TV Special
Beschreibung
Rothemd, der manipulierende und heuchlerische Konrektor der Mittelschule des Protagonisten, kultiviert eine intellektuelle Persönlichkeit durch seinen Doktortitel in Literatur und ein markantes rotes Flanellhemd – ein bewusst gewähltes Symbol seiner oberflächlichen Zuneigung zur westlichen Moderne. Seine Machenschaften dienen vorrangig eigennützigen Interessen, insbesondere indem er die Versetzung des Englischlehrers Uranari an einen abgelegenen Posten unter dem Vorwand beruflicher Förderung orchestriert, während er heimlich Uranaris Verlobte Madonna, eine gefeierte lokale Schönheit, umwirbt.

Er setzt hinterhältige Taktiken ein, um Rivalen zu untergraben, indem er Konflikte fabriziert und Zeitungskontakte manipuliert, um Kollegen wie den Protagonisten und Porcupine, den prinzipientreuen Mathematiklehrer, zu diskreditieren. Obwohl er andere öffentlich für moralische Verfehlungen rügt, frequentiert Rothemd selbst Geishahäuser und betrügt, unterstützt von seinem schmeichlerischen Komplizen Nodaiko, dem Kunstlehrer.

Rothends Charakter verkörpert die kulturellen Spannungen Japans im frühen 20. Jahrhundert und spiegelt einen elitistischen Intellektualismus mit hohlem Verständnis europäischer Ideale wider, der sich stark von den in traditionellem Pragmatismus verankerten Protagonisten abhebt. Sein Untergang bahnt sich an, als er entlarvt wird: Nach einer Prügelei mit dem Protagonisten und Porcupine vertuscht er den Vorfall, um einen Skandal zu vermeiden und seinen fragilen Ruf zu wahren.

Die Erzählung stellt Rothemd als Allegorie für eigennützige Intellektuelle in der Modernisierungsära Japans dar und kritisiert deren Entfremdung von authentischer kultureller Identität angesichts raschen gesellschaftlichen Wandels.