TV-Serie
Beschreibung
Hana Morenos, fast ausschließlich unter ihrem Spitznamen Hatchin bekannt, ist ein junges Mädchen mit blonden Haaren und dunkelgrauen Augen, das als eine der beiden Hauptfiguren ihrer Geschichte dient. Zu Beginn ist sie neun Jahre alt, wird im Laufe der Erzählung zehn und erweist sich als unglaublich einfallsreiches, ernstes und vorzeitig reifes Kind, eine direkte Folge der harten Bedingungen ihres frühen Lebens. Ihre leibliche Mutter starb, als sie ein Säugling war, und ihr Vater, Hiroshi Morenos, verschwand vor ihrer Geburt. Sie wurde von der Familie Belenbauza-Yamada aufgenommen, die sie nicht als echtes Familienmitglied akzeptierte. Sie waren missbräuchlich und ausbeuterisch, behandelten sie wie eine Dienerin, setzten sie emotionaler und körperlicher Qual aus und zwangen sie sogar, sich um ihre Hauskatze zu kümmern, während ihre leiblichen Kinder verwöhnt wurden. Diese Umgebung flößte ihr ein tief verwurzeltes Gefühl der Selbstständigkeit, eine ausgeprägt pragmatische Weltanschauung und eine tiefe Sehnsucht ein, gewollt zu sein, auch wenn sie dies nur widerwillig zugibt.

Trotz ihrer Jugend ist Hatchin die Verkörperung der Stimme der Vernunft und fungiert oft als besonnenes Gegengewicht zu den impulsiven und chaotischen Erwachsenen um sie herum, insbesondere zu der Frau, die sie rettet, Michiko Malandro. Sie ist pragmatisch, beobachtend und oft verärgert über die Rücksichtslosigkeit und kriminellen Aktivitäten ihrer Vormundin, die sie oft bemuttern muss, indem sie sie daran erinnert, sich auszuruhen, oder auf die Fehler in ihren Plänen hinweist. Ihre Persönlichkeit ist eine harte, mürrische Fassade, die einen starken moralischen Kern verbirgt. Da sie von jeder erwachsenen Person in ihrem Leben enttäuscht wurde, vertraut sie Menschen nicht leicht und ist zynisch gegenüber idealistischen Träumen, wie der Aussicht, eine glückliche Familie zu gründen. Doch unter dieser verhärteten Schale steckt ein Kind, das sich verzweifelt nach Zugehörigkeit und Akzeptanz sehnt und davon träumt, dass endlich jemand kommt, um es zu retten – ein Fantasie, von der es zunächst glaubt, dass sie niemals wahr werden kann.

Hatchins Hauptmotivation verschiebt sich von passivem Ertragen zu aktivem Überleben und Zugehörigkeit, nachdem sie von Michiko dramatisch gerettet wird, die mit einem Motorrad durch das Haus ihrer Pflegefamilie bricht. Obwohl sie zunächst zögert, willigt Hatchin ein, mit Michiko zu gehen, die behauptet, ihren Vater zu kennen, und ein mysteriöses Tattoo mit gekreuzten Federn auf dem Bauch trägt, identisch mit dem, das Hatchin als Säugling erhalten hat. Dies markiert den Beginn einer Reise durch ein fiktives, von Lateinamerika inspiriertes Land auf der Suche nach dem schwer fassbaren Hiroshi Morenos. Ihre Rolle in der Geschichte ist nicht nur die einer passiven Passagierin, sondern auch die eines wesentlichen Ankers für Michiko, der die emotionale Grundlage und den gesunden Menschenverstand liefert, die verhindern, dass ihre Mission völlig außer Kontrolle gerät.

Die zentrale Beziehung in Hatchins Leben ist die zu Michiko. Sie beginnt als holprige Zweckgemeinschaft, wobei Michiko Hatchin als Hinweis betrachtet, um Hiroshi zu finden, und Hatchin Michiko als verantwortungslose Kriminelle ansieht. Im Laufe der Zeit vertieft sie sich zu einer tiefen, inoffiziellen familiären Bindung. Trotz ihrer ständigen Streitereien wird Hatchin beschützend gegenüber Michiko, kümmert sich um sie, wenn sie krank ist, und sorgt sich um ihr Wohlbefinden. Als Michiko sie vorübergehend einer ehemaligen Betreuerin übergibt, ist Hatchin am Boden zerstört und schlägt aus Angst, erneut verlassen zu werden, um sich. Ihre Suche nach ihrem leiblichen Vater Hiroshi ist von komplexen Emotionen begleitet. Anders als Michiko, die ihn idealisiert, bleibt Hatchin objektiv distanziert und kann ableiten, dass er einfach ein Mann ist, der vor seinen Problemen davonläuft. Als sie ihn schließlich trifft, empfindet sie nichts und lehnt seine Versuche der Annäherung ab – ein deutliches Zeugnis ihrer emotionalen Widerstandsfähigkeit und ihrer Fähigkeit, romantisierte Illusionen zu durchschauen.

Im Laufe der Geschichte macht Hatchin eine bedeutende Entwicklung durch, von einem still leidenden Opfer zu einer selbstbewussten und freimütigen Person, die in der Lage ist, sich gefährlichen Kriminellen zu widersetzen und ihre eigenen Bedürfnisse zu artikulieren. Sie lernt, für sich selbst zu sorgen, und nutzt ihre Intelligenz, um zu überleben, wenn sie von Michiko getrennt ist. Im Epilog, sieben Jahre später, ist Hatchin eine junge Frau und eine glückliche alleinerziehende Mutter eines Sohnes namens Julio. Sie arbeitet als Köchin und hat ein stabiles Leben gefunden. Die Geschichte endet damit, dass sie Hinweise aus Paketen einer anonymen Quelle – von denen sie ableitet, dass sie von Michiko stammen – nutzt, um sie aufzuspüren, was zu einem letzten, herzlichen Wiedersehen zwischen den beiden führt und zeigt, dass ihre Verbindung trotz Zeit und Entfernung Bestand hat. Zu ihren bemerkenswerten Fähigkeiten gehört, dass Hatchin eine einfallsreiche und fähige Köchin ist, eine Fähigkeit, die sie durch jahrelange Dienstbarkeit in ihrem Pflegeheim und ihre Arbeit in einem chinesischen Restaurant entwickelt hat. Sie zeigt auch ein Talent dafür, Steine mit beeindruckender Genauigkeit zu werfen und bei Bedarf eine Schusswaffe zu handhaben – ein weiterer Beweis für ihre Anpassungsfähigkeit an die gefährliche Welt, in der sie lebt.
Besetzung