Film
Beschreibung
Daisuke Shima ist eine zentrale Figur in der Space-Opera-Erzählung. Geboren in Okinawa, Japan, in eine Familie mit langer maritimer Tradition, wurde er tiefgreifend von seinem Vater, Captain Daigo Shima, Kommandant des Kreuzers Murasame der United Nations Cosmo Navy, beeinflusst. Dieses familiäre Erbe prägte seinen Weg zum Dienst in der Cosmo Navy, wo er die Space Officer Training Academy absolvierte. Shima dient als Chefnavigator und Steuermann des Raumschiffs Yamato im Rang eines Leutnants. Zu seinen operativen Aufgaben gehören Navigation, Signalisierung, Wachdienst und umfassende Routenplanung, was ihn für das Überleben des Schiffs unverzichtbar macht. Besonders bekannt ist er als Warp-Spezialist mit einer Erfolgsrate von nahezu hundert Prozent für dieses riskante Navigationsmanöver.

In Bezug auf seine Persönlichkeit wird Shima als ruhigerer und ausgeglichenerer Gegenpart zu seinem besten Freund, dem Protagonisten Susumu Kodai, charakterisiert. Wo Kodai ungeduldig und emotionsgetrieben sein kann, zieht Shima im Allgemeinen objektive Urteile persönlichen Gefühlen vor. Diese rationale Veranlagung führt oft dazu, dass er als stabilisierender Einfluss wirkt, und er scheut sich nicht, abweichende Meinungen zu äußern, selbst gegenüber seinen Vorgesetzten, wenn er glaubt, dass Vorsicht oder Logik eine andere Vorgehensweise erfordern. In der Neuauflage beschreibt ihn sein Synchronsprecher als jemanden, der eine normalere, bodenständigere Perspektive repräsentiert, ähnlich der des Zuschauers, der die gewagteren Entscheidungen der Crew hinterfragt. Diese Praktikabilität rührt von einem starken Verantwortungsgefühl her; seine Rolle ist es, die Impulse anderer auszugleichen und die Sicherheit des Schiffs zu gewährleisten. Hinter seinem professionellen Auftreten verbirgt sich gelegentlich ein Mangel an Selbstvertrauen, trotz seiner anerkannten Fähigkeiten, und er hegt einen tiefsitzenden Hass auf das Gamilas-Imperium, weil sein Vater im Konflikt zwischen Erde und Gamilas getötet wurde.

Shimas Hauptrolle in der Geschichte ist die des Navigators der Yamato, aber seine narrative Funktion ist ebenso wichtig als Anker für Kodai. Ihre beständige Freundschaft, die als Klassenkameraden an der Space Warrior Training School geschmiedet wurde, ist ein Eckpfeiler der Serie. Obwohl sie eine tiefe Bindung gegenseitigen Vertrauens teilen, ist ihre Beziehung nicht ohne Reibungen, und sie streiten häufig, wobei einige Meinungsverschiedenheiten sogar in körperliche Auseinandersetzungen eskalieren, obwohl diese Konflikte letztlich ihre Kameradschaft stärken. Shima befindet sich oft in der Position, Kodai davon abhalten zu müssen, voreilig zu handeln, eine Rolle, die er gerade deshalb annimmt, weil er ein wahrer Freund ist, der sich um Kodais Wohlergehen sorgt. Diese Dynamik erstreckt sich auch auf ihre gemeinsame Sorge um Yuki Mori, um die sich Shima ebenfalls sehr kümmert, obwohl seine Gefühle typischerweise als enge Freundschaft und nicht als romantische Rivalität dargestellt werden, was ihren zwischenmenschlichen Beziehungen eine Schicht von ergreifender Tiefe verleiht.

Shimas persönliche Entwicklung ist eng mit seinen Beziehungen verbunden. Der Tod seines Vaters ist ein bedeutendes Trauma, das zunächst seine Feindseligkeit gegenüber Gamilas nährt. Ein Schlüsselmoment in seinem Handlungsbogen tritt ein, als er erfährt, dass es die Erde war, und insbesondere sein Vater, der Befehlen folgte, die möglicherweise die ersten Schüsse im Krieg abgefeuert hat, was ihn zwingt, sich einer komplexeren und schmerzhafteren Realität zu stellen als der einfachen Opferrolle. In späteren Handlungssträngen, insbesondere in der Kontinuität der Originalserie, entwickelt er eine tiefe romantische Verbindung über interstellaren Funk mit Teresa, der Hüterin des Planeten Telezart, ein Nebenstrang, der seiner Figur eine Dimension tiefen persönlichen Verlusts hinzufügt, als sie sich opfert. Im 2202-Remake wird diese spezifische Romanze weggelassen, aber seine Rolle als standhafter Unterstützer Kodais bleibt zentral, wobei seine Charakterentwicklung durch nuancierte, oft wortlose Interaktionen ausgedrückt wird, die seinen Respekt für das Wachstum seines Freundes und seine stille, unterstützende Präsenz vermitteln.

Bemerkenswerte Fähigkeiten umfassen seine außergewöhnliche Expertise in der Navigation und seine Meisterschaft der Warp-Technologie, eine Fähigkeit, für die er speziell als Warp-Meister bekannt ist. Seine technische Kompetenz wird durch sein ruhiges Urteilsvermögen unter Druck ergänzt, was ihn in kritischen taktischen Situationen unverzichtbar macht. Trotz der Gefahren des Weltraums werden seine Handlungen stets von einem Prinzip geleitet, das ihm sein Vater eingepflanzt hat: Ein Seemann gibt niemals einen Kameraden auf. Während seines gesamten Dienstes auf der Yamato, von ihrer Jungfernfahrt zur Konfrontation mit dem Gamilas-Imperium und später dem Gatlantis-Imperium, bleibt Shima eine Figur der Loyalität und Kompetenz. Letztendlich stirbt er in der Erzählung von „Final Yamato“ im Dienst, nachdem er seine lebenslange Verpflichtung gegenüber dem Dienst, seinen Crewmitgliedern und seinem Schiff erfüllt hat.