TV-Serie
Beschreibung
Bell-mère ist eine Figur aus dem fiktiven Universum der Manga- und Anime-Serie One Piece und erscheint in der erweiterten Rückblende, die die Kindheit der Navigatorin Nami detailliert schildert. Geboren im Dorf Cocoyasi im East Blue, war sie in ihrer Jugend als ein schwieriges und freches Kind bekannt, weshalb ihr späterer Aufbruch, um den Marines beizutreten, für ihre Dorfbewohner eine große Überraschung war. Sie diente als Marine-Soldatin, in dieser Zeit wurde sie eine selbstbewusste und zuverlässige Offizierin, die einst sogar erklärte, sie würde persönlich den berüchtigten entflohenen Gefangenen Shiki den Goldenen Löwen aufhalten, falls er den East Blue bedrohen sollte.

Bell-mères Leben änderte sich dramatisch nach einer erbitterten Schlacht im kriegszerstörten Königreich Oykot. Allein gelassen und schwer verwundet, stand sie am Rande des Todes, als sie auf zwei verwaiste Kinder traf: ein dreijähriges Mädchen namens Nojiko und ein Baby, das sie später Nami nennen sollte. Das unschuldige Lächeln des Babys gab ihr den Willen zu leben. Ihre eigenen Verletzungen ignorierend, brachte sie beide Kinder zurück in ihr Heimatdorf Cocoyasi. Obwohl die Dorfbewohner vorschlugen, die Kinder in einem staatlichen Waisenhaus unterzubringen, war Bell-mère entschlossen, sie selbst großzuziehen. Sie verließ die Marines und nahm ein einfaches Leben als Mandarinenbäuerin auf, widmete sich ganz ihrer Rolle als deren Mutter.

Bell-mères Persönlichkeit ist geprägt von einer starken Kombination aus Ruppigkeit, stolzem Selbstbewusstsein und tiefer Liebe. Sie ist eine robuste Person, die keine Angst hat, ihre Meinung zu sagen oder körperliche Gewalt anzuwenden, wie zum Beispiel, als sie Nami ohrfeigt, weil diese Nojiko nicht als ihre Schwester anerkennt, oder einen Jungen schlägt, der ihre Mandarinen beleidigt. Trotz ihrer rauen Schale ist ihr Herz außergewöhnlich gütig und ihr Mut absolut. Sie lebt in Armut, überspringt oft selbst Mahlzeiten und isst nur Mandarinen, damit ihre Töchter mehr zu essen haben, während sie vorgibt, einfach nur eine Diät für ihre Haut zu machen. Ihre größte Motivation ist das Wohlergehen und die Zukunft ihrer beiden Adoptivtöchter. Sie unterstützt Namis Traum, eine Weltkarte zu zeichnen, und arbeitet unermüdlich, spart jeden kleinen Geldbetrag, den sie kann, in der Hoffnung, ihnen ein besseres Leben zu ermöglichen.

In der Geschichte hat Bell-mère in erster Linie eine tragische Rolle, da ihre Vergangenheit direkt die Kernmotivation von Nami prägt. Ihr entscheidender Moment kommt, als die Arlong-Piraten, eine Gruppe rücksichtsloser Fischmenschen, das Dorf Cocoyasi überfallen und eine Schutzsteuer für alle Erwachsenen und Kinder erheben. Als Arlongs Crew zu ihrem Haus kommt, stellt Bell-mère fest, dass sie gerade genug Geld hat, um nur für zwei Personen zu bezahlen. Sie hätte leugnen können, die Mutter von Nami und Nojiko zu sein, da sie nicht im offiziellen Dorfregister standen, und so ihr eigenes Leben retten können. Doch ihr Stolz und ihre Identität als ihre Mutter machten es ihr unmöglich, die Worte „Ich habe keine Familie“ auszusprechen. Sie erklärte trotzig, dass das Geld für ihre beiden Töchter sei, und opferte damit ihr eigenes Leben. Ihre letzte Handlung war, ihre weinenden Töchter zu umarmen, sich dafür zu entschuldigen, ihnen nicht mehr geben zu können, und ihnen die Worte „Ich liebe euch“ zu hinterlassen, kurz bevor sie von Arlong hingerichtet wurde.

Ihre wichtigsten Beziehungen sind die zentralen Säulen ihres Charakters. Die Bindung zu ihren beiden Töchtern ist die bedeutendste. Nami, die Jüngere, teilt das hitzige Temperament ihrer Adoptivmutter und ihr Talent zum Kartenzeichnen, während die besonnenere Nojiko oft die Reife in der Familie verkörpert. Bell-mère verbindet auch eine enge Freundschaft mit Genzo, dem Dorfpolizisten, der sie seit ihrer Jugend kennt. Er ist ein vertrauter Vertrauter, der hilft, auf sie und die Mädchen aufzupassen, und sie neckt ihn oft mit flirtenden Witzen, die ihn verlegen machen.

In Bezug auf die Entwicklung ist Bell-mères Handlungsbogen ein vollständiger, der durch Erinnerungen erzählt wird. Sie verwandelt sich von einer orientierungslosen Unruhestifterin in eine disziplinierte Marine und schließlich in eine selbstlose Mutter, deren Liebe so absolut ist, dass sie bereitwillig den Tod umarmt, um die Würde und Sicherheit ihrer Familie zu bewahren. Ihr Opfer wird zum emotionalen Kern von Namis langem Leiden unter Arlongs Fuchtel, und ihre Erinnerung dient Nami als Leitlicht, die den Willen ihrer Mutter, zu überleben und Glück zu finden, in sich trägt. Vor ihrem Tod flößte Bell-mère Nami den Glauben ein, dass, solange man überlebt, irgendwann glückliche Zeiten kommen werden.

Bell-mère besaß bemerkenswerte Fähigkeiten aus ihrer Zeit bei den Marines. Sie war eine erfahrene Kämpferin mit praktischer Erfahrung im Kampf gegen Piraten und war bewandert im Umgang mit Feuerwaffen, insbesondere einem Gewehr. Ihre Reflexe waren scharf genug, um den mächtigen Fischmenschen Arlong vorübergehend zu überwältigen, indem sie ihn zu Boden drückte und ihm eine Waffe in den Mund steckte, obwohl er sich letztendlich befreien konnte. Ihre körperliche Stärke und Statur waren ebenfalls beträchtlich, da sie 186 cm groß war. Sie war auch geschickt im Kochen und besonders bekannt für ihre Mandarinenkonserven und -soßen.
Besetzung