TV-Serie
Beschreibung
Belgrieve ist der zentrale Protagonist und Adoptivvater von Angeline in dieser Geschichte. In seiner Jugend war er ein aufstrebender Abenteurer, doch seine vielversprechende Karriere wurde tragisch beendet, als er bei einem frühen Einsatz sein rechtes Bein unterhalb des Knies an ein Monster verlor und sich zur Ruhe setzen musste. Nach dieser lebensverändernden Verletzung kehrte er in sein ruhiges Heimatdorf Tornela (auch Turnera genannt) zurück, um ein friedliches Leben zu führen, indem er seinen Lebensunterhalt damit verdiente, das Dorf vor Monstern zu schützen und Kräuter zu sammeln. In dieser Zeit entdeckte er beim Sammeln in den nahegelegenen Wäldern ein ausgesetztes Baby und beschloss, das Kind als sein eigenes aufzuziehen, und gab ihm den Namen Angeline.

Vom Charakter her ist Belgrieve ein selbstloser, freundlicher und bescheidener Mensch, der von den Einwohnern Tornelas zutiefst respektiert wird. Er ist ein ruhiger und gelassener Mann, eine Haltung, die mit dem Alter und der Erfahrung gekommen ist. Er neigt dazu, seine eigenen Fähigkeiten herunterzuspielen, da er aufrichtig glaubt, aufgrund seiner Behinderung und seines niedrigen Ranges als ehemaliger E-Rang-Abenteurer gewöhnlich und schwach zu sein. Trotz seiner eigenen Selbsteinschätzung ist er von Natur aus gutmütig und mag selten jemanden nicht; er ist bereit, Menschen eine Chance zu geben, basierend auf ihren Handlungen, nicht auf ihrer Spezies oder Herkunft. Seine Bescheidenheit führt dazu, dass Versuche, Übertreibungen seiner Stärke zu korrigieren, oft dazu führen, dass andere glauben, er sei nur bescheiden, was seinen Ruf als bescheidenen Helden festigt.

Belgrieves Hauptmotivation entspringt seiner beschützenden und fürsorglichen Natur. Er ist ein hingebungsvoller Vater, dessen Hauptanliegen das Wohlergehen seiner Tochter Angeline ist. Er vermisst sie sehr, nachdem sie das Haus verlässt, um Abenteurerin zu werden, und er sorgt sich, dass ihr schneller Erfolg sie arrogant und unvorsichtig gegenüber Gefahren gemacht haben könnte – ein Fehler, der tödlich sein könnte. Um dem entgegenzuwirken, ist er bereit, schwierige emotionale Schritte zu unternehmen, wie sie zu einem ernsthaften Duell herauszufordern, um ihre Entschlossenheit zu prüfen, in dem Glauben, dass dies für ihre Sicherheit notwendig ist, auch wenn es ihm persönliche Qualen bereitet. Obwohl er stolz auf ihre Leistungen ist, werden seine Handlungen stets von dem Wunsch getrieben, sie zu beschützen und sicherzustellen, dass ihre Fähigkeiten nicht zu Überheblichkeit führen.

Innerhalb der Geschichte dient Belgrieve als emotionaler Anker und Inspirationsquelle. Er ist der angesehene Beschützer seines Dorfes und ein Lehrer für die örtlichen Kinder, aber seine Rolle ist eng mit der Reise seiner Tochter verbunden. Angelines legendäre Geschichten über ihren Vater, den sie den Roten Oger nennt, verbreiten sich weit und breit und schaffen unbeabsichtigt einen legendären Ruf für ihn, den er für unverdient hält. Er ist eine standhafte Figur, die Rufe nach Abenteuern aus der Außenwelt ablehnt und es vorzieht, in Tornela zu bleiben, das er als untrennbar mit seiner Identität betrachtet. Seine Rolle besteht nicht darin, nach Ruhm zu streben, sondern darin, ein stabiles, liebevolles Zuhause und eine sichere Gemeinschaft zu bewahren.

Die bedeutendste Beziehung in Belgrieves Leben ist die zu seiner Adoptivtochter Angeline. Er zog sie mit Liebe und Fürsorge auf, brachte ihr alles bei, was er über Kampf und Überleben wusste, und schuf so eine sehr starke und liebevolle Eltern-Kind-Bindung. Angeline vergöttert ihn, während er beschützend und stolz auf sie ist. Seine anderen wichtigen Beziehungen sind die zur Gemeinschaft von Tornela, die er zu beschützen geschworen hat, und zu allen jungen Abenteurern oder Kindern, die er ausbildet. Er hat auch eine bemerkenswerte Begegnung mit Helvetica Bordeaux, einer Adligen, die versucht, ihn zwangsweise als Offizier anzuwerben – ein Angebot, das Belgrieve höflich, aber entschieden ablehnt.

Belgrieve durchläuft eine subtile, aber bedeutungsvolle Entwicklung. Anfangs wird er als ein im Ruhestand lebender Mann gezeigt, der mit dem Bedauern eines verlorenen Traums lebt, aber dennoch mit seinem bescheidenen Leben zufrieden ist. Im Verlauf der Geschichte muss er sich seinen eigenen Unsicherheiten über seinen Wert im Vergleich zu seiner S-Rang-Tochter stellen und mit seiner Rolle als ihr Führer ringen, nachdem sie ihn überholt hat. Seine Weisheit und Erfahrung erweisen sich stets als unschätzbar und lehren ihn, dass sein Wert als Vater und Beschützer nicht durch seine körperlichen Einschränkungen oder seinen niedrigeren Abenteurer-Rang gemindert wird. Ein bedeutender Teil seiner Entwicklung besteht darin, zu lernen, dass seine Ängste um Angeline weitgehend unbegründet sind und dass er erfolgreich eine fähige und besonnene Frau großgezogen hat.

Trotz seines Holzbeins ist Belgrieve ein beeindruckender Kämpfer, der das Archetyp des behinderten Badasses verkörpert. Er hält ein rigoroses Trainingsprogramm aufrecht, das seine Fähigkeiten über die Jahre hinweg scharf gehalten hat. Sein Kampfstil basiert nicht auf überwältigender Kraft oder Geschwindigkeit, sondern auf Effizienz, Präzision und der Weisheit, die aus einem Leben voller Erfahrung gewonnen wurde. Er ist ein pragmatischer Held, der keine Angst davor hat, hinterhältige Taktiken anzuwenden, um zu überleben, wie zum Beispiel einen Beutel mit gemahlenen Zwiebeln und Pfeffer als improvisierte Tränengasgranate zu werfen, um ein Monster zu blenden, bevor es dessen Lebenspunkte trifft. Obwohl er sich gegen viele Gegner behaupten kann, ist er sich auch seiner Grenzen bewusst, einschließlich seines Alters und seiner Ausdauer, und er ist nicht der unbesiegbare Held, den seine Tochter beschreibt. Seine wahre Fähigkeit liegt in seinem ruhigen Urteilsvermögen, seinem tiefen Wissen und seinen effektiven, ökonomischen Kampftechniken, die selbst von höherrangigen Abenteurern Respekt einfordern.