TV-Serie
Beschreibung
Eine 24-jährige Frau vom Land lebt allein in Tokios Stadtteil Ekoda, balanciert zwischen Gelegenheitsjobs als Nachtclub-Hostess und Aktmodell und flüchtigen Romanzen, die verpuffen. Ihr pragmatischer Zug zeigt sich in Haushaltsgewohnheiten – sie bleibt nackt, um Wäsche zu sparen –, während ihr sarkastisch-distanziertes Wesen leise Sehnsüchte nach echter Liebe verbirgt, die mit ihrer Realität aus kurzen Affären und romantischen Tagträumen kollidieren.

Freundschaften mit der arglosen R. und der abgebrühten M. offenbaren ihre scharfe Verachtung für performative Weiblichkeit, besonders für Frauen, die Verletzlichkeit als Waffe einsetzen, während ihre Beschützerinstinkte gegenüber R. auf einen behüteten Kern hinweisen. Der Alltag ist erfüllt von düsterer Banalität: Kämpfe mit Kakerlaken, Schimmel in der Küche und eintönige Dienstleistungsjobs, die sie mit dunklem Humor meistert.

Frühere Versuche von Stabilität – Modellstehen für einen Ex, Tanzen in einer Truppe – ließen sie wurzellos zurück, doch ihre Entwicklung zeigt eine langsame Annahme ihrer unverhohlenen Sexualität und Selbstständigkeit, unterbrochen von offenen Reflexionen über romantische Enttäuschungen und Momenten der Befreiung. Die Wiederannäherung an ihre Schwester vertieft die Spannung zwischen gesellschaftlichen Normen und persönlichen Wünschen und macht sie zu einer dunkel-komischen Ikone der Mittzwanziger-Transienz – eine Frau, die schonungslose Ehrlichkeit über sexuelle Selbstbestimmung und Einsamkeit mit flüchtigen, hellen Freiheitsmomenten vereint.