TV-Serie
Beschreibung
Emma Bronson ist eine Nebenfigur im Universum von CROSS ANGE Rondo of Angel and Dragon. Sie wird als Generalinspekteurin von Arzenal vorgestellt, einem abgelegenen Militärstützpunkt, auf dem die sogenannten Norma gezwungen werden, mechanische Waffen namens Para-mail zu steuern, um gegen interdimensionalen Drachen zu kämpfen. Was Emma von fast allen anderen auf der Insel unterscheidet, ist, dass sie keine Norma ist; sie ist eine Bürgerin des Königreichs Rosenblum und eine Nutzerin des Lichts von Mana, einer magischen Energie, die die Grundlage der fortschrittlichen, scheinbar utopischen Zivilisation der Welt bildet.

Als einzige Mana-Nutzerin auf dem Stützpunkt hat Emma den Hintergrund einer Elite-Bürokratin, die vom Norma-Management-Komitee entsandt wurde, um den Betrieb des Stützpunkts zu überwachen. Sie ist an ihren grünen Haaren, ihrer Brille und ihrer weißen Spitzmütze zu erkennen, einer Kleidung, die ihren Status als Außenseiterin und Autoritätsperson kennzeichnet. Ihre Anwesenheit in Arzenal ist eine tägliche Erinnerung an die tiefe Klassenspaltung in ihrer Gesellschaft, da sie die Welt repräsentiert, die die Norma verstoßen hat.

Emmas Persönlichkeit ist geprägt von einer strikten Einhaltung von Regeln und einem klaren, wenn auch anfangs weniger virulenten, Gefühl der Diskriminierung gegenüber den Norma. Sie ist eine professionelle Bürokratin, die von den Piloten absolute Disziplin verlangt und versucht, in einer Umgebung, die sie als chaotisch und unzivilisiert ansieht, Ordnung durchzusetzen. Sie äußert offen ihre Überzeugung, dass Norma asoziale, gewalttätige, ungebildete und schmutzige Wesen seien. Ihre Verachtung ist jedoch eher bürokratisch als sadistisch; sie neigt zu Frustration und Panik und ist leicht aus der Fassung zu bringen durch Regelbrecher wie die Protagonistin Ange. Trotz ihrer Vorurteile zeigt sie Ansätze von Gewissen und einer mitfühlenderen Seite, etwa wenn sie sich um Momoka sorgt, eine andere Mana-Nutzerin, die Anges Dienerin wird.

Ihre Hauptmotivation in der ersten Hälfte der Geschichte ist es, ihre Pflicht kompetent zu erfüllen und die Kontrolle über den Stützpunkt zu behalten. Sie respektiert die Befehlskette und hat ein gutes Arbeitsverhältnis mit Jill, der Kommandantin von Arzenal, was zeigt, dass ihr Respekt vor Autorität ihre Voreingenommenheit mildern kann. Ihre Rolle ist weitgehend die einer Antagonistin und eines Symbols der unterdrückerischen, von Mana regierten Gesellschaft. Sie liegt ständig im Konflikt mit der rebellischen Ange, deren Weigerung, ihren Status als Norma zu akzeptieren, Emma endlose Kopfschmerzen bereitet und ihre Autorität untergräbt. Ihre Position ist eher administrativ als aktiv, und sie wird oft dabei gezeigt, wie sie die Piloten überwacht und ihren Vorgesetzten Bericht erstattet.

Schlüsselbeziehungen definieren ihren Handlungsbogen. Ihre Dynamik mit Kommandantin Jill ist von gegenseitigem professionellem Respekt geprägt, obwohl Emma oft nicht das Ausmaß von Jills eigenen geheimen Plänen gegen die Mana-Welt kennt. Ihre Beziehung zu Ange ist von gegenseitiger Frustration geprägt; Emma sieht Ange als das ultimative Problemkind, während Ange Emma als eine kleinliche, machtlose Funktionärin betrachtet. Eine bedeutende Beziehung ist die zu Maggie, einer Norma, die ihr trotz Emmas Vorurteilen in einem Moment extremer Krise Freundlichkeit zeigt.

Emma durchläuft im Laufe der Geschichte eine drastische und transformative Entwicklung. Ihre Welt bricht zusammen, als sie direkt der Aura eines Drachens ausgesetzt wird, was bei ihr eine schwere Phobie auslöst, die sie verängstigt und traumatisiert zurücklässt. Der entscheidende Moment ihrer Entwicklung tritt ein, als die Mana-Welt, der sie treu gedient hat, sie verrät. Während eines Angriffs auf Arzenal durch das von Mana geführte Misurugi-Kaiserreich wird sie zusammen mit den Norma, die sie verurteilt hatte, zur Hinrichtung freigegeben. Sie schreit verzweifelt: „Hilfe! Ich bin keine Norma!“, aber die Soldaten versuchen trotzdem, sie zu töten. Es ist Maggie, die ihr das Leben rettet, indem sie sie in Sicherheit zieht. Dieser tiefgreifende Verrat zerbricht ihre Identität und zwingt sie, mit den Norma an Bord des Schiffs Aurora zu fliehen.

Danach erlebt Emma einen vollständigen psychologischen Zusammenbruch. Ihres Status beraubt und unfähig, ihren Vater zu kontaktieren, wird sie zu einem depressiven, alkoholkranken Wrack, das ihre Tage damit verbringt, in einer Ecke des Schiffs zu trinken. Dieser Tiefpunkt führt jedoch zu ihrer letztendlichen Erlösung. Gezwungen, als Flüchtling unter denen zu leben, die sie einst als unmenschlich betrachtete, legt sie nach und nach ihre eingefleischten Vorurteile ab. Als sie die verheerende Wahrheit erfährt, dass das Licht von Mana lediglich ein Kontrollsystem war, das vom Hauptantagonisten Embryo geschaffen wurde, und dass die Norma die wahren, unverdorbenen Menschen waren, ist sie völlig am Boden zerstört, aber letztendlich befreit. Sie erkennt ihre eigenen Fehler und schließt sich aus freiem Willen der Widerstandsgruppe Libertas an, womit sie eine der wenigen Mana-Nutzerinnen wird, die aktiv gegen die alte Ordnung kämpfen.

Was bemerkenswerte Fähigkeiten betrifft, ist Emma eine Nutzerin des Lichts von Mana, das es ihr ermöglicht, verschiedene Aufgaben wie das Materialisieren von Objekten und die Erleichterung der Kommunikation auszuführen. Abgesehen von dieser grundlegenden Mana-Funktionalität besitzt sie jedoch keine Kampffähigkeiten, Pilotenfertigkeiten oder taktische Kompetenz. Ihre anfängliche Macht leitet sich vollständig aus ihrer sozialen Position ab. Im Verlauf der Geschichte werden ihre Fähigkeiten hinfällig, und sie findet eine neue, bescheidenere Rolle in den letzten Schlachten, indem sie als Operatorin oder bei mechanischen Aufgaben hilft. Emma Bronson dient letztlich als Charakterstudie darüber, wie Privilegien und Vorurteile mit Machtsystemen verbunden sind und wie ein Mensch sich ändern kann, wenn dieses System ihn verlässt.
Besetzung