TV-Serie
Beschreibung
Chamot Rosso, in der Anime-Adaption oft einfach Chamot genannt, ist eine zentrale Figur der Serie als eine der auserwählten Sechs Tapferen. Sie trägt den Titel der Heilige der Sümpfe und gilt weithin als die mächtigste Kriegerin ihrer Ära, deren Stärke der Legende nach in der gesamten Geschichte nur von der Heiligen der Einzelblüte übertroffen wird.

Zum Zeitpunkt der Handlung ist Chamot ein junges Mädchen von vierzehn Jahren, das seine Kräfte vor etwa sieben Jahren erhalten hat. Ihr äußeres Erscheinungsbild ist etwas trügerisch, da sie als gebrechlich beschrieben wird, mit kurzem braunem Haar und grünen Augen. Ihre typische Kleidung besteht aus einem grünen Rüschenkleid mit einem rot-schwarz karierten Innenfutter, ergänzt durch einen dazu passenden Narrenhut, weiße Shorts sowie rot-schwarze Schuhe. Fast immer trägt sie einen grünen Fuchsschwanz in der Hand, ein entscheidendes Werkzeug für ihre Fähigkeiten.

Chamots Persönlichkeit ist komplex und oft herausfordernd für ihre Umgebung. Sie wird als egoistisch, impulsiv, unkooperativ und leicht gelangweilt oder verärgert dargestellt. Ihr Verhalten ist für ihr Alter außergewöhnlich kindisch und unreif, da sie häufig in der dritten Person von sich spricht und jeder Laune folgt, ohne die Konsequenzen oder die Anweisungen anderer zu bedenken. Dieses Verhalten wurzelt in einem immensen Stolz und Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten, was sie glauben lässt, dass nur wenige ihr an Macht gleichkommen. Ein besonders gefährlicher Aspekt ihrer Persönlichkeit ist ihre beiläufige Bereitschaft, Folter oder Tötung einzusetzen, wenn jemand sie stört oder verärgert, was eine sadistische und blutrünstige Seite offenbart. Dies, kombiniert mit ihrer grotesken Macht, macht sie nicht nur für ihre Feinde, sondern auch für ihre Mitstreiter zu einer gefürchteten Figur.

Trotz dieser beunruhigenden Züge ist Chamot nicht völlig ohne Moral. Sie zeigt echte Bestürzung und Verwirrung, als sie von einem Plan erfährt, der eine große Anzahl von Menschen opfern würde, was darauf hindeutet, dass sie ein gewisses Gespür für Recht und Unrecht besitzt. Ihre erlösendste Eigenschaft ist ihre tiefe Zuneigung zu ihren beschworenen Kreaturen, die sie ihre Haustiere nennt. Sie wird äußerst wütend auf jeden, der ihnen Schaden zufügt. Die einzige Person, die ihre gewalttätigen Impulse zu kontrollieren scheint, ist Mora, die Anführerin der Heiligen, die Chamot respektiert und fürchtet und die sie als gruselige Dame bezeichnet. Mora, die als ihre direkte Vorgesetzte fungiert, kann ihren Tötungsdrang unterdrücken, und Chamot ist ihr gegenüber bemerkenswert gehorsam.

Chamots Hauptmotivation im Laufe der Geschichte ist einfach: den Dämonengott zu besiegen. Ihre Methoden und Überlegungen sind jedoch oft brutal simpel. Wenn der Verdacht auf einen der Tapferen fällt, ein Verräter zu sein, ist ihre sofortige Lösung, Gewalt anzuwenden, entweder durch Folter des Verdächtigen, um Informationen zu erhalten, oder durch dessen sofortige Tötung, um das Problem zu beseitigen. Als die Gruppe den Hochstapler nicht identifizieren kann, schlägt sie frustriert vor, es sei einfacher, alle anderen zu töten und allein gegen den Dämonengott zu kämpfen. Diese Perspektive entspringt ihrem absoluten Vertrauen in ihre Macht und ihrem Mangel an Geduld für Teamarbeit oder Ermittlungen.

Ihre Rolle in der Geschichte ist die einer unberechenbaren, aber unbestreitbar wirksamen Waffe für die Gruppe. Sie ist eine Schlüsselkriegerin, auf deren Stärke oft gezählt wird, um den Verlauf einer Schlacht zu wenden. Ihre unberechenbare Natur und ihre blutrünstigen Tendenzen machen sie jedoch zu einer ständigen Quelle innerer Konflikte, da die anderen Tapferen sich ebenso vor ihr in Acht nehmen müssen wie vor ihren äußeren Feinden. Ihre Bedeutung für das Überleben der Gruppe ist immens, wie sich zeigt, als ihr Rückzug aus einem Kampf, weil ihre Haustiere verletzt wurden, direkt zum Rückzug der Tapferen führt.

