TV-Serie
Beschreibung
Hidetada Tokugawa erscheint in der Anime-Adaption der Samurai Warriors-Reihe als Sohn und Nachfolger des mächtigen Daimyo Tokugawa Ieyasu. Seine Figur ist vor allem durch den enormen Druck geprägt, dem legendären Ruf seines Vaters gerecht zu werden, und die Frustration, die daraus entsteht, ständig an diesem unmöglichen Standard zu scheitern. Äußerlich wird er mit einem großen, schweren Körperbau und einem Gesicht dargestellt, das stumpf wirken kann, was einen starken Kontrast zu dem ernsteren und schlankeren Design bildet, das er in späteren Videospiel-Darstellungen erhalten würde.

Was die Persönlichkeit betrifft, wird Hidetada als arrogant, aufbrausend und anfangs töricht dargestellt. Er blickt auf seine Rivalen herab, insbesondere auf den Sanada-Clan und den berühmten Krieger Yukimura Sanada, und begegnet ihnen mit offener Verachtung. Diese Arroganz verbirgt jedoch eine tiefsitzende Unsicherheit und eine echte Abneigung gegen den Krieg. Er fühlt sich nicht geeignet, der Erbe eines Shoguns zu sein, und beklagt sich oft über die Lasten, die ihm auferlegt werden. Er trifft militärische Entscheidungen nur langsam, und seine Strategien sind oft unbeholfen, was zu schlechten Ergebnissen auf dem Schlachtfeld führt.

Hidetadas Hauptmotivation ist der verzweifelte Wunsch, seinen Vater stolz zu machen und sich den Respekt seiner Gefolgsleute zu verdienen. Er glaubt, dass er sich auf dem Schlachtfeld beweisen muss, um Ieyasu näherzukommen. Dies führt dazu, dass er Herausforderungen annimmt, die er nicht bewältigen kann, wie etwa die Führung von Belagerungen gegen intelligentere und erfahrenere Gegner. Seine Rolle in der Geschichte ist weitgehend mit seinen wiederholten Misserfolgen verbunden, vor allem mit seinem katastrophalen Versuch, die Burg Ueda zu belagern, eine demütigende Niederlage, für die er die Verachtung seines Vaters erntet. Dieses Scheitern wird zu einem prägenden Ereignis, das ihn wütend auf die Sanada-Brüder macht und ihn dazu bringt, wann immer möglich Rache an ihnen zu suchen.

Seine bedeutendste Beziehung ist die zu seinem Vater Ieyasu. Er verbringt viel Zeit damit, Ieyasus Anerkennung zu gewinnen, wird aber ständig für seine Inkompetenz gescholten. Eine weitere wichtige Beziehung entwickelt sich zu Sanada Nobuyuki, den er zunächst hasst, weil er einer niedrigeren sozialen Schicht angehört. Nachdem er von Nobuyuki gerettet und ermutigt wurde, taut Hidetada schließlich auf und gesteht ihm seine wahren Gefühle über seine Unzulänglichkeiten. Nobuyuki gibt ihm das Selbstvertrauen zu glauben, dass sein Vater zwar für den Krieg geeignet war, Hidetada aber für den Frieden, was zu einem Wendepunkt für die Figur wird.

Die Figur durchläuft eine bemerkenswerte Entwicklung. Anfangs ein tollpatschiger und scheinbar inkompetenter Narr, beginnt er schließlich, seine eigenen Fähigkeiten zu verstehen. In der zweiten Hälfte der Geschichte gesteht er seinen Hass auf den Krieg und das Gefühl, eine schlechte Wahl als Erbe zu sein. Nachdem er Ermutigung erfahren hat, reift er und riskiert sein Leben, um seinen Vater zu retten, was zeigt, dass er über die einfache Arroganz hinausgewachsen ist. Selbst in der letzten Schlacht beweist er seinen Wert, indem er Ieyasu zu Hilfe eilt, als der ältere Tokugawa von feindlichen Truppen in die Enge getrieben wird. Was die Fähigkeiten betrifft, kämpft Hidetada mit einem standardmäßigen japanischen Schwert. Sein Kampfstil wird als langsam und unbeholfen beschrieben, der auf roher Gewalt und der Stärke seiner Angriffe beruht, was zu seiner tollpatschigen und direkten Persönlichkeit passt.