Film
Beschreibung
Bernhard von Schneider dient als erster Adjutant und engster Vertrauter des hochrangigen Admirals Willibald Joachim von Merkatz. Er ist ein junger und fähiger Offizier der Streitkräfte des Galaktischen Kaiserreichs und hat zum Zeitpunkt des Imperialen Bürgerkriegs den Rang eines Majors inne. Sein Äußeres fällt als gutaussehender junger Mann mit blondem Haar auf, was ihm unter den Frauen des Kaiserreichs den inoffiziellen Spitznamen eines „honigsüßen“ Offiziers eingebracht hat.

Schneiders prägendes Merkmal ist seine tiefe und unerschütterliche Loyalität gegenüber Admiral Merkatz, den er zutiefst bewundert und dem er mit Hingabe dient. Er ist reikyo (bedeutet ruhig und gefasst) und analytisch veranlagt, mit der Fähigkeit, komplexe Situationen rational einzuschätzen. Diese analytische Natur schmälert nicht seine leidenschaftliche Hingabe; er ist dafür bekannt, empört und erbittert schützend zu reagieren, wenn er wahrnimmt, dass Merkatz unfaire oder respektlose Behandlung erfahren hat.

Seine Rolle in der Geschichte ist fast vollständig durch seine Beziehung zu Merkatz definiert. Er wird erstmals als Adjutant von Merkatz während der Schlacht von Astarte gesehen. Als Merkatz während des Imperialen Bürgerkriegs gezwungen wird, dem aristokratischen Lippstadt-Liga gegen Reinhard von Lohengramm beizutreten, bleibt Schneider an seiner Seite, obwohl sein Kommandant die unvermeidliche Niederlage des Adels vorhersagt. Nach der katastrophalen Niederlage der Liga zeigt Schneider seinen wichtigsten eigenständigen Akt. In der Erwartung, dass Merkatz Selbstmord begehen will, um seinem gebrochenen Eid an die sterbende Goldenbaum-Dynastie Ehre zu erweisen, greift Schneider ein. Er täuscht seinen Vorgesetzten, indem er behauptet, dessen Seitenwaffe sei entladen, und argumentiert dann leidenschaftlich, dass Merkatz stattdessen beim Freien Planetenbund Asyl suchen solle.

Schneider setzt sich persönlich dafür ein, dass Merkatz vom Allianz-Admiral Yang Wen-li auf der Iserlohn-Festung als Ehrenempfang aufgenommen wird, und sichert so erfolgreich die Sicherheit und Würde seines ehemaligen Kommandanten. Diese Entscheidung zwingt Schneider, seine eigene vielversprechende Karriere in der imperialen Marine aufzugeben, um Merkatz ins Exil zu folgen. Er dient weiterhin als Adjutant von Merkatz innerhalb der Iserlohn-Garnisonsflotte und später als Teil der Yang-Flotte. Er bleibt loyal, selbst in den düstersten Perioden, wie etwa als er und Merkatz widerwillig der machtlosen exilierten „Legitimen Regierung des Galaktischen Kaiserreichs“ zugeordnet werden – eine Rolle, die Schneider privat als hohl und sinnlos betrachtet. Er kämpft an der Seite der Allianzstreitkräfte während der Operation Ragnarök und der Schlacht von Vermillion und bildet später mit Merkatz von einem versteckten Asteroidenstützpunkt aus eine Widerstandszelle, nachdem die Allianz kapituliert hat.

Schneiders persönliche Entwicklung betrifft weniger eine Veränderung seiner Kernwerte, sondern vielmehr die Vertiefung seiner Loyalität und seines Pflichtgefühls, während er den Zusammenbruch und Wandel der galaktischen politischen Ordnung miterlebt. Seine gesamte Laufbahn ist ein Zeugnis von Hingabe, nicht von persönlichem Ehrgeiz. Er findet das Ende seines Dienstes schließlich auf der brennenden Brücke des Flaggschiffs Hyperion während der Schlacht von Shiva, wo der tödlich verwundete Merkatz seine letzten Worte an ihn richtet. Nach dem Konflikt wird Schneider vom neuen Galaktischen Kaiserreich begnadigt. Seine letzte Handlung und der letzte Ausdruck seiner Loyalität ist es, das Versprechen an seinen gefallenen Kommandanten zu erfüllen, indem er Merkatz' sterbliche Überreste zu dessen Familie zurückbringt.

Zu seinen bemerkenswerten Fähigkeiten gehören strategische und taktische Kompetenz, wie sie von einem Offizier erwartet wird, der einem Hochadmiral zur Hand geht. Seine bedeutendste Fähigkeit ist jedoch seine persönliche Standhaftigkeit und Überzeugungskraft, die er demonstriert, als er im Alleingang einen verzweifelten Vorgesetzten davon überzeugt, Exil statt Tod zu wählen. Seine nüchterne Analyse bildet einen wertvollen Kontrapunkt zu Merkatz' Erfahrung, und seine verlässliche Beständigkeit macht ihn zu einer unverzichtbaren Stütze für seinen Kommandanten durch Jahre des Krieges, Exils und Widerstands.
Besetzung