TV-Serie
Beschreibung
Makoto Sawatari ist eine mysteriöse junge Frau, die abrupt in der Geschichte von Kanon auftaucht, erstmals begegnet, als sie Yuuichi Aizawa mitten in der Stadt angreift. Sie hat fast alle ihre Erinnerungen verloren und behält nur ihren Namen und einen tiefsitzenden Groll gegen Yuuichi, von dem sie glaubt, dass er auf Ereignissen vor sieben Jahren beruht, als er als Kind die Stadt besuchte. Ihre Amnesie ist deutlich schwerwiegender als die anderer Charaktere und hat eine einzigartige Ursache. Sie wird von Yuuichi und seiner Cousine Nayuki Minase aufgenommen und wird für den Rest ihres Handlungsbogens ein Gast im Haushalt der Minases.

Ihre Persönlichkeit ist geprägt von einer ausgeprägten schelmischen und verspielten Ader, die sie hauptsächlich durch eine Reihe eskalierender Streiche gegenüber Yuuichi ausdrückt. Diese reichen davon, Essen auf ihn fallen zu lassen, bis hin zum Werfen von brennenden Feuerwerkskörpern in sein Zimmer, alles angetrieben von ihrer erklärten Abneigung gegen ihn. Sie bezieht sich konsequent in der dritten Person auf sich selbst und verwendet den eigentümlichen Ausruf auu~, wenn sie frustriert oder traurig ist. Trotz ihrer äußeren Feindseligkeit zeigt sie eine aufrichtige und zärtliche Seite, besonders gegenüber Tieren. Sie nimmt eine streunende Katze auf, die sie Piro nennt, die sie sehr liebt und oft auf ihrem Kopf herumträgt, eine Geste, die in ihrer Traurigkeit darüber wurzelt, dass Haustiere von ihren Besitzern ausgesetzt werden. Im Laufe der Zeit, als sie sich eher wie ein Mitglied der Familie Minase fühlt, anstatt wie eine Fremde, mildert sich ihre Feindseligkeit gegenüber Yuuichi, und sie beginnt wirklich für ihn zu sorgen, indem sie über ihren anfänglichen Groll hinwegsieht. Sie kann naiv in Bezug auf alltägliches soziales Wissen sein, ihr fehlt der gesunde Menschenverstand in Bereichen wie dem Kauf von eigenem Essen oder Manga, eine Folge ihrer begrenzten Lebenserfahrung.

Ihre Hauptmotivation ist mit ihrer fragmentierten Vergangenheit und ihrer Verbindung zu Yuuichi verwoben. Im Laufe der Geschichte wird enthüllt, dass Makoto kein gewöhnlicher Mensch ist. Sie ist tatsächlich ein Fuchs, den Yuuichi zehn Jahre vor den Hauptereignissen verletzt auf dem Monomi-Hügel fand. Er pflegte den Fuchs gesund und behielt ihn während eines Sommerbesuchs in seinem Zimmer, wobei er ihm von einem Schwarm anvertraute, den er für ein älteres Mädchen namens Makoto Sawatari hatte, von dem der Fuchs später ihren Namen annahm. Am Ende dieses Sommers ließ Yuuichi den Fuchs wieder auf dem Hügel frei und rannte dabei weg. Der Fuchs, der sich verlassen fühlte und sich danach sehnte, Yuuichi wiederzusehen, wünschte sich so sehr, dass ihr Wunsch erfüllt wurde, aber auf Kosten ihrer Erinnerungen und schließlich ihres Lebens. Sie wurde in ein menschliches Mädchen verwandelt, was zu ihrem Wiederauftauchen zu Beginn der Geschichte führte. Ihr zentraler Antrieb ist daher ein unbewusster Wunsch, bei Yuuichi zu sein und den Schmerz dieser Verlassenheit zu versöhnen, selbst während sie kämpft, ihre eigene Identität zu verstehen.

In der Geschichte fungiert Makoto als zentrale Protagonistin mit einem zutiefst emotionalen Handlungsbogen, der Themen wie Erinnerung, Identität und die beständige Natur von Bindungen erforscht, die die Form transzendieren. Ihre Rolle beginnt mit ihr als chaotische und feindselige Präsenz in Yuuichis Leben, verschiebt sich aber allmählich zu einer ergreifenderen und tragischeren Figur, als ihre wahre Natur und die Kosten ihrer Existenz enthüllt werden. Ihre Entwicklung ist gekennzeichnet durch ihren Übergang von einer einseitigen Fokussierung auf Rache zu einer echten emotionalen Verbindung mit Yuuichi und den anderen, gipfelnd in einer bittersüßen Akzeptanz ihres Schicksals.

Die bedeutendste Beziehung in ihrem Leben ist die zu Yuuichi Aizawa. Ihre Dynamik entwickelt sich dramatisch von anfänglicher Feindseligkeit und Streichen zu gegenseitiger Zuneigung und einem tiefen, unausgesprochenen Verständnis. Ein Schlüsselmoment in diesem Wachstum ist ihre vorgetäuschte Hochzeit, ein Ereignis, das ihren Wunsch nach Nähe und ihre Akzeptanz ihrer Gefühle symbolisiert. Auch ihre Bindung zu Nayuki Minase erweist sich als wichtig, da Nayuki ihr Freundschaft und ein Gefühl der Zugehörigkeit innerhalb der Familie anbietet. Diese Beziehungen sind entscheidend für ihr emotionales Erwachen und formen letztendlich ihre letzten Momente.

Als Fuchsgeist wird impliziert, dass Makoto bestimmte angeborene Fähigkeiten besitzt, wie verbesserte Beweglichkeit und eine Verbindung zur geistigen Welt, obwohl diese Eigenschaften in ihren täglichen Interaktionen nicht offen betont werden. Ihre Kräfte neigen dazu zu verblassen, je mehr sie sich mit dem menschlichen Leben und den Emotionen verflechtet. Ein bemerkenswertes, fast rituelles Detail gegen Ende ihrer Geschichte ist ihre Angewohnheit, zwei kleine Glöckchen um ihr rechtes Handgelenk zu tragen, deren Klang sie genießt, eine letzte, einfache Freude vor ihrem tragischen Ende.