TV-Serie
Beschreibung
Masayuki Nakajima ist ein Schüler, der nach seinem Umzug aus Tokio an die Schule in der Stadt Suiten wechselt. Er ist einer der drei zentralen Jungen in der Geschichte, die jeweils ein Kindheitstrauma mit sich tragen. Masayuki erlebte ein besonders hartes Ereignis: Er schikanierte einen Mitschüler, der daraufhin Selbstmord beging, indem er vom Schuldach sprang und eine Nachricht auf der Tafel hinterließ, die ihn verfluchte. Masayuki gibt zu, dass er weggelaufen ist, als er die Nachricht sah, und empfindet weniger Schuld als vielmehr Wut auf den Schüler, weil dieser ihn wie einen Mörder fühlen ließ. Dieser Vorfall hinterließ bei ihm eine starke Höhenangst.

Nach außen hin wirkt Masayuki neugierig, unbekümmert und selbstgefällig, oft laut und von sich eingenommen. Er ist wissbegierig und direkt, bereit, anderen unangenehme Fragen zu stellen, wie etwa Tarou über seine traumatische Entführung zu bedrängen. Diese anfängliche Dreistheit verbirgt tiefere Verletzlichkeiten. Er ist jedoch fest entschlossen, seine Höhenangst zu überwinden, und versucht aktiv, sie zu heilen, indem er zum Beispiel am Rand des Schuldachs steht. In seiner Freizeit spielt er ein Virtual-Reality-Spiel auf einem Head-Mounted Display, das später thematisch bedeutsam wird.

Getrieben von einem starken Interesse an dem alten Entführungsfall, der die anderen beiden Jungen verbindet, sucht Masayuki Tarou und Makoto auf, wird zunächst ignoriert, entwickelt aber schließlich eine enge Freundschaft mit ihnen. Von den dreien hat er das freundschaftlichste Verhältnis zu Tarou, besucht ihn im Krankenhaus und scherzt mit ihm. Masayukis Vater arbeitet als Forscher bei Japan Bio-Tech, und seine Mutter verbringt viel Zeit mit Konsolenspielen, hauptsächlich Tetris-ähnlichen Titeln. Masayuki entdeckt auch, dass sein Vater eine Affäre mit einer Frau namens Reika Otori hat, und er beobachtet sie heimlich, nutzt dieses Wissen als Druckmittel oder für seine eigenen Zwecke.

Im Verlauf der Geschichte wird Masayuki selbstbewusster und greift schließlich ein, um das Mobbing eines Mitschülers zu stoppen. Während außerkörperlicher Erfahrungen (AKE), die er mit Tarou und Makoto teilt, zeigt Masayuki eine einzigartige Fähigkeit: Er kann Waffen aus seinem VR-Spiel in die Geisterwelt beschwören und damit den bösartigen Geist von Tarous ehemaligem Entführer scheinbar zerstören. Diese Fähigkeit spiegelt wider, wie sein Geist seine virtuellen Erfahrungen in ein Werkzeug zur Konfrontation mit realen übernatürlichen Bedrohungen übersetzt.

Masayukis Rolle in der Erzählung ist die eines Katalysators und einer Brücke. Seine Direktheit treibt die Ermittlungen voran, und seine persönliche Reise, sich seiner Höhenangst und seiner Beteiligung an dem Mobbingvorfall zu stellen, spiegelt das größere Thema der Konfrontation mit vergangenen Traumata wider. Er entwickelt sich von einem egozentrischen, arroganten Jungen zu jemandem, der bereit ist, andere zu beschützen und sich direkt den Konsequenzen seiner vergangenen Taten zu stellen. Seine Beziehungen vertiefen sich, als er ein echter Freund für Tarou und Makoto wird, und seine Entdeckung über seinen Vater fügt eine Ebene persönlichen Konflikts hinzu, die sich mit den übernatürlichen Ereignissen der Stadt verwebt.