Chamot hat mehrere wichtige Beziehungen, die ihre Interaktionen prägen. Ihre Bindung zu Mora ist die bedeutendste, da sie Mora bedingungslos vertraut und eine der wenigen Personen ist, die sie nicht töten würde. Mora ist die Einzige, die ihr rücksichtsloses Verhalten zügeln kann. Sie entwickelt eine freundschaftliche Beziehung zu Hans, dem selbsternannten größten Attentäter der Welt, den sie liebevoll Neko-san (Herr Katze) nennt. Sie scheint Respekt vor seinen Fähigkeiten zu haben. Im krassen Gegensatz dazu hegt sie einen intensiven und persönlichen Hass auf Fremy, die Tapferentöterin. Diese Feindschaft rührt von einer früheren Begegnung her, bei der Fremy nicht nur eines von Chamots geliebten Haustieren tötete, das sich opferte, um Chamot zu retten, sondern auch die einzige Person wurde, die jemals erfolgreich vor Chamot fliehen konnte. Diese Kombination von Ereignissen schürt ihren tiefen Drang, Fremy zu töten, während Fremy wiederum Angst vor Chamot hat. Ihre anfängliche Beziehung zum Protagonisten Adlet ist negativ, da sie eine Abneigung gegen ihn entwickelt, als er Fremy verteidigt, was sie dazu veranlasst, ihn schnell für den Verräter zu halten.

Im Laufe der Erzählung macht Chamot eine gewisse Charakterentwicklung durch. Während sie zunächst als einsame und arrogante Figur beginnt, die niemandem außer Mora vertraut, beginnt sie langsam, andere Bindungen einzugehen, wie ihre Freundschaft mit Hans. Ihre Erfahrungen zwingen sie, wenn auch widerwillig, mit anderen zusammenzuarbeiten, und sie beginnt, sich auf ihre Gefährten zu verlassen, was einen Wandel zeigt: Sie betrachtet sie nicht länger als Hindernisse, sondern erkennt sie als notwendige Verbündete an. Ihr Weg führt von einer Position isolierter Macht hin zu einem stärker integrierten, wenn auch immer noch unberechenbaren Mitglied eines Teams.

Chamots bemerkenswerte Fähigkeiten sind ebenso grotesk wie mächtig. Als Heilige der Sümpfe fungiert ihr Magen als eine tatsächliche Sumpfdimension, in der sie alle Kreaturen beherbergt, die sie verschlungen hat. Anstatt normal zu essen, verschluckt sie Tiere und Kyouma, die sie interessieren, und hält sie in sich lebendig. Diese Kreaturen, die sie ihre Haustiere nennt, können in ihrem Körper modifiziert, verstärkt und geheilt werden. Um sie in den Kampf zu rufen, benutzt sie ihren grünen Fuchsschwanz, um Erbrechen auszulösen, wobei sie das Sumpfwasser und ihre Diener wieder auswürgt. Ihre Haustiere reichen in der Größe von kleinen Spähmäusen bis hin zu massiven Kampfbestien, und sie kann über siebzig von ihnen auf einmal beschwören und so effektiv eine persönliche Armee befehligen. Diese Haustiere sind ihr völlig ergeben, opfern sich, um sie zu beschützen, und besitzen eine starke Regenerationsfähigkeit, die es ihnen ermöglicht, sich innerhalb von Sekunden von den meisten tödlichen Wunden zu erholen. Da ihre Haustiere aquatische Lebensformen sind, haben sie eine entscheidende Schwäche gegenüber Feuer und extremer Hitze. Chamot selbst ist während des Beschwörungsprozesses verwundbar, da sie für kurze Zeit wehrlos ist, während sie sich erbricht und ihre Diener materialisieren. Das schiere Ausmaß ihrer Macht wird durch vergangene Ereignisse veranschaulicht: Sie tötete einmal versehentlich einen Gegner in einem Kampfsportturnier, woraufhin alle anderen Teilnehmer sofort aufgaben, was ihr den Meistertitel kampflos einbrachte. Wenn sie außerdem andere Heilige trainiert, muss sie gegen mehrere mächtige Heilige gleichzeitig kämpfen, während sie ihre Macht bewusst zurückhält, um sie nicht zu töten.