Film
Beschreibung
Ragazzo Cro-Magnon, dessen Name auf Italienisch „Cro-Magnon-Junge“ bedeutet, ist eine Nebenfigur, die in der Eröffnungssequenz des Animationsfilms Eiga Doraemon: Nobita no Chikyū Symphony aus dem Jahr 2024 erscheint. Das ursprüngliche japanische Material identifiziert ihn schlicht als einen Cro-Magnon-Jungen, und die italienische Synchronisation gibt ihm den Namen Ragazzo Cro-Magnon. Er ist ein junger prähistorischer Mensch, der etwa vierzigtausend Jahre vor der Haupthandlung auf der Erde lebt. Der Film führt ihn in einem ruhigen, atmosphärischen Moment ein: Er lauscht aufmerksam den wunderschönen Rufen von Schwänen, als ein leuchtendes fliegendes Objekt in den Wald fällt. Zusammen mit den Erwachsenen seiner Gemeinschaft eilt er zum Ort des Absturzes, wo die Gruppe ein schlafendes Baby entdeckt, das in einem blumenähnlichen Objekt ruht. Dieses Kleinkind entpuppt sich später als die Zwillingsschwester von Mikka, einem Mädchen vom Planeten Mushka, das zusammen mit einem besonderen Instrument, bekannt als die Flöte von Mushka, zur Erde geschickt wurde. Der Prolog mit Ragazzo trägt daher bedeutendes erzählerisches Gewicht: Er etabliert die zentrale Hintergrundgeschichte des Films, erklärt, wie die Mushka-Flöte auf die Erde kam, und bereitet die letztendliche Enthüllung vor, dass die berühmte Sängerin Mina ein Nachkomme des vor langer Zeit gefundenen Babys ist. Was die Persönlichkeit betrifft, liefert der Film nur wenige Details. Ragazzo wird als neugieriger und aufmerksamer Junge dargestellt, der auf die natürlichen Geräusche um ihn herum achtet und dazu bewegt wird, ein ungewöhnliches Ereignis zu untersuchen, anstatt es einfach zu ignorieren. Seine Beweggründe in seinem kurzen Auftritt sind einfach und natürlich: Staunen, Besorgnis und der Wunsch zu sehen, was passiert ist. Er entwickelt keine vertiefte Beziehung zu dem Baby, das er helfen zu finden, da das Kleinkind von der Gemeinschaft als Ganzes versorgt wird, aber sein Zeuge der Ankunft bestimmt, wie der Findling überlebt und zu der Abstammungslinie heranwächst, die für die Geschichte von Bedeutung ist. Die Figur durchläuft im Verlauf des Films keinerlei persönliche Entwicklung, da sie nur in dieser kurzen Rahmenszene erscheint und nicht wieder gesehen wird. Er besitzt keine übernatürlichen Fähigkeiten, Gadgets oder besonderen Fertigkeiten; seine Bedeutung liegt in dem, was er beobachtet, und nicht in dem, was er tut. Thematisch verbindet sein aufmerksames Lauschen auf die Schwäne zu Beginn des Films mit der breiteren Feier von Musik und Hören als Kräfte, die Menschen über Zeit, Raum und verschiedene Welten hinweg verbinden, und seine stille Begegnung mit dem Besucher aus den Sternen verknüpft leise die antike Vergangenheit der Erde mit dem Schicksal des Mushka-Volkes.