TV-Serie
Beschreibung
Ein, deren richtiger Name Eren ist, ist eine zentrale Figur der Erzählung als das ursprüngliche Phantom, die elitärste Attentäterin, die für das kriminelle Syndikat Inferno arbeitet. Ihr Hintergrund ist von Tragödie und Manipulation geprägt. Sie stammt aus der Mongolei, wurde aus einem Waisenhaus geholt und von Scythe Master, einem ehemaligen KGB-Agenten und ihrem Schöpfer, einer umfassenden Gehirnwäsche unterzogen. Als sein erstes und wichtigstes Meisterwerk wurde sie mit dem deutschen Wort für „eins“ bezeichnet.

Ein ist geprägt von ihrer auffälligen Stoizität und emotionalen Taubheit, eine direkte Folge ihrer Konditionierung. Sie handelt mit extremer Kälte und Effizienz, hinterfragt nie ihre Befehle und führt Attentate fehlerfrei aus. Dieses Verhalten ist nicht auf angeborene Grausamkeit zurückzuführen, sondern darauf, dass ihr Selbstgefühl ausgelöscht wurde; sie besitzt keine Erinnerungen an eine Vergangenheit oder eine Vision für eine Zukunft und sieht sich selbst lediglich als Werkzeug oder Geist ohne Platz in der Welt. Ihre Motivation ist anfangs schlichtes Überleben und Gehorsam gegenüber Scythe Master, dem gegenüber sie eine beunruhigende, fast missbrauchte Loyalität zeigt.

Ihre Rolle in der Geschichte ist in erster Linie die der Mentorin und Partnerin des Protagonisten, eines japanischen Teenagers, der in Zwei umbenannt wurde. Sie ist dafür verantwortlich, ihn in allen Arten von Attentaten auszubilden, vom Nahkampf bis zum Schießen mit verschiedenen Schusswaffen wie dem Colt Python. Ein lehrt Zwei die grundlegende Regel ihrer Existenz: Töte oder werde getötet, und sie befürwortet emotionale Distanz als Überlebensmechanismus. Trotz ihrer hohlen Fassade entwickelt sich eine komplexe Bindung zwischen ihnen. Während sie ihn als Werkzeug und Partner betrachtet, schaffen ihre gemeinsamen Umstände eine tiefe, unausgesprochene Verbindung. Diese Beziehung wird zum primären Katalysator für ihre allmähliche Veränderung, als sie den Namen Eren annimmt, ein Geschenk von ihm, das den ersten Samen einer persönlichen Identität darstellt.

Im Laufe der Erzählung zeigt Ein eine subtile, aber bedeutende Entwicklung. Sie beginnt als völlig unbeschriebenes Blatt, eine perfekte lebende Waffe ohne Willen. Als sie mehr Zeit mit Zwei verbringt und Momente außerhalb der Reichweite der Organisation erlebt, beginnt sie leise nach Freiheit und einem normalen Leben zu verlangen. Ihre emotionale Bandbreite, obwohl noch unterdrückt, erweitert sich um Beschützerinstinkt und den Wunsch, dem Kreislauf der Gewalt zu entkommen. Dieser innere Konflikt und ihre wiedererwachende Menschlichkeit sind zentral für ihren Charakterbogen, während sie sich von einer programmierten Marionette zu jemandem entwickelt, der fähig ist, ihre eigene Entscheidung zu treffen, zu leben.