Film
Beschreibung
Fritz Lang, auch bekannt unter dem Pseudonym Mabuse, ist eine Figur, die im Film Fullmetal Alchemist: Der Film – Der Eroberer von Shamballa aus dem Jahr 2005 auftritt. Er ist das Gegenstück aus der Parallelwelt des Homunkulus Pride, der in der Anime-Serie von 2003 zum König Bradley wurde. In der alternativen Erde des Films im Jahr 1923 ist Lang ein realer jüdischer Filmproduzent und -regisseur, der im Deutschland der Weimarer Zeit lebt. Er ist eine fiktionalisierte Version des gleichnamigen historischen Filmemachers, der vor allem für Werke wie Metropolis und Das Testament des Dr. Mabuse bekannt ist. Langs Erscheinung ähnelt stark König Bradley, was Edward Elric bei ihrer ersten Begegnung misstrauisch macht.

Langs Hintergrund als Filmemacher stellt ihn ins Zentrum des frühen deutschen Kinos. Er verwendet das Pseudonym „Mabuse“, basierend auf Dr. Mabuse, einer Figur aus einem seiner eigenen Filme, als er zum ersten Mal mit Edward interagiert. Lang wird als freundlicher, nachdenklicher und einfallsreicher Mensch dargestellt, der der aufkommenden Nazi-Bewegung ablehnend gegenübersteht. Er ist sehr an den Geschichten und Erfahrungen anderer interessiert und schließt richtig, dass Edward nicht aus dieser Welt stammt, und führt sogar Gespräche mit ihm über Paralleluniversen. Langs Persönlichkeit ist geprägt von einer Mischung aus künstlerischer Neugier und Pragmatismus; er ist bereit, Edward trotz der Gefahr zu helfen.

Sein Hauptmotiv ist es, seine Arbeit als Filmemacher fortzusetzen, während er sich im volatilen politischen Klima Deutschlands nach dem Ersten Weltkrieg bewegt. Er wird zu Edwards Verbündetem, als die Thule-Gesellschaft, eine reale okkultistische Gruppe, versucht, ein Portal zur Welt von Amestris zu öffnen, die sie für das mythische Utopia Shamballa halten. Lang versorgt Edward mit entscheidenden Informationen über die Pläne der Thule-Gesellschaft, Waffen aus der anderen Welt zu nutzen, um Adolf Hitlers Putschversuch zu unterstützen. Er hilft auch dabei, eine Roma-Frau namens Noah zu verstecken, die Edward rettet, und ermutigt Edward, sich der Realität seiner Situation zu stellen, anstatt an Träumen von einer perfekten Rückkehr festzuhalten.

Langs Rolle in der Geschichte ist die eines Mentors und einer Quelle der Erklärung, die die Kluft zwischen Edwards fantastischen Erlebnissen und den historischen Ereignissen in Deutschland überbrückt. Er besitzt keine übernatürlichen Fähigkeiten oder alchemistischen Kräfte; seine Stärken liegen in seiner Intelligenz, seinem Wissen über die Ära und ihre Schlüsselfiguren und seiner Fähigkeit, das große Ganze zu sehen. Im gesamten Film dient Lang als thematischer Kontrast, der die Macht der Kreativität und des Geschichtenerzählens in einer Welt repräsentiert, die oft hart und ungerecht ist. Er ist eine Schlüsselfigur, die Edward hilft, die Bedeutung des Konflikts und die Wichtigkeit schwieriger Entscheidungen zu verstehen. Langs Entwicklung ist subtil: Er wandelt sich von einem neugierigen Beobachter zu einem aktiven Teilnehmer im Kampf gegen die Thule-Gesellschaft, indem er seinen Verstand und seinen Einfluss einsetzt, um Edwards Mission zu unterstützen. Er überlebt letztlich die Ereignisse des Films und hinterlässt einen bleibenden Eindruck als nachdenklicher und prinzipientreuer Verbündeter in einer Zeit großer Wirren.