TV Special
Beschreibung
Shinnyo ist ein jugendlicher Junge in einer japanischen Gemeinschaft des späten 19. Jahrhunderts, geprägt durch seine Rolle als Sohn eines buddhistischen Priesters. Dieses religiöse Umfeld bestimmt seinen Lebensweg. Ein entscheidendes Ereignis tritt ein, als sein Vater seine Schwester als Konkubine an einen reichen Mann verkauft. Als Shinnyo später ihr Elend und ihre verzweifelte Bitte, nach Hause zurückkehren zu dürfen, miterlebt, entflammt in ihm tiefe Wut gegenüber dem Mann und dessen Ehefrau – besonders als sein Vater ihr Zuflucht verweigert. Diese Erfahrung erschüttert seinen Glauben an Familie und gesellschaftliche Strukturen.

Shinnyo verbindet eine enge Beziehung zu Midori, einem Mädchen, das zur Oiran ausgebildet wird, was auf echte Zuneigung hindeutet. Ihre Verbindung steht jedoch im Schatten ihrer vorbestimmten Zukunft in einer strengen Gesellschaft. Der erzwungene Abschied seiner Schwester stürzt Shinnyo in tiefe Depressionen. Diese Verzweiflung treibt ihn dazu, seine Gemeinschaft ganz zu verlassen. Er reist nach Kyoto, um selbst buddhistischer Priester zu werden, und akzeptiert schließlich den von seiner Familie erwarteten Weg – trotz seines früheren Konflikts.

Sein Abschied bedeutet Resignation und zerschneidet seine Beziehungen, insbesondere die zu Midori. Bevor er geht, macht er ihr ein bewegendes, doch beunruhigendes Versprechen: ihr erster Kunde zu werden, sobald sie als Oiran arbeitet. Diese Aussage verdeutlicht den Konflikt zwischen ihren persönlichen Gefühlen und ihren unausweichlichen gesellschaftlichen Rollen. Seine Abreise nach Kyoto markiert das abrupte Ende seiner Jugend.