TV-Serie
Beschreibung
Charlotte Belew ist eine prominente Figur in der Erzählung der Anime- und Light-Novel-Serie Unbreakable Machine-Doll. Sie ist eine siebzehnjährige Schülerin im zweiten Jahr an der Walpurgis Royal Academy of Machinart, wo sie den prestigeträchtigen Rang der Nr. 6 in der Night Party innehat, dem wichtigsten Wettbewerb der Akademie für Puppenspieler. Ihr offizieller Registrierungscode für den Wettbewerb entwickelt sich von „Tyrant Rex“, was „君臨之暴虐“ oder „Tyrannischer Herrscher“ bedeutet, nach einem bedeutenden Sieg zu „Valiant Rex“. Innerhalb der Akademie hat ihr aggressives Verhalten ihr die Spitznamen T-Rex oder Drachenmädchen eingebracht.

Charlotte stammt aus einer verfallenen Adelsfamilie, den ehemaligen Earls of Belew in England. Ihr Vater war Edgar Belew und ihre Mutter Mireille, eine ehemalige französische Schauspielerin. Die Familie verlor ihren Status und ihr Vermögen nach einem Vorfall, bei dem eines ihrer Automaten außer Kontrolle geriet und einen angesehenen Gast verletzte. Dieses Ereignis führte zur Beschlagnahmung der meisten Automaten der Familie, zerstreute Charlottes Verwandte und brachte sie in eine schwierige Lage. Eine Schlüsselfigur in ihrer Vergangenheit ist ihre jüngere Schwester Henriette Belew, auch bekannt als Anri, für die Charlotte eine tiefe und beschützende Liebe hegt.

Charlottes bestimmende Motivation ist die Wiederherstellung des zerstörten Erbes ihrer Familie. Sie ist getrieben, die Night Party zu gewinnen und den Titel „Weiser“ zu beanspruchen, in dem Glauben, dass der damit verbundene Ruhm und die Macht es ihr ermöglichen werden, ihre Familie wieder zu vereinen und die gestohlenen „Eves Hearts“ – die magischen Kerne – der Automaten ihrer Familie zurückzukaufen. Dieser singuläre Fokus bildet den Kern ihrer Handlungen im Laufe der Geschichte.

Was die Persönlichkeit betrifft, wird Charlotte meist als archetypischer Tsundere beschrieben, der zunächst hochmütig, reizbar und schnell wütend erscheint. Sie ist ungestüm und hat den Ruf rücksichtsloser Gewalt, eine Folge vergangener Traumata und ein Abwehrmechanismus, um andere auf Distanz zu halten, da sie sie als Hindernisse für ihre Ziele betrachtet. Ihre feindselige Fassade verbirgt ein tiefsitzendes Gefühl der Einsamkeit, einen Minderwertigkeitskomplex, der aus dem Fall ihrer Familie resultiert, und eine tiefgreifende Verletzlichkeit. Trotz ihrer stacheligen Art zeigt sie eine Fähigkeit zu großer Fürsorge und Loyalität, sobald ihr Vertrauen gewonnen ist. Ein ungewöhnlicherer Aspekt ihrer Persönlichkeit ist eine Tendenz zur „Fujoshi“ oder „verdorbenen Frau“, die ein Interesse an männlich-männlichen Beziehungen zeigt, wie im Quellenmaterial vermerkt.

Charlottes Rolle in der Geschichte entwickelt sich durch wichtige Beziehungen und Ereignisse erheblich weiter. Ihr anfängliches Misstrauen gegenüber anderen wird vom Protagonisten Raishin Akabane herausgefordert. Während des „Cannibal Candy“- oder „Magic Eater“-Vorfalls wird sie von ihrer eigenen ersten Liebe, Felix Kingsfort, fälschlicherweise beschuldigt, eine Kriminelle zu sein, der sie manipulierte, um als sein Sündenbock zu dienen. Als sie in Verzweiflung verfällt, ist Raishin der Einzige, der unbeirrt an ihre Unschuld glaubt. Sein unerschütterliches Vertrauen und seine Erklärung, dass er bereit ist, sich von ihr „mitreißen zu lassen“, bewegen sie zutiefst, sodass sie starke romantische Gefühle für ihn entwickelt. Aus Dankbarkeit schenkt sie ihm ein wertvolles Erbstück: den Schutzamulett ihrer Großmutter gegen Geistermagie. Dieses Ereignis markiert einen großen Wendepunkt, an dem sie beginnt, sich von einer einsamen, stolzen Rächerin in jemanden zu verwandeln, der anderen vertrauen und sich um sie kümmern kann.

Ihre Beziehung zu ihrer jüngeren Schwester ist ebenso zentral für ihren Charakterbogen. Henriette wird als Geisel genommen und benutzt, um Charlotte zu gefährlichen Aufgaben zu zwingen, einschließlich eines Attentatsversuchs auf den Schulleiter der Akademie. Dieser Zwang ist der Grund für Charlottes verdächtiges Verhalten und die anschließenden Selbstmordversuche ihrer jüngeren Schwester, die von dem Wunsch getrieben sind, Charlotte von dieser Last zu befreien. Mit Raishins Hilfe kann Charlotte ihre Schwester retten und die Krise lösen, ihre angespannte Beziehung kitten und das Trauma überwinden, das sie heimgesucht hatte. Diese Erfahrungen treiben ihre Entwicklung voran, weg davon, ein bloßes Werkzeug zur Wiederbelebung der Familie zu sein, hin zur Schmiedung eines unabhängigen Weges und einer eigenen Identität.

Charlottes bemerkenswerte Fähigkeiten sind eng mit ihrem einzigartigen Automaten Sigmund verbunden. Im Gegensatz zu den meisten modernen Automaten ist Sigmund eine verbotene, lebende Waffe, die seit Generationen in der Familie Belew weitergegeben wird. Die Kreatur ähnelt einem großen Drachen mit goldenen Schuppen und zwei Flügelpaaren. Der Legende nach war Sigmund ein wütender Drache, der von einem von Charlottes Vorfahren besiegt und gezähmt wurde. Seine primäre offensive Fähigkeit ist eine verheerende Lichtkanone namens Magic Sword, die eine enorme Menge magischer Energie zum Abfeuern verbraucht. Charlotte behandelt Sigmund nicht als Werkzeug, sondern als geschätztes Mitglied ihrer zerrütteten Familie, und er dient sowohl als ihr Beschützer als auch als ihr vertrautester Begleiter. Ihre Fähigkeit, eine so mächtige und alte Maschine zu kontrollieren, ist ein Zeugnis ihres eigenen hohen Könnens und ihrer magischen Kapazität als Puppenspielerin.