Film
Beschreibung
Im Film Pom Poko ist Kiyo, auch bekannt als Okiyo oder Kiyo vom Tempel der Trennung, eine zentrale Figur, die als Deuteragonistin und Ehefrau des jungen Tanuki-Anführers Shoukichi dient. Sie ist ein kleiner, runder Tanuki, der sich durch seine orange Weste mit einem gelben Streifen am unteren Rand auszeichnet. Wie andere weibliche Tanuki in der Geschichte ist ihr Gesicht etwas runder als das der Männchen, und sie hat ausgeprägtere Wimpern, was hilft, sie in der Gemeinschaft zu identifizieren.

Kiyo zeichnet sich durch ihre starke, praktische und hingebungsvolle Persönlichkeit aus, insbesondere in Bezug auf ihre Beziehung zu Shoukichi und das Überleben ihrer Art. Trotz der ernsten Situation, der die Tanuki der Tama-Hügel gegenüberstehen, zeigt sie eine Widerstandsfähigkeit gegenüber persönlichen Tragödien; ihr eigener Vater wurde von einem Jäger erschossen, dessen Fell dann verkauft wurde, doch sie verweilt nicht bei dieser Trauer. Ihre Hauptmotivation ist direkt mit dem zentralen Konflikt des Films verbunden: gegen die vordringende menschliche Vorstadtentwicklung zu kämpfen und die Menschen aus ihrer angestammten Heimat zu vertreiben. Zu diesem Zweck arbeitet sie eng mit ihrem Ehemann zusammen.

Ihre Rolle in der Geschichte ist untrennbar mit Shoukichi verbunden, und gemeinsam repräsentieren sie die jüngere Generation der Tanuki, die mit einer beispiellosen Krise ringt. Kiyo ist Teil der Kerngruppe, die sich der Zerstörung ihres Waldlebensraums widersetzt. Ein zentraler Aspekt ihrer persönlichen Geschichte betrifft eine schwierige Entscheidung bezüglich der Fortpflanzung. In der Erkenntnis, dass Überbevölkerung ihren Kampf um schwindende Nahrung und Land verschlimmern würde, versuchen sie und Shoukichi, keine Kinder zu bekommen. Die Erzählung stellt jedoch fest, dass sie ihre Hände nicht von Shoukichi lassen kann, und sie bringt schließlich vier Junge zur Welt, was zeigt, dass persönliche Bindungen und der Drang nach Familie selbst in Zeiten enormen Drucks bestehen bleiben.

Im Laufe des Films durchläuft Kiyo eine bedeutende Entwicklung, die die harten Entscheidungen widerspiegelt, die den Tanuki aufgezwungen werden. Als der Widerstand letztendlich scheitert und ihr Lebensraum fast vollständig verloren geht, passt sie sich der neuen Realität an. In der Auflösung des Films wählt Kiyo den Weg der Füchse. Sie gibt ihre Tanuki-Gestalt auf, um unauffällig unter Menschen zu leben, und sichert sich einen Job in einer Snackbar, um in der urbanisierten Welt zu überleben, die über ihrer Heimat erbaut wurde. Was bemerkenswerte Fähigkeiten betrifft, besitzt Kiyo als Tanuki die inhärente und traditionelle Fähigkeit der Verwandlung oder Illusionswissenschaft, die es ihr ermöglicht, sich in verschiedene Formen zu verwandeln – eine Macht, die in den aufwendigen Plänen der Tanuki eingesetzt wird, um den Bau der neuen Stadt heimzusuchen und zu stören.