TV-Serie
Beschreibung
Großvater Takemoto ist der leibliche Großvater väterlicherseits der Protagonistin Chie und der Vater von Tetsu. Er lebt mit seiner Frau Kiku unweit des Takoyaki-Ladens der Familie. Sein vollständiger Name wird nie enthüllt, und er wird durchgängig einfach als Ojii-chan oder Großvater bezeichnet.

Was seine Persönlichkeit betrifft, so präsentiert er sich als sanftmütiger und etwas gebrechlicher älterer Mann. Er wirkt oft energielos, und sein Gesundheitszustand ist ein wiederkehrendes Merkmal. Er hat ein etwas schwaches Herz oder eine schwache Konstitution, und wenn er mit etwas konfrontiert wird oder gestresst ist, neigt er dazu, sich an die Brust zu fassen, zu hyperventilieren oder dramatisch so zu tun, als würde er gleich zusammenbrechen. Diese körperliche Verletzlichkeit ist ein Schlüsselmerkmal, das seine Interaktionen prägt, da er sie oft zu seinem Vorteil nutzt.

Trotz seines zarten Äußeren besitzt Großvater Takemoto eine listige und hinterhältige Seite. Er scheut sich nicht davor, seine Familienmitglieder zu manipulieren, um zu bekommen, was er will. Das bemerkenswerteste Beispiel dafür ist sein häufiges, erfolgreiches Manöver, um von seinem Sohn Tetsu Taschengeld zu bekommen. Er geht auf Tetsu zu, um ein Taschengeld oder ein Darlehen zu erbitten, und wenn Tetsu sich unweigerlich weigert oder versucht, der Bitte auszuweichen, fasst sich Großvater an die Brust und tut so, als stünde er kurz vor einem gesundheitlichen Zusammenbruch, was seinen Sohn zwingt, nachzugeben und das Geld herauszurücken. Diese Dynamik unterstreicht einen wesentlichen Teil seiner Rolle innerhalb der Familie.

Seine Beweggründe sind im Allgemeinen einfach und drehen sich um persönlichen Komfort und kleine Genüsse. Er ist keine treibende Kraft für große Handlungspunkte, sondern eine beständige Quelle für komische Erleichterung und häusliches Chaos. Er wünscht sich Taschengeld und ein ruhiges Leben, beteiligt sich aber aktiv an den Streitereien der Familie, um sich diese kleinen Annehmlichkeiten zu sichern. Er führt eine lange und konfliktreiche Beziehung mit seiner Frau Kiku. Die beiden werden häufig beim Zanken dargestellt, und Kiku ist oft streng zu ihm, obwohl dies als die Dynamik eines alten, vertrauten Paares präsentiert wird. Sie ist die dominante Figur in ihrer Beziehung, und seine „gesundheitlichen Probleme“ scheinen wenig Eindruck auf sie zu machen, da sie ihn ungeachtet dessen schnell zurechtweist.

Seine Beziehung zu seinem Sohn Tetsu ist zentral für seinen Charakter. Er sorgt sich um Tetsu, zeigt dies aber auf typische Osaka-Art, indem er Zuneigung mit Ausnutzung und harter Liebe mischt. Er hat wenig Respekt für Tetsus Getue als harter Kerl und scheut sich nicht, ihn für finanzielle Vorteile auszunutzen. Umgekehrt ist seine Beziehung zu seiner Enkelin Chie viel sanfter. Obwohl nicht ausführlich gezeigt, ist er eindeutig zärtlich zu ihr, und sie behandelt ihn mit einer Mischung aus genervter Zuneigung. Er respektiert auch seine Schwiegertochter Yoshie und hat ein gutes Verhältnis zu ihr, was im Gegensatz zu seinen oft angespannten Interaktionen mit seinem eigenen Sohn steht.

Im Laufe der Geschichte durchläuft Großvater Takemoto keinen signifikanten Charakterbogen oder eine Entwicklung. Seine Funktion ist hauptsächlich statisch; er dient als komisches Element und als Repräsentation eines bestimmten Typs des verschlagenen, älteren Archetyps, der in der japanischen Populärkultur üblich ist. Seine primäre Fähigkeit ist nicht körperlicher, sondern psychologischer Natur. Sein Talent, Krankheit vorzutäuschen, um Argumente zu gewinnen und Geld von Tetsu zu erpressen, ist seine bemerkenswerteste und effektivste Fertigkeit, eine Form emotionaler und psychologischer Manipulation, die über viele Jahre verfeinert wurde.