TV-Serie
Beschreibung
Dorothea Molders, eine Deutsche, die nach England übersiedelte, zog mit ihrem Ehemann Wilhelm und den Kindern Erich und Ilse dorthin, nachdem sie ein weitläufiges Anwesen in Haworth von einem geldknappen Adligen erworben hatte. Ihr Status als Neureiche und ihre ausländische Herkunft stießen auf soziale Barrieren, da englische Aristokraten ihren fremden Wurzeln und neu erworbenen Reichtum mit kaum verhohlener Verachtung begegneten. Toleranz erfuhren sie durch Personen wie Mrs. Santhrop, deren häufige Einladungen Dorotheas zögerliche gesellschaftliche Integration erleichterten.

Selbstbewusst ausstrahlend, war Dorothea stolz auf ihr Äußeres und zeigte unverhohlene Selbstsicherheit – sie entkleidete sich sogar unbefangen vor Dienstboten – und missachtete damit gleichgültig die viktorianischen Anstandsregeln. Sie begegnete dem Personal mit zugänglicher Wärme und vermied die Hochmütigkeit, die von ihrem Stand erwartet wurde.

Ihre Ehe mit Wilhelm blühte als leidenschaftliche, achtjährige Verbindung, die entflammte, als sie ihn in Deutschland beinahe im Galopp vom Pferd aus überritten hätte. Fasziniert von ihrem ungebändigten Wesen – erkennbar an ihrem Reitstil und ihren offenen Haaren – warb er um sie in einer von magnetischen Spannungen und unterschiedlichen Erinnerungen an ihr erstes Zusammentreffen geprägten Romanze. Gemeinsam meisterten sie Kindererziehung, gesellschaftliche Anpassung und partnerschaftliche Problemlösungen, wobei ihre Bindung durch geteilte Verletzlichkeit während der kulturellen Eingewöhnung in England vertieft wurde.

Jahre später stellte Dorothea die Londoner Ausreißerin Emma als Hausmädchen ein und integrierte das Mädchen in das soziale Mikrokosmos des Anwesens. Die unkonventionellen Gewohnheiten der Herrin – wie nackte Auftritte in Fensternähe – und die Entscheidung, Emma nach London mitzunehmen, ließen unbeabsichtigt die belasteten Verbindungen aus der Vergangenheit der Magd wieder aufleben.

Häusliche Abläufe verbanden sich mit leiseren familiären Fäden: Das Verschwinden und die Wiederauffindung von Dorotheas Haustierhörnchen Theo unterbrach das Haushaltsleben und offenbarte die zarten Bindungen und privaten Nöte ihrer Kinder unter ihrer aufmerksamen Führung.