TV Special
Beschreibung
Chokichi, der Sohn eines Vorarbeiters einer Baucrew, bewegt sich durch die Erzählung mit einer sozialen Stellung und einem Verhalten, die stark durch diese familiäre Position geprägt sind. Gleichaltrige aus der Nachbarschaft identifizieren ihn konsequent über die Rolle seines Vaters in der Gemeinschaft und bezeichnen ihn als "den Sohn des Chefs".

Als Anführer der "Back Street Gang" zeigt Chokichi eine durchweg antagonistische und aggressive Natur, die er besonders gegenüber Shōta, dem Anführer der rivalisierenden "Main Street Gang", richtet. Seine Charakterisierung unterstreicht Herzlosigkeit, Jähzorn und unmanierliches Verhalten. Er sucht aktiv Konfrontationen, stiftet Konflikte innerhalb der Dynamik der örtlichen Kindergruppen an, darunter auch Hinterhalte gegen Shōta und dessen Anhänger, angetrieben von seiner streitsüchtigen Persönlichkeit.

Ein entscheidender Moment entfaltet sich während des Sommerfestes am Senzoku-Schrein. Chokichi versucht, Shōta in einen Hinterhalt zu locken, doch dessen Abwesenheit löst Frustration in ihm aus. Dies gipfelt in Gewalt gegen Sangorō, ein Mitglied von Shōtas Gruppe, dessen Familie in einem Haus lebt, das Chokichis Vater gehört. Diese Wohnsituation schafft ein Machtungleichgewicht, das Sangorō häufig in Chokichis Konflikte hineinzieht. In derselben Auseinandersetzung schlägt Chokichi Shōtas bester Freundin Midori mit seinem schlammigen Sandal auf die Stirn. Später überhäuft er Midori mit einer Flut von Beleidigungen, die sich auf ihren familiären Hintergrund und ihre erwartete Zukunft als Kurtisane beziehen. Dieser verbale Angriff verstärkt ihre emotionale Not erheblich und beeinflusst ihre späteren Entscheidungen.

Die Geschichte verortet Chokichis Entwicklung innerhalb der breiteren gesellschaftlichen Zwänge, mit denen die Jugend in diesem Umfeld konfrontiert ist. Wie seine Altersgenossen sieht er sich Erwartungen ausgesetzt, die direkt an den Beruf seiner Familie geknüpft sind und ihn dazu drängen, die Rolle seines Vaters zu übernehmen. Dieser gesellschaftliche Kontext begrenzt seine wahrgenommenen Möglichkeiten zur persönlichen Entfaltung und verstärkt das narrative Thema vorbestimmter sozialer Rollen innerhalb der Gemeinschaft.