TV-Serie
Beschreibung
Kaja Bergmann ist eine zentrale Figur der Geschichte, ein Geist aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, der seit über sechzig Jahren nicht gealtert ist. Ursprünglich kam sie als Austauschschülerin aus Deutschland nach Japan und besuchte in ihrer Jugend dieselbe Schule wie ihre beste Freundin Arashi. In der Gegenwart bewahrt sie das Erscheinungsbild eines Teenager-Mädchens mit charakteristischem weißen Haar und blauen Augen.

Was ihre Persönlichkeit betrifft, dient Kaja als Gegenpol zur lebhafteren und unbeschwerten Arashi. Sie zeichnet sich durch ein höfliches und kühles Auftreten aus, wirkt oft zurückhaltend oder distanziert. Diese oberflächliche Gelassenheit verbirgt jedoch einen tieferen, komplexeren emotionalen Zustand. Da sie seit sechs Jahrzehnten als Geist existiert, hat sie mitunter eine etwas zynische oder kalte Haltung entwickelt, besonders wenn sie mit den Ängsten und Sorgen der Lebenden konfrontiert wird. Ein prägender Aspekt ihres Charakters ist ihre stille, anhaltende Liebe zu einem Mann, den sie in der Vergangenheit kannte – eine Verbindung, die ihre Existenz verankert und sie daran hindert, weiterzuziehen. Trotz der verstrichenen Zeit ist sie nicht in der Lage, ihm ihre wahren Gefühle zu gestehen.

Kaja teilt dieselbe übernatürliche Fähigkeit wie Arashi: die Macht, in der Zeit zurückzureisen. Eine entscheidende Einschränkung definiert jedoch ihre Rolle in der Geschichte. Anders als Arashi, die eine Verbindung zu einem Jungen herstellen kann, kann Kaja die nötige psychische Verbindung für eine Zeitreise nur mit einem lebenden Mädchen aus der Gegenwart eingehen. Diese Einschränkung wird auf ihre Schüchternheit oder mögliche Befangenheit gegenüber Jungen zurückgeführt. Ihre Hauptrolle in der Erzählung wird daher aktiviert, wenn sie eine Verbindung zu der Figur Jun herstellt, die zu den wenigen Menschen gehört, die Juns wahres Geschlecht kennen. Gemeinsam reisen Kaja und Jun in die Vergangenheit und erleben oft die grauenhafte Realität Japans während der Luftangriffe des Krieges.

Ihre wichtigsten Beziehungen sind zentral für die Handlung. Ihre Freundschaft mit Arashi ist die beständigste, da beide Geister aus derselben Zeit sind, die die besonderen Umstände des jeweils anderen verstehen. Die bedeutendste Beziehung, die sie in der Gegenwart entwickelt, ist die zu Jun. Kaja dient Jun nicht nur als Zeitreise-Partnerin, sondern auch als Vertraute, da sie zu den Ersten gehört, die ihr Geheimnis erfahren. Ihre Bindung wird durch gemeinsame, intensive Erlebnisse in der Vergangenheit – wie das Überleben von Bombenangriffen – auf die Probe gestellt und vertieft, was beide Figuren zwingt, sich ihren Ängsten und emotionalen Verletzlichkeiten zu stellen.

Im Laufe der Serie durchläuft Kaja eine subtile, aber bedeutende Entwicklung. Sie beginnt als eher passive und zynische Figur, die sich scheinbar in ihre geisterhafte Halbexistenz ergeben hat, die von einer unerwiderten Liebe aus vergangenen Jahrzehnten geprägt ist. Ihre Interaktionen mit den lebenden Figuren, insbesondere der energischen und emotionalen Jun, beginnen, ihr statisches Weltbild herauszufordern. Die Wut und Angst, die Jun angesichts der Kriegsgefahr zeigt, sowie Juns direkte Konfrontation sowohl mit dem ehemaligen Café-Manager als auch mit Kaja selbst wirken als Katalysator dafür, dass Kaja beginnt, ihre eigene Sicht auf Leben und Liebe zu überdenken. Sie beginnt sich zu verändern, öffnet sich langsam und wird proaktiver, entfernt sich von einem Zustand des bloßen Wartens.

Abgesehen von ihrer spezifischen Zeitreise-Fähigkeit, die eine lebende weibliche Partnerin erfordert, zeigt Kaja keine große Bandbreite an einzigartigen Spezialkräften. Ihre bemerkenswerteste Fähigkeit ist ihre geisterhafte Natur selbst, die ihr scheinbare Unsterblichkeit und ein unverändertes Erscheinungsbild über die Jahrzehnte hinweg verleiht. Es wird auch gezeigt, dass sie eine Vorliebe für einfache, moderne Freuden hat, wobei Eiscreme als ihr Lieblingsdessert genannt wird.