TV-Serie
Beschreibung
Anna Nishikinomiya ist eine Hauptfigur und die primäre Antagonistin ihrer Geschichte. Sie ist 17 Jahre alt und fungiert als Schulsprecherin der Tokioka-Akademie. Sie ist die Tochter von Matsukage und Sophia Nishikinomiya, zwei einflussreichen Persönlichkeiten, die für die Durchsetzung der strengen Gesetze zur öffentlichen Moral in Japan verantwortlich sind. Da sie in dieser hyper-restriktiven Gesellschaft von einer Mutter aufgezogen wurde, die äußerst streng darauf bedacht war, alles Unzüchtige auszurotten, wuchs Anna in Bezug auf sexuelle Angelegenheiten zutiefst naiv auf. Ihre Naivität ist so ausgeprägt, dass sie nicht zwischen Angemessenem und Unangemessenem unterscheiden kann und oft offenkundig obszönes Material nicht erkennt.

Zu Beginn der Geschichte ist Anna das perfekte Vorbild dessen, was die Moralgesetze von einem Bürger erwarten: eine sanftmütige, freundliche, süße und unschuldige Person, die sich zutiefst der Wahrung der moralischen Reinheit verschrieben hat. Sie ist ein starkes und entschlossenes Mädchen, das alles Unzüchtige verabscheut und mit aller Kraft dagegen kämpft, was sie bei der gesamten Schülerschaft beliebt und bewundert macht. Ihre strenge, disziplinierte und hochmoralische Persönlichkeit führt dazu, dass sie ihre Rolle als Schulsprecherin äußerst ernst nimmt und dafür sorgt, dass ihre Schule ein Ort absoluter Tugend bleibt.

Annas gesamte Weltanschauung und Persönlichkeit durchlaufen eine drastische und extreme Verwandlung, nachdem sie eine zufällige romantische Begegnung mit Tanukichi Okuma hat, einem Jungen, den sie seit ihrer Kindheit kennt. Dieses Ereignis weckt unterdrückte Begierden in ihr, die sie völlig unfähig ist zu verstehen oder zu kontrollieren. Aufgrund ihrer extremen Verdrängung verwechselt sie die starken Gefühle der Lust mit reiner Liebe und wird davon überzeugt, dass nur wahre Liebe einen Menschen so gut fühlen lassen könne. Dies führt dazu, dass sie eine obsessive, besitzergreifende und durchgeknallte Schwärmerei für Tanukichi entwickelt. Während sie zu einem sexbesessenen Individuum wird, das nach ihm giert, behält sie paradoxerweise ihren Glauben an ihre eigene Reinheit und Tugend bei, was eine bizarre Diskrepanz zwischen ihren Handlungen und ihrer Wahrnehmung von Moral schafft. Ihr Verhalten wird zunehmend erratischer und aggressiver, angetrieben von Eifersucht und dem verzweifelten Verlangen, Tanukichi für sich zu beanspruchen, was sich oft auf gewalttätige und erschreckende Weise äußert.

Annas Hauptmotivation ist es, mit Tanukichi Okuma zusammen zu sein, den sie als das Objekt ihrer reinen Liebe betrachtet. Ihre Rolle in der Geschichte beginnt als die rechtschaffene Vollstreckerin des Sittengesetzes, die Tanukichi beauftragt, ihr bei der Jagd auf den erotischen Terroristen Blue Snow zu helfen. Nach ihrer Verwandlung wird sie jedoch zu einer unberechenbaren und gefährlichen Figur, deren Handlungen, angetrieben von ihrem verdrehten Verständnis von Liebe, oft Chaos für die anderen Figuren stiften. Sie entwickelt extreme Eifersucht, wann immer sie Tanukichi mit anderen Mädchen sieht, was zu Konfrontationen führt, bei denen sie andere mit Waffen wie Scheren und einem Messer bedroht hat.

Anna hat mehrere wichtige Beziehungen. Ihre primäre Beziehung ist die zu Tanukichi Okuma, ihrem Kindheitsfreund und dem Ziel ihrer obsessiven Zuneigung. Sie traf ihn in einer Kindertagesstätte, als sie sehr jung waren, und er war die erste Person, die nach langer Zeit mit ihr interagierte. Sie ist auch beste Freundin von Ayame Kajou, die heimlich die erotische Terroristin Blue Snow ist. Trotz ihrer Freundschaft hat Anna Ayame aus Eifersucht körperlich angegriffen und nur aufgehört, weil Ayame ihre beste Freundin ist. Ihre Eltern, Sophia und Matsukage Nishikinomiya, sind die Architekten der Moralgesetze, die sie geprägt haben, wobei ihr Vater ein kalter und pragmatischer Politiker ist, der nicht erkennt, wie seine strengen Ideen seine Familie beeinflussen.

Anna durchläuft eine bedeutende und dramatische Charakterentwicklung. Sie beginnt als das ideale reine Mädchen und das perfekte Produkt der restriktiven Gesellschaft. Ihr versehentlicher Kuss mit Tanukichi öffnet eine Schleuse unterdrückter Sexualität, was dazu führt, dass sie zu einer Yandere verfällt – einer Person, die zunächst liebevoll und süß ist, aber besitzergreifend und gewalttätig wird. Im Laufe der Serie intensiviert sich ihre Besessenheit, was zu berüchtigten Taten führt, wie Tanukichi Kekse zu geben, die mit ihrem sogenannten Liebesnektar gebacken wurden, und zu versuchen, Selbstmord zu begehen, nachdem sie glaubte, von einem anderen Mann erregt worden zu sein. Gegen Ende des Handlungsbogens, nachdem Tanukichi seine Liebe zu Ayame gestanden hat, wird Anna zurückgewiesen. Überraschenderweise akzeptiert sie seine Gefühle und kehrt zu einem normalen Mädchen zurück, was eine Fähigkeit zur Weiterentwicklung und Akzeptanz zeigt.

Anna besitzt mehrere bemerkenswerte Fähigkeiten. Sie hat übermenschliche Stärke bewiesen, die es ihr ermöglicht, einen Türknauf von einer Tür zu brechen und aus Eifersucht durch einen Zaun zu brechen. Sie hat auch als Kind einen schwarzen Gürtel in Judo erlangt und Klavierwettbewerbe gewonnen, was eine Geschichte hoher Leistungsfähigkeit und körperlicher Stärke zeigt. Ihre charakteristischste Eigenschaft ist jedoch keine konventionelle Fähigkeit, sondern ihre extreme sexuelle Naivität, die, kombiniert mit ihren erwachten Begierden, sie sowohl unberechenbar als auch gefährlich beharrlich macht.
Besetzung