OVA
Beschreibung
Miyu erscheint in mehreren Adaptionen. Im Kurzfilm von 1999 ist sie eine junge Tokioter Büroangestellte, die allein lebt. Während eines Frühlingsregens entdeckt sie eine weiße Streunerkatze namens Chobi und nimmt sie auf. Sie bewältigt die urbane Einsamkeit während ihres täglichen Pendelns. Ein emotional bedeutsamer Herbstanruf löst eine depressive Episode aus, in der Chobi stille Gesellschaft leistet. Bis zum Winter findet sie wieder Stabilität in ihrer Routine und teilt ein zufriedenes Leben mit der Katze.

Die Anime-Serie "Everything Flows" von 2016 erweitert ihre Geschichte. Als Kind bringt ihre Mutter nach dem Tod des Vaters ein schwarzes Kätzchen namens Daru mit nach Hause. Miyu ist anfangs verärgert über Daru, weil es die Tasse ihres Vaters zerbricht, doch später bindet sie sich an die Katze, was zu ihrer ersten Freundschaft mit der Mitschülerin Tomoka führt. Als junge Erwachsene teilt Miyu eine Wohnung mit Tomoka während der Jobsuche nach dem College. Als Tomoka auszieht, um mit ihrem Freund zu leben, steht Miyu vor finanziellen Schwierigkeiten und wiederholten Jobabsagen. Angespannte Beziehungen zu ihrer Mutter, möglicherweise aufgrund von deren Heiratsplänen, verschärfen ihre schwere Depression, was zu sozialem Rückzug und ihrer Abwesenheit von Tomokas Hochzeit führt. Der sterbende Daru aktiviert ihr Telefon, um ihre Mutter zu kontaktieren, und ermöglicht so deren Versöhnung. Ein Jahr später, berufstätig und emotional erholt, adoptiert Miyu während regnerischen Wetters eine weitere weiße Katze, die als Reinkarnation Darus angedeutet wird.

Die Manga-Fortsetzung zeigt Miyu mit der neu adoptierten Chobi. Die Wiederheirat ihrer Mutter bleibt eine Quelle von Konflikten zwischen ihnen, im Gegensatz zur früheren Lösung im Anime. Ihr Berufsleben stabilisiert sich durch Büroarbeit, obwohl ihre emotionale Widerstandsfähigkeit weiterhin von tierischer Gesellschaft abhängt.

Die Romanadaption zeigt Miyu bei der Arbeit mit Dokumenten und im Kampf mit zwischenmenschlicher Kommunikation, was romantische Beziehungen behindert. Die Adoption der Straßenkatze Chobi offenbart ihre Güte und subtile Einsamkeit durch die Perspektive der Katze. Chobis Anwesenheit befähigt sie allmählich, unterdrückte Emotionen auszudrücken und entscheidende Veränderungen vorzunehmen, einschließlich der Beendigung einer unbefriedigenden Beziehung. Ihre Handlungsstränge kreuzen sich mit denen anderer Nachbarn und betonen so Gemeinschaftsverbindungen, die durch Katzen ermöglicht werden.

In allen Medien erkundet ihre Entwicklung Einsamkeit, Trauer und allmähliche emotionale Heilung. Katzenbegleiter katalysieren durchgängig ihre zwischenmenschlichen Verbindungen und persönliches Wachstum, oft während Übergangsjahreszeiten und Wetterereignissen wie Regen. Ihre berufliche Entwicklung von früher Arbeitslosigkeit zu stabilen Büropositionen verläuft parallel zu ihrer emotionalen Entwicklung.