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Beschreibung
Kojirō Inokuma ist der Vater von Yawara Inokuma und der Sohn von Jigorou Inokuma, dem legendären Judo-Meister. Er selbst war ein erfolgreicher Judoka und gewann 1974 die All Japan Judo Championships. Als seine Tochter fünf Jahre alt war, warf sie ihn während des Trainings mit einem makellosen Tomoe Nage. In diesem Moment erkannte er ihr außergewöhnliches Talent und wurde sich bewusst, dass er als gewöhnlicher Mensch sie nicht mehr angemessen trainieren konnte. Ohne Erklärung verließ er sein Zuhause, um eine lange Reise der asketischen Ausbildung anzutreten, auf der Suche nach einem Weg, wie ein Nicht-Genie ein Naturtalent überwinden kann. Dieses plötzliche Verschwinden ließ Yawara glauben, dass ihre Liebe zum Judo ihren Vater vertrieben habe – eine Schuld, die sie jahrelang mit sich trug.

Persönlich ist Kojirō ein stoischer und zutiefst ernster Mann. Er teilt den enormen Appetit seines Vaters und seine intensive Hingabe zum Judo, aber es fehlt ihm die Fähigkeit, seine Gefühle offen zu kommunizieren. Diese Neigung, ohne Erklärung zu handeln, führt zu vielen anfänglichen Missverständnissen in seiner Familie. Seine zentrale Motivation ist die Suche nach einer Kernfrage: Wie kann ein gewöhnlicher Mensch ein Genie schlagen? Er widmet sich dem Beweis, dass durch hartes Training, strategisches Denken und puren Willen Talent überwunden werden kann. Diese Philosophie prägt seinen Coaching-Stil, der unerbittlich fordernd ist.

Kojirōs Rolle in der Geschichte ist die eines lange abwesenden Vaters, dessen Rückkehr sowohl Konflikt als auch Lösung schafft. Er wird zum Trainer von Yawaras Hauptrivalin Sayaka Honami und später eines französischen Judoka namens Marceau, die er auf Weltklasse-Niveau bringt. Seine Anwesenheit als Trainer ihrer Gegnerin verursacht bei Yawara emotionale Turbulenzen und bringt sie fast dazu, mit Judo aufzuhören. Er bleibt bis zum letzten Handlungsbogen eine geheimnisvolle Figur, in dem seine wahren Absichten enthüllt werden.

Seine Beziehungen sind zentral für die Erzählung. Zu Yawara ist er ein distanzierter Vater, der sich schließlich bei den Olympischen Spielen in Barcelona wieder mit ihr verbindet und beweist, dass sein Weggang nie aus Ablehnung geschah, sondern aus einem fehlgeleiteten Glauben, ihr zu helfen. Zu seinem eigenen Vater Jigorou hat er gegenseitigen Respekt für Judo, aber eine Spannung, die aus seinem unabhängigen Weg entsteht. Zu Sayaka und Marceau ist er ein strenger, aber effektiver Trainer, der alles von seinen Schülern verlangt.

Kojirō entwickelt sich von einer abwesenden, fast legendären Figur zu einem präsenten und fürsorglichen Vater. Seine Rückkehr heilt die zerrüttete Familie und ermöglicht es Yawara, endlich ihre Schuld loszulassen. Was seine Fähigkeiten betrifft, ist er ein ehemaliger All Japan Champion und ein Meistertechniker. Noch wichtiger ist, dass er ein außergewöhnlicher Trainer ist, der ein Gespür dafür hat, Schwächen zu erkennen und Trainingsmethoden zu entwickeln, die seine Schüler über ihre Grenzen hinausbringen. Sein taktisches Wissen und seine Fähigkeit, Rivalen auf Yawaras Niveau zu heben, machen ihn zu einer beeindruckenden Kraft hinter den Kulissen der Wettkampfwelt der Serie.