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Beschreibung
Navier Ellie Trovi ist die zentrale Protagonistin von Die wiederverheiratete Kaiserin. Sie stammt aus dem Haus Trovi, einer adeligen Herzogsfamilie des Östlichen Reiches, die dafür bekannt ist, viele Kaiserinnen hervorgebracht zu haben. Schon in jungen Jahren wurde sie als zukünftige Kronprinzessin auserwählt und gezielt für diese Rolle erzogen, sodass ihre gesamte Erziehung darauf ausgerichtet war, eine Kaiserin zu werden und gut zu regieren. Sie heiratet Kaiser Sovieshu, den sie seit ihrer Kindheit kennt, und dient als Kaiserin des Östlichen Reiches, als die Geschichte beginnt. Sie gilt in ihrem Land als ideale Kaiserin und tritt mit der Gelassenheit auf, die von ihrer Position erwartet wird.

In ihrer Persönlichkeit ist Navier gefasst, methodisch und tief diszipliniert. Sie denkt praktisch und logisch, zeigt selten ihre Emotionen in der Öffentlichkeit und neigt dazu, sich nicht in Angelegenheiten einzumischen, die sie nichts angehen. Ihre kontrollierte Fassade verbirgt ein starkes Pflichtbewusstsein und persönlichen Stolz, aber sie ist auch zu Wärme fähig. Während ihrer Jahre am östlichen Hof fungierte sie als fürsorgliche, fast mütterliche Figur für ein junges Mädchen in Palastnähe, indem sie die Leistungen des Mädchens lobte, sich um ihr Wohlbefinden kümmerte, sie in schwierigen Momenten tröstete und sich um ihre Zukunft sorgte.

Naviers zentrale Motivation ist es, ihre Identität und Position als Kaiserin zu bewahren, die Berufung, für die sie ihr ganzes Leben lang ausgebildet wurde. Ihr Leben nimmt eine unerwartete Wendung, weil man glaubt, sie könne keine Kinder gebären, weshalb Sovieshu eine ehemalige Sklavin namens Rashta als Konkubine in den Palast bringt, um einen Erben zu sichern. Sovieshu verliebt sich allmählich in Rashta, vernachlässigt Navier und verlangt schließlich eine Scheidung, während er behauptet, sie werde nur vorübergehend sein. Statt zu flehen oder sich stillschweigend verstoßen zu lassen, akzeptiert Navier die Scheidung zu ihren eigenen Bedingungen und bittet um die Erlaubnis, Heinrey, einen Prinzen des Westlichen Königreichs, zu heiraten, wodurch sie ihren Titel und ihren Lebenstraum behalten kann.

Ihre Beziehung zu Heinrey prägt die zweite Hälfte ihrer Geschichte. Er hatte sich bereits heimlich in sie verliebt, nachdem er sie kennengelernt hatte, während er seine Gestaltwandlungsfähigkeit in Form eines Vogels nutzte. Was als überraschende politische Ehe beginnt, wächst zu echtem Vertrauen, Zuneigung und Partnerschaft heran, und Navier wird Kaiserin des Westlichen Reiches, sobald Heinrey einen höheren Thron besteigt. Ihre Beziehung zu Sovieshu hingegen wandelt sich von Kindheitsfreundschaft und gegenseitigem Vertrauen zu Entfremdung und Rivalität, während Rashta zu ihrer Hauptgegnerin im Palast wird.

Im Verlauf der Erzählung entwickelt sich Navier von einer pflichtbewussten und emotional zurückhaltenden Kaiserin, die den Verrat ihres Ehemanns erträgt, zu einer entschlossenen Frau, die die Kontrolle über ihre eigene Zukunft übernimmt. Sie trägt die Disziplin und Würde ihrer Ausbildung in ihr neues Leben, aber sie lernt allmählich, wieder zu vertrauen und sich durch ihre Ehe mit Heinrey echter Liebe zu öffnen. Über ihre politischen Fähigkeiten, ihre diplomatische Gelassenheit und ihre administrative Kompetenz hinaus besitzt Navier auch eine bemerkenswerte übernatürliche Fähigkeit: Nachdem sie magischen Steinen ausgesetzt war, wird sie zu einer spät erblühenden Eismagierin, eine Macht, die sie auszeichnet und eine bedeutende Rolle in den Konflikten spielt, denen sie gegenübersteht.