Film
Beschreibung
Karl Haushofer ist eine Figur aus dem Film Fullmetal Alchemist: The Movie - Conqueror of Shamballa aus dem Jahr 2005, der die Handlung der Anime-Fernsehserie von 2003 fortsetzt. Im Film wird er als ehemaliger deutscher General dargestellt, der nach seinem Ausscheiden aus der Armee Professor für Geographie und Geopolitik an der Universität München wird.

Haushofer wird als jemand eingeführt, der ein tiefes und anhaltendes Interesse an esoterischem Wissen und Alchemie hat. Als er Van Hohenheim, den langlebigen Alchemisten, der kürzlich in München angekommen ist, zum ersten Mal trifft, ist Haushofer tief beeindruckt von Hohenheims umfassendem Verständnis alchemistischer Prinzipien. Dieser Respekt veranlasst ihn, Hohenheims Aufnahme in eine mächtige und geheime okkulte Organisation, die Thule-Gesellschaft, zu fördern. Haushofer glaubt, dass die mystischen Ressourcen und Ambitionen der Gesellschaft der Schlüssel sein könnten, um Hohenheim bei der Verwirklichung seines persönlichen Ziels zu helfen, sich mit seinem Sohn Edward Elric wiederzuvereinen, der in der Parallelwelt Amestris gefangen ist.

Im Verlauf des Films wird deutlich, dass Haushofers Beweggründe komplexer sind als bloße wissenschaftliche Neugier. Er ist tief in die Thule-Gesellschaft verstrickt, eine Gruppe, die okkulte Rituale mit aufkeimenden politischen Ambitionen verbindet, die mit dem Aufstieg der Nazi-Bewegung im Deutschland der 1920er Jahre verbunden sind. Das ultimative Ziel der Gesellschaft ist es, ein Portal nach Shamballa zu öffnen, das sie für ein mystisches Königreich halten; im Kontext des Films stellt sich heraus, dass Shamballa ihr Begriff für das Tor zu Amestris, Edwards Heimatwelt, ist. Um dies zu erreichen, manipuliert Haushofer die Raketenforschung von Alfons Heiderich, einem jungen Wissenschaftler und Freund von Edward Elric, und plant, die Technologie als Teil eines massiven Rituals zu nutzen, das ein enormes alchemistisches Opfer erfordert.

Dies bringt Haushofer in eine zentrale antagonistische Rolle. Seine Schlüsselbeziehung ist die zu Van Hohenheim; obwohl sie zunächst als Verbündete beginnen, vereint durch ein gemeinsames Interesse an der Alchemie, verrät Haushofer Hohenheim letztendlich, als sich die Gelegenheit bietet. Er erlaubt der Thule-Gesellschaft, Hohenheim als die entscheidende Opferkomponente in ihrem großen Ritual zu verwenden, um das Portal zur anderen Welt aufzureißen. Dieser Verrat führt direkt zu dem Ritual, das Hohenheims Tod und eine kurze, gewaltsame Verbindung zwischen den beiden Welten zur Folge hat.

Im Laufe der Geschichte wird Haushofer als pragmatische und berechnende Figur dargestellt, eher ein strategischer Mastermind als ein Feldagent. Er ist bereit, seine Verbündeten, einschließlich seines Freundes Hohenheim, zu opfern und die Arbeit anderer, wie Alfons Heiderich, auszunutzen, um seine geopolitischen und esoterischen Ziele zu erreichen. Seine Handlungen sind eine treibende Kraft hinter dem Höhepunkt des Films. Nach dem Scheitern des Rituals der Thule-Gesellschaft und dem gleichzeitigen Zusammenbruch von Adolf Hitlers Bierhallen-Putsch endet Haushofers direkte Beteiligung an den Ereignissen. Sein letzter Auftritt zeigt ihn, wie er aus der Ferne die Nachwirkungen beobachtet, während die Gesellschaft, die er mitgesteuert hat, um ihn herum zerfällt.