TV-Serie
Beschreibung
Heine Wittgenstein ist die zentrale Figur seiner Geschichte, ein Mann, dessen äußeres Erscheinungsbild stark mit seinem Alter und Beruf kontrastiert. Obwohl er ein reifer Erwachsener ist, angeblich in seinen Vierzigern, hat er eine sehr geringe Körpergröße von 155 Zentimetern und ein jugendliches Gesicht, was dazu führt, dass er häufig für ein Kind oder einen Jugendlichen gehalten wird. Dieses Missverständnis ist eine Quelle großer persönlicher Verärgerung und bringt ihn dazu, seine ansonsten unerschütterliche Gelassenheit zu verlieren. Er trägt normalerweise eine Brille und bewegt sich mit einer ruhigen und gefassten Haltung.

In seiner Persönlichkeit ist Heine das Bild von Stoizismus und Höflichkeit. Er zeigt selten offene Emotionen und behandelt jeden, vom höchsten König bis zum schwierigsten Prinzen, mit einer beständigen, fast formellen Höflichkeit. Dies kann ihn auf den ersten Blick hart oder kalt erscheinen lassen, aber unter dieser reservierten Oberfläche verbirgt sich ein zutiefst empathischer und verständnisvoller Mensch. Er besitzt einen scharfen Verstand und ein scharfes Gespür für die menschliche Natur, doch er stellt sein Wissen oder seine Fähigkeiten nie zur Schau. Er ist geduldig und fair und zieht es vor, seine Schüler zu führen, indem er ihnen Hoffnung und Verständnis vermittelt, anstatt durch Angst oder Bestrafung, und verkörpert damit seine Philosophie dessen, was ein wahrer Lehrer sein sollte.

Heines Motivationen sind in seiner Vergangenheit und seiner Beziehung zum König verwurzelt. Bevor er an den Hof kam, arbeitete er als freiwilliger Lehrer für Kinder in einer Kirche und erhielt als Gegenleistung für seine Dienste eine Mahlzeit. Seine Entscheidung, königlicher Tutor zu werden, traf er nicht leichtfertig. Er nahm die Stelle unter der Bedingung an, dass seine Vergangenheit nicht preisgegeben würde. Später enthüllt er, dass er und König Viktor von Granzreich sich seit ihrer Jugend kennen, eine Freundschaft, die so eng ist, dass sie sich ohne Formalitäten mit Vornamen anreden. Ihre Geschichte ist mit einem gefährlichen Missverständnis verwoben; als junger Mann wurde Heine zu Unrecht wegen der Entführung und des versuchten Mordes an dem damaligen Prinzen Viktor inhaftiert, eine Tragödie, die dazu führte, dass Viktor angeschossen wurde, als er ihn beschützte. Nachdem Viktor König geworden war, baute er eine Kirche, in der Heine unterrichten konnte, und vertraute ihm später die Erziehung seiner eigenen Söhne an.

Heines Rolle in der Geschichte ist es, als privater königlicher Tutor für die vier jüngeren Prinzen des Königreichs zu dienen, die den Ruf haben, schwierig zu sein und alle vorherigen Tutoren vertrieben zu haben. Er hat die Aufgabe, sie zu würdigen Thronfolgern auszubilden, ihnen nicht nur akademische Fächer und Etikette beizubringen, sondern auch, wie sie sich selbst und andere verstehen können. Seine Beziehungen zu den vier Prinzen – Leonhard, Bruno, Licht und Kai – bilden den Kern der Erzählung. Er geht auf jeden Prinzen mit einer einzigartigen Strategie zu, nutzt seine wahrnehmungsfähigen Fähigkeiten, um ihre individuellen Unsicherheiten und Motivationen aufzudecken, und gewinnt allmählich ihr Vertrauen und ihren Respekt. Während er ihr strenger und anspruchsvoller Lehrer ist, ist er auch ihr Beschützer und eine stabile, führende Präsenz in ihrem Leben.

Im Laufe der Geschichte zeigt Heine eine bemerkenswerte Entwicklung. Anfangs eine rätselhafte, in Geheimnisse gehüllte Figur, öffnet sich seine zurückhaltende Natur langsam. Die Bindung, die er zu den Prinzen aufbaut, wird zum Katalysator, der ihn dazu bringt, sich seiner eigenen schmerzhaften Vergangenheit und seinem Glauben, dass er nicht in ihre Welt gehört, zu stellen. Seine persönliche Geschichte, einschließlich seiner Herkunft als Anführer von Waisenkindern in der Kanalisation und seiner späteren Enthüllung als Angehöriger der diskriminierten Minderheit der Kvel, wird nach und nach ans Licht gebracht. Seine Reise ist die eines Mannes, der glaubte, nicht an den Hof zu gehören, hin zu einem, der offen von den Prinzen verteidigt und auserwählt wird, die ihm ans Herz gewachsen sind.

Heine besitzt eine breite Palette bemerkenswerter Fähigkeiten, von denen viele angesichts seiner geringen Statur überraschend sind. Intellektuell ist er brillant und autodidaktisch, spricht fünf Sprachen fließend und besitzt unglaubliche Kopfrechenfähigkeiten, obwohl er nie eine Universität besucht hat. Er ist auch ein Meister der psychologischen Beobachtung, der in der Lage ist, den Charakter einer Person zu analysieren und mit verblüffender Klarheit zum Kern ihrer Probleme vorzudringen. Körperlich ist er weitaus fähiger, als er erscheint, und zeigt Kunststücke der Beweglichkeit, wie das Springen aus einem Fenster im dritten Stock und das Reiten eines Pferdes im Stehen, sowie beeindruckende Kampffähigkeiten, die auf eine gewalttätige Vergangenheit hindeuten. In einem humorvollen Kontrast zu seinem umfangreichen Wissen ist seine eine bemerkenswerte Schwäche seine entsetzliche künstlerische Fähigkeit.
Besetzung