Film
Beschreibung
Ken-ichi Shikishima ist ein junger Junge, der aus Japan in die weitläufige, futuristische Stadt Metropolis kommt, begleitet von seinem Onkel, dem Privatdetektiv Shunsaku Ban. Er fungiert als Assistent seines Onkels bei deren Detektivarbeit, da er in die Stadt gereist ist, um bei der Jagd auf einen gesuchten Verbrecher zu helfen. Als Außenseiter ohne vorherige Verbindungen zu Metropolis ist Ken-ichi neu in den strengen sozialen Hierarchien der Stadt und dient als Identifikationsfigur für das Publikum.

Ken-ichi zeichnet sich durch seine freundliche und einfühlsame Art aus. Er ist ein respektvoller, besonnener und grundlegend gutmütiger Mensch, der anderen mit Ruhe und Offenheit begegnet. Diese Freundlichkeit erstreckt sich auch auf die Roboter der Stadt, denen er mit einer Würde begegnet, die viele menschliche Bürger ihnen nicht entgegenbringen. Seine Persönlichkeit ist geprägt von Unschuld und einem Mangel an Zynismus, was es ihm ermöglicht, eine Verbindung zu jemandem aufzubauen, den andere nur als Maschine sehen. Trotz seines sanften Wesens besitzt er einen starken Beschützerinstinkt. Als sein Onkel angeschossen wird, reagiert Ken-ichi mit uncharakteristischer Wut und greift den weitaus stärkeren Angreifer ohne Zögern an.

Seine Hauptmotivation ist einfach und zutiefst persönlich: das geheimnisvolle Mädchen zu beschützen, das er in den brennenden Fabrikruinen findet. Er nennt sie Tima und verspricht, ihr zu helfen, ihre verlorenen Erinnerungen wiederzuerlangen. Er fungiert als ihr Führer und Beschützer durch die tückischen Ebenen von Metropolis. Diese Beziehung bildet den emotionalen Kern seiner Reise. Während sein Onkel ein fähiger Detektiv und die wichtigste Kampfkraft gegen die mächtigen Persönlichkeiten der Stadt ist, besteht Ken-ichis Rolle darin, ein Betreuer zu sein, der weitgehend von Ereignissen mitgerissen wird, die außerhalb seiner Kontrolle liegen. Er navigiert durch die Stadt nicht als Held oder Revolutionär, sondern als ein verängstigter, entschlossener Junge, der versucht, eine Freundin zu retten.

Ken-ichis wichtigste Beziehungen sind zentral für seine Rolle in der Geschichte. Seine Bindung zu seinem Onkel Shunsaku Ban ist eine familiäre Partnerschaft, bei der Ken-ichi das Detektivhandwerk lernt, während er Bans Führung folgt. Seine bedeutendste Beziehung ist jedoch die zu Tima. Er entdeckt sie als scheinbar amnesisches Mädchen und wird ihr Lehrer, der ihr geduldig hilft, sprechen und buchstabieren zu lernen. Diese Verbindung ist so stark, dass er sich weigert, sie aufzugeben, selbst als sich herausstellt, dass sie ein mächtiger Roboter ist und gefährlich instabil wird. Er begegnet auch einer Reihe von Figuren aus der Stadt, darunter dem revolutionären Anführer Atlas, der Ken-ichi als nützlichen Journalisten für seine Sache sieht, und dem gewalttätigen Rock, der ihn und Tima unerbittlich verfolgt.

Ken-ichi durchläuft eine Verwandlung von einem unschuldigen Assistenten zu einem jungen Mann, der durch Tragödie und Verlust geprüft wird. Der Höhepunkt des Films zeigt, wie er verzweifelt versucht, Tima aus dem einstürzenden Ziggurat zu retten, selbst als sie ihn würgt. Er zieht sie erfolgreich vom Thron, aber sie stürzt letztendlich in ihre Zerstörung, als ihre inneren Mechanismen versagen. In der Folge wird gezeigt, wie er zu den Ruinen zurückkehrt, um nach ihren Teilen zu suchen, was auf eine Zukunft hindeutet, in der er sich dem Wiederaufbau der Freundin widmet, die er verloren hat – eine Aufgabe, die er mit Hilfe der freundlichen Roboter, denen er zuvor begegnet ist, in Angriff nimmt. Seine bemerkenswerten Fähigkeiten sind nicht übermenschlich, sondern zeichnen sich durch seine unglaubliche Ausdauer und Entschlossenheit aus. Er wird geschlagen, betäubt, elektrisiert und aus großen Höhen geworfen, doch er steht immer wieder auf und kämpft sich für Tima weiter.