OVA
Beschreibung
Alice Sakaguchi, auch bekannt als Ancolie, ist eine zentrale Figur in der Erzählung. Sie wird als schüchterne und ruhige Oberschülerin eingeführt, die kürzlich aus einer friedlichen Stadt in Hokkaido nach Tokio gezogen ist – eine Umgebung, die sie wegen ihrer Abwesenheit von Umweltverschmutzung und ihrer Ruhe vermisst. Zunächst erscheint sie als sanftes und einfühlsames Mädchen, das tiefes Mitgefühl für Tiere und Pflanzen empfindet. Diese Sensibilität macht sie besonders anfällig für die grausamen Streiche ihrer achtjährigen Nachbarin Rin Kobayashi, die sie vom ersten Treffen an gnadenlos hänselt.

Alices Persönlichkeit ist von einer nachdenklichen und vorsichtigen Art geprägt, die von anderen oft als passiv wahrgenommen wird, obwohl sie tatsächlich sehr widerstandsfähig und reif ist. Ihre zentrale Motivation während der gesamten Geschichte ist eine tief verwurzelte Angst davor, ihre Identität zu verlieren. Sie ist die Reinkarnation von Mokuren, einer schönen und mächtigen Mondwissenschaftlerin, aber Alice fürchtet, dass sie aufhören wird, sie selbst zu sein, wenn sie die Erinnerungen ihres früheren Lebens vollständig annimmt. Diese Angst veranlasst sie, sich an den gemeinsamen „Mondträumen“, die sie mit den anderen reinkarnierten Wissenschaftlern verbinden, nicht zu beteiligen, und sie versucht sogar, ein normales Leben zu führen, indem sie dem Schulchor beitritt, anstatt ihre geheimen Treffen zu besuchen.

Trotz ihres Widerstands ist Alices Rolle in der Geschichte als Reinkarnation Mokurens entscheidend. Ihre Verbindung zu ihrem früheren Leben manifestiert sich durch bemerkenswerte Fähigkeiten, vor allem eine Kiches-Sarjalian-Kraft, die sie bewahrt hat. Sie kann mit Pflanzen und Tieren kommunizieren und besitzt die außergewöhnliche Fähigkeit, Pflanzen durch Singen schnell wachsen zu lassen – eine Fertigkeit, die sich oft unwillkürlich zeigt, wenn sie verzweifelt ist. In ihrem früheren Leben auf dem Mond war Mokuren eine Biologin, deren Gesang die gesamte Mondbasis mit Unkraut überwuchern lassen konnte, und diese Kraft ist untrennbar mit Alices emotionalem Zustand in der Gegenwart verbunden.

Ihre Schlüsselbeziehungen treiben einen Großteil der Handlung voran. Die bedeutendste ist ihre komplexe Bindung zu Rin Kobayashi, der die Reinkarnation des gequälten Wissenschaftlers Shion ist. Nach einem tragischen Unfall, bei dem Alice Rin ohrfeigt und er von einem Balkon stürzt, erwacht er aus einem Koma mit vollständigen Erinnerungen an sein früheres Leben und erpresst Alice daraufhin in eine Verlobung. Während sie sich anfangs nur als Nachbarin um ihn kümmert, entwickelt Alice später echte romantische Gefühle für ihn und ignoriert den beträchtlichen Altersunterschied von neun Jahren. Sie wird auch zum Objekt der Zuneigung für Jinpachi Ogura, die Reinkarnation von Gyokuran, was weitere Spannungen innerhalb der Gruppe der Reinkarnierten erzeugt. Später in der Geschichte erweist sich Alice als Quelle der Stärke und des Verständnisses, etwa als sie sich aus Rins Gefangenschaft befreit und versucht, seine gequälte Psyche zu verstehen, was ihr tiefes Mitgefühl zeigt.

Im Laufe der Serie durchläuft Alice eine bedeutende Entwicklung, während sie ihr gegenwärtiges Selbst mit ihrer Vergangenheit in Einklang bringt. Sie hört schließlich auf, Mokurens Erinnerungen abzulehnen, und lernt, sie in ihre eigene Identität zu integrieren, ohne von ihnen vereinnahmt zu werden. Sie wandelt sich von einem Mädchen, das passiv versucht, ihrem Schicksal zu entgehen, zu jemandem, der aktiv die Traumata der Vergangenheit konfrontiert, um denen zu helfen, die sie liebt. Diese Entwicklung gipfelt in ihrer Zukunft; in der Fortsetzungsreihe, die fünfzehn Jahre später spielt, ist Alice mit Rin verheiratet und hat zwei Kinder, Ren und Chimako, und hat sich ein glückliches Leben aufgebaut, das die Tragödien sowohl ihres gegenwärtigen als auch ihres früheren Lebens überwindet.