TV-Serie
Beschreibung
Cid Kagenou ist die Wiedergeburt eines ehemaligen japanischen Oberschülers namens Minoru Kageno. In seinem früheren Leben war Minoru ein gesellschaftlicher Außenseiter und Einsiedler, der von dem Wunsch besessen war, eine ‚Macht im Schatten‘ zu werden – eine mysteriöse und mächtige Drahtzieherin, die aus dem Verborgenen agiert. Diese Besessenheit führte letztlich zu seinem Tod bei einem Verkehrsunfall, woraufhin er in eine Welt der Magie als zweiter Sohn einer kleinen Adelsfamilie wiedergeboren wurde.

Cids gesamte Existenz wird von seinem einzigen, alles verzehrenden Traum bestimmt, der ultimative Schattenlenker zu werden. Er wird nicht von traditionellen heldenhaften Idealen wie Gerechtigkeit oder der Rettung anderer angetrieben, sondern von der Ästhetik der Macht und dem Nervenkitzel, eine verborgene, entscheidende Rolle in einer großen Erzählung zu spielen. In seinen Gedanken ist er der Protagonist einer ausgeklügelten Fantasie, und seine Handlungen werden von dem bestimmt, was er für den coolsten oder dramatischsten Verlauf der Ereignisse hält. Dies führt zu einer Persönlichkeit, die kalt, gleichgültig oder sogar soziopathisch wirken kann, da er bereitwillig Szenarien orchestriert, die Gewalt und Täuschung beinhalten – nicht aus Bosheit, sondern um seine Rollenspielfantasie zu erfüllen. So wird er zwar diejenigen beseitigen, die er für böse hält, aber sein Hauptinteresse gilt dem Testen seiner Kräfte und der Wahrung seiner geheimen Identität. Trotz seiner List im Kampf und in der Strategie mangelt es Cid an gesundem Menschenverstand und sozialem Bewusstsein, da er fast ausschließlich von fiktionalen Erzählungen geprägt wurde. Er ist sich wirklich nicht bewusst, dass der Kult des Diablos, die Organisation, die er mit Shadow Garden bekämpfen wollte, real ist und nicht nur eine Erfindung, um seine Rolle zu untermauern.

Als unbestrittener Anführer von Shadow Garden ist Cid in seiner Rolle als Shadow die ultimative Autorität für die sieben Elite-Shades der Organisation und ihre zahlreichen anderen Mitglieder. Sein Engagement ist jedoch passiv und distanziert. Er gründete die Gruppe als Kind, indem er die zukünftigen Shades vor dem Besitz dämonischer Kräfte rettete, überlässt die eigentliche Führung der Organisation jedoch seinen Leutnants, hauptsächlich Alpha, während er unter seiner alltäglichen Identität ein einfaches Leben als Schüler an der Midgar-Akademie für Dunkle Ritter genießt. Seine Rolle in der zweiten Staffel treibt ihn in die Gesetzlose Stadt, ein Zentrum des Verbrechens und Lasters, das von drei Monarchen regiert wird. Er wird widerwillig von seiner älteren Schwester Claire mitgezogen, die auf Vampirjagd ist. Während Claire sich beweisen will, ist Cids wahres Ziel, die ruhende Urahne der Vampire, die Blutkönigin Elisabeth, zu erwecken, in der Überzeugung, dass sie eine würdige Herausforderung und eine perfekte Bühne für Shadows dramatischen Auftritt bieten wird. Cid pflegt zwei unterschiedliche öffentliche Identitäten. Als Cid Kagenou ist er ein Meister darin, eine vergessliche, schwache und verachtete ‚Mob-Figur‘ zu spielen, die niemand beachtet. Als Shadow ist er der Inbegriff von Coolness und Macht, eine mysteriöse, in Schwarz gehüllte Gestalt, die überwältigende Stärke einsetzt. Diese Dichotomie ist so extrem, dass sie fast alle täuscht und es nahezu unmöglich macht, den unscheinbaren Schüler mit dem furchterregenden Schattenkrieger zu verbinden.

Cids wichtigste Beziehungen basieren fast vollständig auf Missverständnissen. Er betrachtet die Mitglieder von Shadow Garden wie Alpha, Beta, Gamma, Delta und Epsilon als treue Freunde, die bereitwillig seine erfundene Geschichte mitspielen. In Wirklichkeit sind sie ihm völlig ergeben und glauben aufrichtig, dass er ein unfehlbarer Drahtzieher ist, der sie gegen ein wahres Übel führt. Seine Schwester Claire sieht ihn als schwachen, ahnungslosen Bruder, der ihren Schutz braucht – eine Ansicht, die er aktiv fördert. Die Prinzessinnen Alexia und Rose haben komplexe Gefühle für ihn, aber Cid betrachtet sie lediglich als Mittel, um seine ‚Mob‘-Rolle zu fördern beziehungsweise als Teilnehmer seiner großen Fantasie.

Im Laufe der Geschichte zeigt Cid keinerlei persönliches Wachstum in Bezug auf seine Wahnvorstellungen oder sein emotionales Verständnis; sein grundlegendes Ziel bleibt unverändert. Die Entwicklung ist stattdessen ironisch, da sich die fiktiven Bedrohungen, die er zur Rechtfertigung seines Rollenspiels erfindet, als real herausstellen. Sein Charakterbogen dreht sich nicht um innere Veränderung, sondern um die wachsende Kluft zwischen seiner Wahrnehmung und der Realität, während er von einem echten Konflikt zum nächsten stolpert, in dem Glauben, dass alles Teil eines von ihm orchestrierten ausgeklügelten Spiels ist. Seine Fähigkeiten sind außergewöhnlich und resultieren aus unermüdlichem Training in seinem früheren und jetzigen Leben. Er ist ein Meister der Schwertkunst, Kampfkünste und Magie und hat ein Machtniveau erreicht, das weit über das gewöhnlicher Dunkler Ritter hinausgeht. Seine charakteristische Technik ist I Am Atomic, ein verheerender, benannter Angriff von immenser Zerstörungskraft, den er auch in mehrere Variationen abwandeln kann. Er erschuf außerdem eine Reihe von ‚Mob-Stil‘-Techniken, die speziell darauf ausgelegt sind, unscheinbar zu wirken und ihn überzeugend verprügeln zu lassen, um seine Tarnung zu wahren. Seine Ausrüstung umfasst einen Schleim-Body, der zu Waffen wie Schwertern geformt werden kann.