittert.

Barasuishos Entwicklung ist subtil, aber tragisch. Sie beginnt als emotionslose, unaufhaltsame Naturgewalt, ein perfektes Instrument von Enjus Willen. Als sie sich ihrem Ziel nähert und der Kampf zu Ende geht, zeigen sich kleine Risse in ihrem Verhalten, die in der Enthüllung ihrer wahren emotionalen Verletzlichkeit unter der Augenklappe gipfeln. Ihr Ende ist nicht das eines triumphalen Bösewichts, sondern eine erbärmliche Zerstörung, ein hohler Sieg, der die Sinnlosigkeit der Suche ihres Meisters unterstreicht. Ihre bemerkenswerten Fähigkeiten drehen sich um die Erzeugung und Manipulation von violetten Kristallen. Sie kann diese Kristalle in verschiedenen Formen erschaffen, sie als scharfe Projektile abschießen, sie als Stacheln aus dem Boden formen oder zu einem Schwert für den Nahkampf gestalten. Sie zeigt auch mächtige telekinetische Fähigkeiten, wie das Zertrümmern von Glas und das Einschließen anderer Puppen in festen Kristallformationen. Trotz ihrer immensen Macht ist ihr Körper, da er eine Nachahmung und keine echte Rozen Maiden ist, von Natur aus fehlerhaft und kann letztlich die Energie eines vollständigen Satzes von Rosa Mysticae nicht aushalten.