TV-Serie
Beschreibung
Hare Menjou ist eine sechzehnjährige Schülerin der Tennozu-Oberschule und eine zentrale Nebenfigur in der Erzählung. Sie ist eine langjährige Freundin und Klassenkameradin des Protagonisten Shu Ouma, den sie seit der Mittelschule kennt und mit dem sie im selben Wohnhaus lebt. Als Mitglied des Filmforschungsclubs der Schule ist sie oft zusammen mit ihren engen Freunden zu sehen, darunter Souta Tamadate und Kanon Kusama.

Was ihre Persönlichkeit betrifft, ist Hare von einer aufrichtig freundlichen und unbeschwerten Natur geprägt. Sie ist stets fröhlich und unterstützend und fungiert oft als Quelle der Wärme und Normalität im Gegensatz zu den zunehmend chaotischen Ereignissen um sie herum. Dieses angeborene Mitgefühl ist ein prägendes Merkmal; sie macht sich oft Sorgen um Shus soziales Ansehen und schimpft mit ihm, weil er anderen Gefühlen gegenüber begriffsstutzig oder unsensibel ist. Trotz ihrer unschuldigen Fassade zeigt sie eine verspielte und etwas perverse Seite und macht oft kühne Bemerkungen über ihre Zuneigung zu Shu. Ihre wichtigste persönliche Motivation ist ihre tiefe, unerwiderte romantische Liebe zu Shu. Dies führt zu einer stillen Rivalität mit Inori Yuzuriha, obwohl Inori selbst sich dessen weitgehend nicht bewusst zu sein scheint. Während sie Eifersucht gegenüber Inori empfindet, da sie glaubt, keine Chance zu haben, wenn Shu sie liebt, ist Hares Hingabe letztlich selbstlos. Sie bleibt Shu gegenüber unerschütterlich loyal, selbst wenn seine Handlungen andere dazu bringen, sich gegen ihn zu wenden, und sie glaubt stets an seine grundlegende Güte.

Hares Hauptrolle in der Geschichte ist die eines emotionalen Ankers und einer Vertrauten für Shu. Sie ist eine der ersten Schüler, die seine geheime Kraft entdecken, und bleibt ihm in seinen Kämpfen unterstützend zur Seite. Ihre Funktion entwickelt sich von einer einfachen Kindheitsfreundin mit einem Schwarm zu einer entscheidenden Figur in Shus Charakterentwicklung. Ein wichtiger Wendepunkt tritt ein, als Shu, überwältigt von Trauer und von Inori getrennt, versucht, Hare zu küssen. Sie weist ihn zurück, ohrfeigt ihn und zwingt ihn dazu, sich einzugestehen, dass er sie nur als Ersatz benutzt, und hilft ihm so, seine Entschlossenheit wiederzuerlangen. Ihre bedeutendsten Beziehungen sind die zu Shu und später zu Ayase Shinomiya, die sie nach dem Tod von Gai Tsutsugami tröstet und schnell eine starke Freundschaft mit ihr schließt. Ihre Rolle in der Erzählung wird letztlich zu einem tragischen Katalysator.

Bemerkenswerte Fähigkeiten sind direkt mit ihrer Persönlichkeit verbunden. Als jemand mit der Macht, Voids hervorzurufen, kann Shu Hares einzigartigen Void materialisieren, bekannt als die Liebenden-Bandagen. Ihre fürsorgliche Natur widerspiegelnd, nimmt dieser Void die Form langer, weißer Bandagen an, die die bemerkenswerte Fähigkeit besitzen, jeden Gegenstand zu reparieren oder jede Verletzung zu heilen. Bei Gebrauch wickelt er sich um das Ziel und strahlt ein warmes Leuchten aus, das Schäden rückgängig macht. Ihr Void gilt als außergewöhnlich mächtig und erhält eine hohe Bewertung von 1832, die mehrere andere Schlüsselfiguren übertrifft.

Hares Entwicklung gipfelt in einem Moment tiefgreifender Aufopferung, als eine Mission zur Rückholung von Schülern schiefgeht. Sie wird von einer Explosion erfasst und, obwohl tödlich verwundet, benutzt sie ihren Void, um Shu zu heilen, der weitaus schwerer verletzt ist. Während sie ihre Kraft einsetzt, gesteht sie ihm ihre Liebe und erinnert sich an ein Kindermärchen über einen gütigen König, der alles weggab, und sagt Shu, dass er sie an diesen König erinnere und dass sie glaube, er werde ein guter Herrscher sein. Bevor sie fertigsprechen kann, zerstört ein GHQ-Hubschrauber ihren Void, wodurch ihr Körper durch das Apokalypse-Virus schnell zu kristallisieren beginnt und zersplittert. Ihr Tod hat eine unmittelbare und verheerende Wirkung auf Shu, zerbricht seine Psyche und treibt ihn auf einen dunklen, tyrannischen Pfad, der dem gütigen König, der er ihrer Meinung nach sein könnte, direkt widerspricht. Ihr Opfer bleibt jedoch die Tat, die sein Leben rettet und ihr Vermächtnis als der bedeutendste emotionale Wendepunkt der Geschichte festigt.