TV-Serie
Beschreibung
Kagura Sohma ist ein Mitglied der Sohma-Familie, die von den Geistern des chinesischen Tierkreises verflucht ist, insbesondere vom Eber. Sie ist eine zierliche junge Frau mit einer trügerisch süßen und femininen Erscheinung, die oft Röcke oder Kleider trägt und einen auffälligen orangefarbenen Katzenrucksack mit sich führt. Diese mädchenhafte Außenseite steht jedoch in scharfem Kontrast zu ihrer explosiven inneren Natur. Während sie höflich, rücksichtsvoll und freundlich sein kann, ist sie auch unglaublich impulsiv, willensstark und neigt zu plötzlichen, dramatischen Ausbrüchen körperlicher Gewalt. Diese Dualität zeigt sich am deutlichsten im Umgang mit Kyo Sohma, dem Familienaußenseiter, der vom Geist der Katze verflucht ist.

Kaguras zentrale Motivation im Laufe der Geschichte ist ihre obsessive und lautstark verkündete Liebe zu Kyo. Sie stellt sich als seine Verlobte vor, eine Behauptung, die auf einem Vorfall in der Kindheit beruht, bei dem sie den jungen Kyo mit einem Messer bedrohte, um ihn zu einem Heiratsversprechen zu zwingen. Ihre aggressive Zuneigung äußert sich in einem Kreislauf aus Anklammern, Liebeserklärungen und dem sofortigen heftigen Verprügeln Kyos, eine Handlung, die sie oft unbewusst auszuführen scheint, bevor sie über ihr eigenes Verhalten erschrickt. Sie glaubt, dass sie und Kyo, weil sie sich umarmen können, ohne sich in ihre Tierkreisformen zu verwandeln, füreinander bestimmt sind.

Die Grundlage ihrer Gefühle erweist sich als weitaus komplexer und eigennütziger als einfache Liebe. Als Kagura sieben Jahre alt war, traf sie den einsamen fünfjährigen Kyo. Zu dieser Zeit fühlte sie sich aufgrund ihres eigenen Platzes in der Familie elend, und als sie erkannte, dass Kyo die verachtete Katze war, empfand sie Erleichterung, dass es jemanden gab, dem es noch schlechter ging als ihr. Sie freundete sich aus Mitleid mit ihm an, um sich selbst besser zu fühlen. Der entscheidende Moment in ihrer Beziehung war, als sie gewaltsam das Armband entfernte, das Kyos wahre Gestalt unterdrückte – ein groteskes und monströses Aussehen. Entsetzt rannte sie weg und ließ ihn im Stich. Von Schuldgefühlen wegen ihrer Selbstsucht und Feigheit überwältigt, versuchte sie, die Erinnerung an ihre Taten auszulöschen, indem sie sich selbst einredete, dass sie Kyo liebte. Indem sie ihn akzeptierte, glaubte sie, sich in einen „schönen Menschen“ verwandeln und sich von der Vergangenheit befreien zu können.

Im Laufe der Erzählung wandelt sich Kaguras Rolle von einer Antagonistin gegenüber Tohru Honda, die sie zunächst als romantische Rivalin betrachtet, zu einer Freundin und einem Katalysator für Kyos emotionale Ehrlichkeit. Ihre Perspektive wird von ihrer Cousine und Mitbewohnerin Isuzu Rin in Frage gestellt, die Kaguras Selbsttäuschung unverblümt kritisiert. Schließlich gesteht Kagura Kyo die Wahrheit und gibt zu, dass ihre Liebe als Mitleid begann und als Weg, ihrer eigenen Schuld zu entkommen. Sie entschuldigt sich für ihre Selbstsucht, und obwohl Kyo ihre Gefühle nicht erwidert, dankt er ihr dafür, dass sie mit ihm gespielt hat, als sie Kinder waren. Diese Akzeptanz ermöglicht es Kagura, ihre obsessive Bindung an ihn zu lösen und seine wachsende Verbindung zu Tohru aufrichtig zu unterstützen, sogar so weit zu gehen, Tohru zu ohrfeigen, um sie zu zwingen, ihre Gefühle direkt Kyo zu gestehen, anstatt sie zu verstecken.

Wichtige Beziehungen prägen ihren Weg. Neben ihrer intensiven Verbindung zu Kyo lebt sie bei ihren liebevollen Eltern, die ihre impulsive Persönlichkeit gelassen hinnehmen. Sie lebt auch mit der zurückhaltenderen Rin zusammen; ihre Beziehung ist zunächst durch Rins kalte Ehrlichkeit angespannt, aber sie kommen sich im Laufe der Zeit näher, insbesondere nachdem Kagura sich für eine taktlose Handlung entschuldigt. Kagura schließt auch eine echte Freundschaft mit Tohru und findet Gemeinsamkeiten in ihrer gemeinsamen Liebe zur Katze des Tierkreises. Körperlich besitzt Kagura bemerkenswerte übermenschliche Kräfte, ein Ergebnis ihres Trainings in einem Dojo als Kind, die sie häufig einsetzt, um Möbel zu zerbrechen oder Kyo durch die Luft zu schleudern. Diese Stärke, kombiniert mit ihrem impulsiven, kopflosen Hineinstürzen in Emotionen, verkörpert perfekt den Geist des Ebers. Auf ihrem Weg von schuldbehafteter Besessenheit zu ehrlicher Selbstreflexion reift Kagura zu einer stabileren Person heran, die letztendlich Kyo und Tohru ihr Glück wünscht.